SZ

Spielplatz wird zum Grillplatz

Kürzlich übernahm die Dorfgemeinschaft die Verantwortung für den Spielplatz vom Naturpark. Gemeinsam entschloss sich das Dorf für eine stärkere Nutzung dieses Areals als Grill- und Rastplatz. Die Spielgeräte sollen aus Versicherungsgründen langfristig zurückgebaut werden.
3Bilder
  • Kürzlich übernahm die Dorfgemeinschaft die Verantwortung für den Spielplatz vom Naturpark. Gemeinsam entschloss sich das Dorf für eine stärkere Nutzung dieses Areals als Grill- und Rastplatz. Die Spielgeräte sollen aus Versicherungsgründen langfristig zurückgebaut werden.
  • Foto: ih
  • hochgeladen von Praktikant Online

lh Weide. „In der Weide wohnen mehr Kühe als Menschen.“ Dieser Leitspruch ist nicht ganz unbegründet: Mit gut einem halben Dutzend Nebenerwerbslandwirten allein in Weide könnte die Rechnung sogar aufgehen. Regina Althaus hält als Ortsvorsteherin des 130-Seelen-Dorfs seit 2006 das Steuer fest in der Hand und ist eine zuverlässige Ansprechpartnerin vor Ort:

„Ich gebe mein Bestes, die Probleme der Leute hier zu klären“, beschreibt sie ihre Aufgaben im Ort. „Am Anfang war ich skeptisch. Meine Söhne haben mir dann gesagt: ,Du bist genau die Richtige dafür!´“, erinnert sich Regina Althaus.
Dorfgemeinschaft Rückershausen/Weide 
Ein absolutes Dauerthema sind hier die Landschaftspflege sowie die ständige Ausbesserung der Infrastruktur. Auch hierbei gilt: Jeder kann mithelfen.

lh Weide. „In der Weide wohnen mehr Kühe als Menschen.“ Dieser Leitspruch ist nicht ganz unbegründet: Mit gut einem halben Dutzend Nebenerwerbslandwirten allein in Weide könnte die Rechnung sogar aufgehen. Regina Althaus hält als Ortsvorsteherin des 130-Seelen-Dorfs seit 2006 das Steuer fest in der Hand und ist eine zuverlässige Ansprechpartnerin vor Ort:

„Ich gebe mein Bestes, die Probleme der Leute hier zu klären“, beschreibt sie ihre Aufgaben im Ort. „Am Anfang war ich skeptisch. Meine Söhne haben mir dann gesagt: ,Du bist genau die Richtige dafür!´“, erinnert sich Regina Althaus.

Dorfgemeinschaft Rückershausen/Weide 

Ein absolutes Dauerthema sind hier die Landschaftspflege sowie die ständige Ausbesserung der Infrastruktur. Auch hierbei gilt: Jeder kann mithelfen. Sitzbänke müssen regelmäßig gestrichen werden, gemeinsam genutzte Rasenflächen müssen oft gemäht werden und die Instandhaltung des Friedhofs und des Spielplatzes kommt auch dazu. Nahezu alle Projekte stemmt das Dorf gemeinsam mit dem benachbarten Rückershausen. Für eine bessere Arbeitsteilung wurde die Dorfgemeinschaft Rückershausen/Weide ins Leben gerufen. Daraus ergibt sich, dass Weide das Dorfgemeinschaftshaus in der alten Schule in Rückershausen mitbenutzt und Dorfversammlungen ebenfalls gemeinsam durchgeführt werden.

