Siegquellen-Parkplatz

Diese Fliesen liegen schon länger hier auf dem Siegquellenparkplatz – und das ärgert Dieter Schneider aus Großenbach.  Foto: jg
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jg Großenbach. Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Siegener Zeitung in ihrer Serie „Was ist draus geworden?“ über ein immer augenfälligeres Problem in den Wittgensteiner Wäldern berichtete, nämlich den Müll. Anlass war damals eine Beschwerde von Dieter Schneider aus Großenbach. Der Chef des Landgasthofes „Zur Siegquelle“ ärgert sich besonders über den Siegquellen-Parkplatz, der an der Kreuzung zwischen Volkholz und Walpersdorf sowie zwischen Lahnhof und Lützel liegt. Gefühlt zwar schon in Wittgenstein, aber real ganz knapp auf Siegerländer Gebiet, was die Geschichte wahrscheinlich nicht unkomplizierter macht.

In einem diffizilen Durcheinander von Zuständigkeiten kam damals heraus, dass eigentlich alle die Vermüllung der Umwelt ablehnten: Roswitha Still als Geschäftsführerin des Touristikverbands Siegerland-Wittgenstein genauso vehement wie Diethard Altrogge als Leiter des Forstamtes Siegen-Wittgenstein. Der Schwarze Peter landete damals bei der Stadt Netphen. Genau wie der Laaspher Ordnungsamtsleiter Jürgen Pospichal hatte sich auch Diethard Altrogge den Parkplatz angeschaut - und für schlecht befunden. Der Forstamtsleiter sagte, er habe Kontakt mit der Netpher Stadtverwaltung aufgenommen, von dort sei ihm schnelle Abhilfe zugesichert worden, denn es gelte die einfache Faustregel: Das Forstamt kümmere sich um den Müll im Wald, für die Parkplätze seien Städte und Gemeinden zuständig. Und was ist draus geworden?

Nicht viel, wenn man sich die aktuelle Situation auf dem Parkplatz anschaut. Ein bisschen besser ist es geworden, aber noch nicht gut. Dieter Schneider erinnerte sich dran, dass nach dem Zeitungsartikel ein ehemaliger Bürgermeister von Netphen bei ihm in der Gastwirtschaft gewesen sei und ihm in die Hand versprochen habe, er werde sich um die Sache kümmern. Mittlerweile seien die herumliegenden Stämme entfernt worden, aber immer noch liege überall Rinde und auch die im vergangenen Jahr entsorgten Fliesen seien immer noch auf dem Parkplatz. Schaue man sich den Platz an, dann sei dieser einfach ungepflegt. Wucherndes Gras zum einen, plattgefahrenes Gras zum anderen. Auch wenn hier Natur ist und auch bleiben soll, so könnte die Natur doch besser gepflegt sein. „Früher war er einigermaßen in Ordnung, heute ist er ein Müllhalde“, kategorisierte Dieter Schneider den Parkplatz: „Als Tor zum Rothaarsteig lässt das zu wünschen übrig. Das kann es nicht sein.“ Und die Probleme seien noch viel weitreichender, etwa wenn er sich die Siegquelle anschaue. Hier stehe nirgendwo ein Schild, lediglich ein verwitterter Stein, den man von der Straße nicht sehen könne. Tatsächlich scheint das ganze schlecht geplant zu sein. Aus der gemauerten, mutmaßlichen Siegquelle tröpfelt das Wasser nur noch, stattdessen läuft es in Sturzbächen von oben aus dem Berg an der eigentlichen Mauer vorbei.

Dementsprechend ist es hier und da sumpfig, das kann ja passieren. Aber wenn auch die beiden Bänke so stehen, dass man die Füße nur in den Matsch, nicht ins Trocken stellen kann, ist hier wohl etwas falsch konstruiert worden. Der SZ-Anruf bei der Stadt Netphen ergab zunächst, dass Ordnungsamtsleiter Gerhard Krämer nichts mit der Sache zu haben wollte. Stattdessen sollte Rainer Schild als Leiter des Netpher Tiefbauamtes zuständig sein.

Der wunderte sich darüber, dass es bereits im vergangenen Jahr Beschwerden über den Parkplatz gegeben haben sollte, dazu konnte er im Rathaus keine Erkenntnisse ermitteln. Dass nun die Kommune generell für den Parkplatz zuständig sein soll, mochte er nicht glauben, aber dann müsse man eben noch einmal in die alten Verträge schauen. Er wolle nicht, dass es so aussehe, als ob die öffentlichen Stellen den Schwarzen Peter hin- und herschieben würden. Es gehe allein um eines: Wenn es solche Problem gebe, dann müssten die auch aus der Welt geschafft werden. Und darum werde man sich in Netphen nun kümmern. Für SZ-Leser bedeutet das. Das nächste „Was ist draus geworden“ zum Siegquellen-Parkplatz kommt bestimmt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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