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Planetenlehrpfad
Städtisches Gymnasium will die Sonne putzen

Auf dem Weg über den Planetenlehrpfad treffen Wanderer auch auf eine maßstabsgetreue Abbildung des Saturn. Das Städtische Gymnasium Bad Laasphe will sein eigenes Großprojekt aus dem Jahr 1998 renovieren.
  • Auf dem Weg über den Planetenlehrpfad treffen Wanderer auch auf eine maßstabsgetreue Abbildung des Saturn. Das Städtische Gymnasium Bad Laasphe will sein eigenes Großprojekt aus dem Jahr 1998 renovieren.
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tika Bad Laasphe. Die Ausmaße des Sonnensystems sind nahezu unvorstellbar, die unendlichen Weiten des Weltraums längst nicht vollständig ergründet. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe legten Schüler der Klassen 10 im Kurs Mathematik/Erdkunde einen Planetenlehrpfad in der Lahnstadt an – im Maßstab 1:1 000 000 000. Im Schuljahr 1996/1997 planten die Schüler den Weg, im Jubiläumsjahr 1998 realisierten sie ihn dann – vor inzwischen 22 Jahren. Der sechs Kilometer lange und befestigte Weg – Anfang und Ende sind jeweils in der Nähe von Bushaltestellen gelegen – soll die Dimensionen des Sonnensystems maßstabsgetreu verdeutlichen.

Dabei geht es darum, etwa die Abstände der Planeten entsprechend darzustellen.

tika Bad Laasphe. Die Ausmaße des Sonnensystems sind nahezu unvorstellbar, die unendlichen Weiten des Weltraums längst nicht vollständig ergründet. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe legten Schüler der Klassen 10 im Kurs Mathematik/Erdkunde einen Planetenlehrpfad in der Lahnstadt an – im Maßstab 1:1 000 000 000. Im Schuljahr 1996/1997 planten die Schüler den Weg, im Jubiläumsjahr 1998 realisierten sie ihn dann – vor inzwischen 22 Jahren. Der sechs Kilometer lange und befestigte Weg – Anfang und Ende sind jeweils in der Nähe von Bushaltestellen gelegen – soll die Dimensionen des Sonnensystems maßstabsgetreu verdeutlichen.

Dabei geht es darum, etwa die Abstände der Planeten entsprechend darzustellen. Die Mitte des Lehrpfads liegt im Kurpark in Bad Laasphe, dort befindet sich die Planetenstation Uranus. Um den kompletten Weg zu begehen, benötigen Wanderer bei normaler Geschwindigkeit etwa zwei Stunden. Umgerechnet sind sie dabei etwa drei bis vier Mal so schnell unterwegs wie das Licht im Sonnensystem – die Lichtgeschwindigkeit beträgt rund 300 000 Kilometer pro Sekunde.

Doch nicht nur die räumlichen Abstände, sondern auch die Größen der Planeten sind maßstabsgetreu. Die Sonne – dargestellt als gelbe Betonkugel – misst einen Durchmesser von 1,4 Metern. Die Modellsonne sieht man von jeder Planetenstation aus in der Größe, in der man die wirkliche Sonne auf dem jeweiligen Planeten sehen könnte. Im Juni 2010 wurde auf der Modellsonne eine Tageslängenskala ergänzt. Seither allerdings ist es um den Planetenlehrpfad ruhig geworden. Die TKS Bad Laasphe vermarktet den Planetenlehrpfad zwar noch weiter, Menschen aus der Region und auch Touristen nutzen den Pfad weiterhin. Über die Zeit allerdings sind die Stationen optisch durchaus in die Jahre gekommen ist. An den Planetenstationen wächst etwa stellenweise Moos. Und was ist draus geworden?

Der Planetenlehrpfad soll noch in diesem Jahr eine Wiederbelebung erfahren – genauer gesagt: in diesem Schuljahr. „Wir wollen den Planetenlehrpfad noch vor den Sommerferien erneuern“, erklärte Schulleiterin Corie Hahn am Dienstag am Rande des VR-Brillen-Projektes im Physikunterricht der Klasse 6 des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe.

Die Verbundenheit mit dem einstigen Großprojekt der Schule besteht also auch 22 Jahre nach der Errichtung noch. Insofern war die Praxisstunde auf dem Schulhof der Einrichtung am Dienstag gewissermaßen auch der Startschuss, die Astronomie wieder ganzheitlicher in den Fokus zu rücken. „Wir wollen den Lehrpfad wieder mehr in den Unterricht einbauen, wieder mehr in den Blick nehmen und in den Fokus rücken“, konstatierte Corie Hahn. Und gerade deshalb avisiert die Leiterin des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe die Renovierung des gesamten Pfades. Letztlich geht es auch darum, selbigen wieder in das Bewusstsein der Schüler der Gegenwart zu rücken und eine Identifikation mit dem Lehrpfad zu ermöglichen. Denn vor 22 Jahren sie selbstredend nicht dabei.

„Es geht darum den Planetenlehrpfad zu polieren. Dazu wollen wir beispielsweise die Sonne neu streichen“, berichtete Corie Hahn. Ein ambitioniertes Vorhaben, das allerdings durchaus realisierbar ist. Schließlich ist des dem Städtischen Gymnasium vor 22 Jahren schon einmal – und nicht zum letzten Mal – gelungen, ein Großprojekt auf die Beine zu stellen: Mit dem Planetenlehrpfad hat die Schule einst durchaus Maßstäbe gesetzt – buchstäblich mit Blick auf die maßstabsgetreue Errichtung und sprichwörtlich mit Blick auf die Realisierung des Vorhabens als solches.

Die Erneuerung also ist für die Einrichtung aus Bad Laasphe absolut darstellbar. „Wir wollen den Planetenlehrpfad noch vor den Sommerferien erneuern“, betonte die Schulleiterin. Auf diese Weise stünde der Pfad spätestens im neuen Schuljahr in erneuerter Form für Unterrichtszwecke zur Verfügung. Und vorab bereits für Einheimische und Touristen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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