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Radwegenetz-Konzept des Vereins MTB Laasphe
So soll der „Lahnauen-Weg“ für mehr Sicherheit sorgen

Initialzündung gestartet: Die beiden Vorsitzenden des MTB Laasphe, Uwe Franz (l.) und Björn Schäfer (r.), überreichten ihr Radreise-Konzept an Bad Laasphes Bürgermeister Dirk Terlinden. Zudem gaben sie Einblicke in den Entstehungsprozess.
  • Initialzündung gestartet: Die beiden Vorsitzenden des MTB Laasphe, Uwe Franz (l.) und Björn Schäfer (r.), überreichten ihr Radreise-Konzept an Bad Laasphes Bürgermeister Dirk Terlinden. Zudem gaben sie Einblicke in den Entstehungsprozess.
  • Foto: Lars Lenneper
  • hochgeladen von Michael Sauer

ll Bad Laasphe. Das Rad neu erfinden, ohne dabei das Rad neu zu erfinden – unter dieses auf den ersten Blick etwas kurios anmutende Motto könnte man das umfangreiche Konzept des neu gegründeten Vereins MTB Laasphe stellen, das die beiden Vorsitzenden Uwe Franz und Björn Schäfer am Freitagmorgen in einem rund einstündigen Vortrag der Verwaltung und den politischen Handlungsträgern der Lahnstadt im Rathaus präsentierten.

Für die Region selbst soll das Rad dahingehend neu erfunden beziehungsweise entdeckt werden, dass nicht nur die Stadt Bad Laasphe sondern ganz Wittgenstein zu einer fahrradtouristischen Schlüsseldestination ausgebaut werden soll.

ll Bad Laasphe. Das Rad neu erfinden, ohne dabei das Rad neu zu erfinden – unter dieses auf den ersten Blick etwas kurios anmutende Motto könnte man das umfangreiche Konzept des neu gegründeten Vereins MTB Laasphe stellen, das die beiden Vorsitzenden Uwe Franz und Björn Schäfer am Freitagmorgen in einem rund einstündigen Vortrag der Verwaltung und den politischen Handlungsträgern der Lahnstadt im Rathaus präsentierten.

Für die Region selbst soll das Rad dahingehend neu erfunden beziehungsweise entdeckt werden, dass nicht nur die Stadt Bad Laasphe sondern ganz Wittgenstein zu einer fahrradtouristischen Schlüsseldestination ausgebaut werden soll. Dafür seien wiederum die topographischen Gegebenheiten ebenso wie einige Strukturen bereits vorhanden, zudem könne man auf Vorbilder in ganz Deutschland zurückgreifen, sodass das Rad am Ende doch nicht komplett neu erfunden werden müsse.
„Bad Laasphe braucht ,mehr‘ und hat auch ,mehr‘ verdient. Wir brauchen Highlights für die Stadt, die Gemeinden und die Region, herausragende Möglichkeiten mit Fokus auf sanftem Tourismus, Klima und Naturschutz im Sinne nachhaltiger, dauerhafter Lösungen“, verdeutlichte Uwe Franz in seinem engagierten Vortrag.

Die aktuelle Gefahr für Radfahrer

Im Mittelpunkt des Konzeptes, über das die SZ bereits ausführlich berichtet hat und das im Detail unter www.mtb-laasphe.de online für jedermann einsehbar ist, steht ein Radreisewege-Netz inklusive Bikepark, Flow-Trail-Arena und Mountainbike-Routen für alle Generationen, das den Radverkehr ausdrücklich aus der Stadt hinaus beziehungsweise um sie herum lenken soll.

Initiative entwirft Konzept für Radreisewege-Netz

Denn, so legte Uwe Franz den Finger in die Wunde, aktuell würden Radreisende vom Lahnradweg kommend auf die viel befahrene, enge und gefährliche B62 abgeleitet, da es keine durchgängige Verbindung gebe. Genau da möchte der MTB nun Abhilfe schaffen und hat dafür – auf Basis zahlreicher bereits vorhandener Trassen – den rund 2,7 Kilometer langen „Lahnauen-Weg“ konzipiert. Dieser würde – so der erste Entwurf – bei der Carlsburg einsteigen, über die Bahnlinie am Tennisplatz führen, einen Übergang in den Kurpark und die Zufahrt in das Steinchen schaffen, um mit einer Abfahrt in den Hombach direkt an der Lahn entlangzulaufen und letztlich am Hundeplatz wieder herauszuführen.

Weg soll Lust auf eine Wiederkehr machen

Versehen mit touristischen Highlights, solle hier ein Wiedererkennungswert geschaffen werden, der Besucher nicht nur einmal in die Stadt lockt, sondern Lust auf eine Wiederkehr macht. Dieser konkrete Vorschlag sowie das gesamte Konzept, so betonte der Erste Vorsitzende ausdrücklich, seien aber nur als Grundstein beziehungsweise Initialzündung zu betrachten.
Nun gehe es darum, mit Politik, Vereinen, Grundstückbesitzern und vielen weiteren Beteiligten ins Gespräch zu kommen. „Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Umsetzbarkeit, sondern wollen ein Signal engagierter Bürger liefern.“

Dieses Signal nahmen die politischen Vertreter dankbar auf. „Es handelt sich hier und heute um die Geburtsstunde beziehungsweise den Kick-off für viele weitere Prozesse“, erklärte Bürgermeister Dirk Terlinden. Man stehe am Anfang einer Reise, das Reiseziel sei nun klar definiert, ob man aber überhaupt gemeinsam ankommen könne, müsse nun intensiv geprüft und diskutiert werden. Alle Anregungen seien zweifelsohne nicht umzusetzen.
Auch Klaus Preis von der FDP bedankte sich für den „euphorischen Vortrag“, meldete aber insbesondere in puncto Einbindung der Bundesbahn bezüglich des Lahnauen-Radwegs Bedenken bezüglich der Realisierbarkeit an. Günter Wagner (CDU) wiederum warnte vor „zu viel Wunschdenken“, sieht aber an vielen Stellen auch durchaus Umsetzungspotenzial. Während Peter Honig von den Grünen die Aspekte Klimaschutz und generationenübergreifendes Radfahren als im Konzept gut durchdacht würdigte, hätte sich Samir Schneider (SPD) etwas konkretere Informationen zum viel diskutierten Bikepark gewünscht.

Wir wollen Premium-Qualität bieten. Dabei werden wir auch keine Abstriche in Kauf nehmen.
Uwe Franz
Vorsitzender MTB Laasphe

Zweiter Vorsitzender Björn Schäfer erklärte daraufhin, dass man bereits sehr konkrete Ideen entwickelt habe, diese aber zunächst am runden Tisch mit den Handlungsträgern diskutieren wolle. Für ihn steht fest: „Wir brauchen ein Alleinstellungsmerkmal und keine abgespeckte Version. Der Bikepark darf keine Eintagsfliege werden.“
Das gilt laut Uwe Franz für das gesamte Projekt. „Wir wollen Premium-Qualität bieten. Dabei werden wir auch keine Abstriche in Kauf nehmen.“

Autor:

Lars Lenneper

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