Sportler brauchen Geduld

jg Bad Laasphe. Einmal hätte gestern Abend der Laaspher Ausschuss für Freizeit, Jugend, Soziales und Sport die Möglichkeit gehabt, abzustimmen. Dabei ging es darum, dass die Eintrittspreise in den städtischen Freibädern von Feudingen und der Kernstadt durch die Bank weg um 20 bis 27 Prozent teurer werden sollen. Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte das der chronisch klammen Stadt Bad Laasphe schon 2007 aufgegeben, doch im vergangenen Jahr war der Gebührenerhöhungs-Vorschlag am Einspruch von Birgit Becker, dem sich viele anschlossen, gescheitert. Zur Vorlage sagte SPD-Fraktions-Chef Michael Grebe gestern, man möge das Ganze sozial verträglicher gestalten, indem man die Bad-Laasphe-Ausweis-Inhaber von der Erhöhung ausnehme. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Borchert bat darum, keinen Beschluss zu fassen, sondern die Drucksache ohne Beschlussempfehlung an den Rat zu verweisen. Die CDU wolle zunächst über die Thematik in ihrer Fraktionssitzung sprechen. Da regte sich kein Widerstand, so gab es keine Abstimmung.

Die übrigen Drucksachen waren allesamt Mitteilungsvorlagen, die der Ausschuss lediglich zur Kenntnis zu nehmen hatte. Schwimmmeister Gerhard Mainka hatte seinen Bericht für die Badesaison 2009 vorgelegt. Darin sprach er über einen Besucherrekord im August mit 2306 Badegästen: „Wir hoffen, dass dieser Rekord nicht mehr gebrochen wird. Mehr geht wirklich nicht.“ Technisch lief das Jahr einwandfrei. einige organisatorische Änderungen optimierten die Abläufe, auch wenn Besucher längere Öffnungszeiten und Kursangebote wünschten: „Wir können insgesamt von einer erfolgreichen Saison sprechen. Das Wabachbad hat über die Wittgensteiner Grenzen einen sehr guten Ruf.“ In Bad Laasphe wurden mit 36 550 Besuchern über 200 mehr als 2008 verzeichnet, in Feudingen sank die Besucherzahl um mehr als 200 auf 7619.

Auch der Erfahrungsbericht der Senioren-Service-Stelle im Rathaus wurde zur Kenntnis genommen. Gisela Homrighause stellte detailliert ihre Aufgaben vor und blickte auf das vergangene Jahr zurück. „Höhepunkt in 2009 war die Seniorenmesse ’Herbstzeit - lebendiges Altern in unserer Stadt“ im Haus des Gastes. Über 800 Besucher informierten sich an Messeständen und in Fachvorträgen. Die Seniorenmesse hat nicht nur vorhandene regionale Angebote bekannt gemacht, sondern wurde auch als Begegnungsmöglichkeit gut angenommen.“

Schließlich noch der Bericht von Jugendpfleger Hartmut Birkelbach, der im Sommer 2009 einen „kompletten Besucheraustausch“ feststellte. Zehn Prozent von den neuen Besuchern seien zwölf, die 13- bis 16-Jährigen machten 60 Prozent aus, von 17 bis 20 seien 30 Prozent. 60 Prozent der Besucher seien Deutsche, je 20 Prozent Russland-Deutsche und Besucher mit einem anderen Migrationshintergrund. Jürgen Borchert hatte indes eine ganz andere Frage, nämlich ob die lang ersehnte Sanierung der Jungen-Toilette im Haushalt 2010 drin stehe. Dazu konnte gestern Abend niemand etwas sagen.

Mitteilen konnte Volker Kohlberger von den Bürgerdiensten im Laaspher Rathaus, wie nach den derzeitigen Planungen mit dem desolaten Niederlaaspher Sportheim verfahren werden soll. Dieses Jahr sollen 20 000 Euro zur Instandhaltung in den Haushalt eingestellt werden, für eine richtige Sanierung soll es dann 2012 und 2013 je 50 000 Euro geben, wenn die Sportpauschale nicht mehr für die neuen Kunstrasenplätze gebunden ist. Die Stadt werde sich, wenn der Haushalt beschlossen sei, mit den Nutzern des Sportheims unterhalten, was nun am dringendsten zu tun sei.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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