Dorfplatz zunächst hinten angestellt

Einwohner stellen Scheunen für Feste zur Verfügung

Seitdem der Spielplatz vom Naturpark an die Dorfgemeinschaft abgetreten wurde, ist auch dessen Pflege die Aufgabe der Bürger. Langfristig soll der Platz stärker als Grill- und Rastplatz genutzt und die Spielgeräte zurückgebaut werden, weil sie sehr pflege- und wartungsintensiv sind. Auch die sozialen Aufgaben sind vielseitig: Außerhalb der Corona-Pandemie wechselt sich Regina Althaus mit der Rückershäuser Ortsvorsteherin Andrea Knebel ab, die Seniorenfeier im Dorfgemeinschaftshaus zu organisieren. Vor einigen Jahren wurden in Weide noch eigene Dorffeste ausgerichtet, die in den örtlichen Scheunen stattfanden. Zu den Events gehört auch die Hüttenwanderung, für die die Einwohner in Weide immer eine Station zur Verfügung stellen. „Wenn im Jahr viele Hochzeiten und Geburtstagsfeiern sind, braucht man keine Extra-Feste mehr“, erklärt Regina Althaus indes.

die Ortsvorsteherin Regina Althaus ist seit 2006 im Amt.
  • die Ortsvorsteherin Regina Althaus ist seit 2006 im Amt.
  • Foto: technik
  • hochgeladen von Praktikant Online

Zu einer regelrechten Tradition ist der „Schwätzjesnommedog“ unter der Leitung von Renate Göbel und Regina Althaus geworden, bei dem sich die Leute einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus in Rückershausen treffen, um Zeit miteinander zu verbringen. Das Programm ist immer bunt gemischt: Häufig finden Vorträge von der Diakonie oder der Stadt statt. Auch Vorstellungen wie etwa ein Harmoniumkonzert wurden bereits angeboten. „Ganz oft kommen die Leute und wollen sich einfach nur unterhalten“, so Regina Althaus.

Es werden keine Neubauten genehmigt

Kommunikation und Austausch sind besonders für kleine Dörfer unersetzlich und fördern die Gemeinschaft. Zugleich kämpft auch Weide gegen seinen Status als Streusiedlung an und muss damit leben, dass keine Neubauten oder Anbauprojekte im Ort genehmigt werden. „In der Unteren Weide wurden vor einigen Jahren zwar ein paar Bauplätze freigegeben, aber direkt danach war das Bauen wieder untersagt“, beschreibt die Ortsvorsteherin die festgefahrene Situation. Auch die Infrastruktur lässt besonders an den Einfahrten ins Dorf zu wünschen übrig: Schon lange ist die Erneuerung der K 34 geplant, passiert ist bisher nichts. Dass die Straße der offizielle Weg zu mehreren Firmen im Industriegebiet „In den Espen“ ist, sei mehr als fragwürdig, findet Regina Althaus

Die Einfahrt gegenüber des Industriegebietes „In den Espen“ von der K34 Richtung Weide gleicht immer mehr einem Truppenübungsplatz: Tiefe Schlaglöcher und eine abgetragene Asphaltdecke machen Wendemanöver oder den Winterdienst fast unmöglich.
  • Die Einfahrt gegenüber des Industriegebietes „In den Espen“ von der K34 Richtung Weide gleicht immer mehr einem Truppenübungsplatz: Tiefe Schlaglöcher und eine abgetragene Asphaltdecke machen Wendemanöver oder den Winterdienst fast unmöglich.
  • Foto: ih
  • hochgeladen von Praktikant Online

Zufahrt soll für Krankenwagen erleichtert werden

Aber auch im Ortskern gibt es ein Problem, das vor allem in Notsituationen immer wieder zum Thema wird: Der Verbindungsweg von der Unteren zur Oberen Weide war früher mal eine Teerstraße, bis der Weg aufgrund von Schlaglöchern abgefräst und zum Schotterweg deklariert wurde. Der Schotterweg wird immer wieder von Krankenwagen angefahren und führte bereits zu unsanften und langwierigen Krankentransporten. „Oft war der Hubschrauber einfach schneller vor Ort“, bedauert Regina Althaus.

Nach dem aktuellen Stand soll der Weg schon bald mithilfe von Fördergeldern saniert und wieder asphaltiert werden, um die Zufahrt zu erleichtern. „Die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich des Straßenunterhalts hat immer gut geklappt und auch mit dem Bauhof stehen wir in super Kontakt“, lobt Regina Althaus die Kooperation mit der Stadt Bad Laasphe.

Autor:

Praktikant Online

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen