Stolperstein-Zielvorgabe: »nicht allzu weit unter 70«

Dafür braucht Laaspher Freundeskreis noch viele Spenden

JG Bad Laasphe. Völlig unaufgeregt fand am Dienstag die Jahreshauptversammlung des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit statt – dabei konnten die Mitglieder auf ein ziemlich aufregendes Jahr zurückblicken. Schließlich hatten es die Laaspher geschafft, dass die Lahnstadt als erste Kommune im Kreis Siegen-Wittgenstein mit Stolpersteinen an die früheren jüdischen Mitbürger erinnert. Im März wurden neun Steine verlegt, vor wenigen Wochen noch mal 19. Und im Mai wird es weiter gehen, wieder soll von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ein halbes Dutzend der Messingsteine in den Boden vor den ehemaligen Wohnhäusern der früheren Laaspher Juden eingelassen werden.

Eine Stadtführung zum Gedenktag

Die Freundeskreis-Vorsitzende Gisela Weissinger gab noch weitere Ausblicke aufs kommende Jahr. So plant man unter anderem Ende Januar im Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eine Laaspher Stadtführung entlang der Stolpersteine. Mitte Mai steht eine Studienfahrt nach Amsterdam und Zwolle auf dem Programm, bei dem man sich allgemein auf die Spuren jüdischen Lebens machen wird, aber in Zwolle auch Nachfahren ehemaliger Laaspher Juden besuchen möchte.

Wenn alles klappt, kommt Peter Härtling

Für das mittlerweile traditionelle Pogrom-Gedenken im Laaspher Rathaus am 9. November hofft der Freundeskreis auf einen Besuch der Schriftstellers Peter Härtling. Dieser habe sein Kommen zugesagt, wenn es seine Gesundheit erlaube, so Gisela Weissinger. Die Vorsitzende beendete die Sitzung nicht ohne eine neuerliche Bitte um weitere Spenden für die Stolperstein-Aktion. Als grobgestecktes Ziel gab sie dafür aus, dass man »nicht allzu weit unter 70« Steinen bleiben wolle. Und einer kostet 95 e.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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