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Schreck am Vogelsang in Feudingen
Stamm rammte sich in den Keller eines Wohnhauses

Durch die Gartenbox mitten ins Kellerfenster: Die Feudinger Feuerwehr sicherte den unter Spannung stehenden Stamm zunächst ab. Foto: Holger Weber
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  • Durch die Gartenbox mitten ins Kellerfenster: Die Feudinger Feuerwehr sicherte den unter Spannung stehenden Stamm zunächst ab. Foto: Holger Weber
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howe Feudingen. „Das gab einen Schlag – wie bei einer Explosion“, erzählte der 57-jährige Familienvater. Der hatte mittags mit einigen Gästen im Haus gesessen, als es plötzlich ordentlich rumste. Die Wände wackelten, unten im Keller entwickelte sich eine Staubwolke. Als er nachschaute, sah er draußen hinterm Haus, was passiert war: Eine gut 25 Meter lange, frisch geschälte Fichte hatte sich bei Forstarbeiten oben am Berg – sicher 400 bis 500 Meter höher – selbstständig gemacht. Durch den frostigen Untergrund rutschte der stattliche Stamm das Tal hinunter und donnerte, als wäre es der Plan gewesen, durch das kleine Kellerfenster des Hauses am Feudinger Vogelsang. Gleich dahinter befindet sich der kellergeschweißte Stahl-Öltank.

howe Feudingen. „Das gab einen Schlag – wie bei einer Explosion“, erzählte der 57-jährige Familienvater. Der hatte mittags mit einigen Gästen im Haus gesessen, als es plötzlich ordentlich rumste. Die Wände wackelten, unten im Keller entwickelte sich eine Staubwolke. Als er nachschaute, sah er draußen hinterm Haus, was passiert war: Eine gut 25 Meter lange, frisch geschälte Fichte hatte sich bei Forstarbeiten oben am Berg – sicher 400 bis 500 Meter höher – selbstständig gemacht. Durch den frostigen Untergrund rutschte der stattliche Stamm das Tal hinunter und donnerte, als wäre es der Plan gewesen, durch das kleine Kellerfenster des Hauses am Feudinger Vogelsang. Gleich dahinter befindet sich der kellergeschweißte Stahl-Öltank. Der blieb zwar gottlob unversehrt, dafür erwischte es den Betonsturz, den der Baum regelrecht nach innen drückte.

Dass die Hauswand das schwere Holzgeschoss überhaupt abbremsen konnte, grenzt an ein Wunder. Auch, dass niemand der Bewohner zu Schaden gekommen ist, bezeichneten die Einsatzkräfte vor Ort mit einem großen Glück. Denn der schwere Baum hätte bei seiner langen Rutschpartie nur einmal vor dem Haus irgendwo aufschlagen müssen, da hätte sich der Stamm womöglich durch ein Wohnungsfenster gebohrt. So blieb es beim Schrecken so früh im neuen Jahr. Die Bergung des riesigen Baumes erwies sich als nicht ganz einfach. Vor Ort sorgten zehn Kameraden der Feudinger Löschgruppe der Bad Laaspher Feuerwehr dafür, dass der Stamm im oberen Bereich zunächst in kleinen Etappen mit der Motorsäge gekürzt wurde. Mit Hilfe eines Seilzugs wurde der unter Spannung stehende Baum außerdem vor einem weiteren, möglichen Abrutschen gesichert.

Wehrführer Dirk Höbener entschied im Anschluss, den Stamm im Kellerbereich zunächst mit Hilfe von Baustützen abzustützen, um ihn außen vorsichtig herausziehen zu können. Das wiederum übernahm der Forstunternehmer, der die Arbeiten hoch über dem Vogelsang am Morgen vorgenommen hatte. Er habe die Bäume mit der forstwirtschaftlichen Maschine, einem Harvester, gedreht und abgelegt. Dass einer sich selbstständig gemacht habe, habe er überhaupt nicht bemerkt. Insofern zeigte sich der Mann aus dem nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg erschüttert darüber, dass einer der Bäume so tief ins Tal abgerutscht und in das Haus eingeschlagen sei. Der Verursacher des Schadens stellte sich am Donnerstag persönlich beim Hauseigentümer vor und gab seine Adresse an. Der Schaden dürfte nun über die Versicherung geregelt werden.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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