Sicherheit als letztes Gebot

Für Laaspher Straßeninstandsetzung fehlt immer öfter Geld / Konzentration auf Kernstadt

Bad Laasphe. Der Ausbau und die Instandsetzung von Straßen – das sind Themen, die wie ein Bumerang immer wieder den Bad Laaspher Bauausschuss treffen. Diesmal ging es um den Feudinger Friedhofsweg und das gesamte Instandsetzungsprogramm. Für die Oberlahntaler hatte sich die Verwaltung überlegt, die Komplettierung der Straße auf 2003 zu verschieben. Die geplante Fertigstellung des Friedhofsweges sei mit den im Haushalt veranschlagten 110000 DM nicht zu finanzieren. Zudem erhofft man im Rathaus durch eine niedrigeren Ausbaustandard sowie die Zusammenlegung mit Bauarbeiten an der Straße »Auf der Kohr« die Kosten, die zu 90 Prozent von den Anwohnern getragen werden müssen, sehr viel günstiger zu gestalten.

Die von Hoch- und Tiefbau-Amtsleiter Klaus Pankalla vorgetragene Begründung stieß auf Zustimmung bei SPD-Fraktionschef Arno Vomhof und seinem Feudinger Genossen Heinrich Benfer, die sich ausdrücklich über diese Vorlage einer mitdenkenden Verwaltung freuten. Der Feudinger Ortsvorsteher und Christdemokrat Werner Hofius sowie Karl Hackler von der FDP wollten allerdings keinen weiteren Aufschub dulden, sie sprachen sich gegen die Vorlage aus. Am Ende wurde sie einstimmig vertagt. Die Anwohner selbst werden in der kommenden Woche bei einem Gespräch über den Kinderspielplatz auch über die mögliche Verschiebung des Ausbaus informiert – und können selbst Stellung beziehen.

Für noch mehr Zündstoff sorgte dann das Straßeninstandsetzungs-Programm. In diesem immer unerträglicher werdenden Spagat zwischen Notwendigkeit und finanziellen Mitteln, konstatierte der beigeordnete Dr. Heinrich Loske zwei Kriterien: die Verkehrssicherungs-Pflicht zum einen, die Frequentierung der Straße zum anderen. Als Ergebnis kam für die Verwaltung heraus: Die vorhandenen rund 180000 DM werden für Lahnuferstraße, Stockwiese, Wabach und Wiesenbacher Weg ausgegeben. Eine strikte Konzentration auf vier Problemzonen, die viel Beifall fand vom FDP-Ausschussmitglied Werner Borgards. Gleichzeitig jedoch auf einiges Unverständnis stieß dies bei der Sozialdemokratin Waltraud Schäfer sowie den beiden Christdemokraten Werner Hofius und Jürgen Tang. Den rührigsten Ortsvorstehern der Kommune gefiel es partout nicht, dass alle vier aufgeführten Straßen sich in der Kernstadt befinden.

Bei der Abstimmung versagte nur Werner Hofius dem Programm die Zustimmung, bei fünf Enthaltungen sagten neun Ausschussmitglieder Ja dazu. Zudem soll nach dem Willen des Ausschusses auf Antrag der SPD im Wiesenbacher Weg der Verkehr gezählt werden. Dafür wird das Geschwindigkeits-Messgerät genutzt, dass die Laaspher mit drei Nachbarkommunen gekauft haben und zur Zeit in Bad Laasphe den Autofahrern höflich aber bestimmt die Geschwindigkeit anzeigt. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die Gemeindestraße »Wiesenbacher Weg« zur Kreisstraße hochgestuft werden kann.

JG

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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