Streit über Straßenausbau

Doch beim Kreisverkehr waren sich Laaspher gestern einig

JG Bad Laasphe. Gleich zweimal ging es gestern Abend im Laaspher Bauausschuss um Feudingen. Einstimmig empfahl das Gremium dem Stadtrat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan »Auf dem Breitenacker«, rechter Hand am Feudinger Ortsausgang in Richtung Rückershausen. Diplom-Geologe Wolfgang Theofel schlug hier eine Ring-Erschließung als ökonomischste Möglichkeit vor. Es werden 25 Bauplätze mit einer Durchschnittsgröße von 570 Quadratmetern entstehen, 24 gehören der städtischen Bad Laaspher Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft, einer ist privat. Wolfgang Theofel ging davon aus, dass »für jeden Geschmack etwas dabei« sei. Auf der gegenüberliegende Seite am Feudinger Ortsausgang liegen Friedhofsweg sowie die Straßen »Auf der Ilgenbrach« und »Auf dem Stein«. Im so genannten Teil B des Bebauungsplans »Auf der Kohr« soll nun der Endausbau dieser Straßen vonstatten gehen. Zahlreiche Anlieger waren gestern im Laaspher Rathaus zu Gast, machten in der Sitzung noch mal deutlich, dass sie zunächst auch ohne den angedachten Ausbau ihrer Straßen – die Pflasterung – auskommen könnten. Der Ausschuss beschloss trotzdem mit acht Ja-Stimmen – bei sieben Enthaltungen vornehmlich aus Reihen der SPD – die Fertigstellung für das laufende Jahr, genau wie es Laaspher Straßenausbauprogramm und Haushaltplan vorsahen.

Noch ein wenig kontroverser wurde wieder einmal der Hesselbacher Holderweg diskutiert. Vom Bauausschuss war im Januar ein Ausbau auf 4,75 Meter Breite beschlossen worden. Zunächst einmal teilte die Verwaltung gestern in einer Vorlage mit, dass sie die Bitte der Anlieger, diesen Bauausschuss-Beschluss zu korrigieren, zurückgewiesen habe. Außerdem musste die Verwaltung den Kommunalpolitikern aber noch mitteilen, dass ein geologisch ungünstiges Gutachten dazu führe, dass die Baumaßnahme Holderweg wohl 63000 e teurer werde als erwartet. Die geschätzten Mehrkosten sollte der Ausschuss zur Kenntnis nehmen. Auch hier verweigerte sich die SPD, doch mit den übrigen Stimmen wurde die Beschlussvorlage angenommen. Zuvor war der SPD-Antrag, den Ausbau erst einmal zurückzustellen, von der gleichen Mehrheit zurückgewiesen worden.

Einstimmigkeit herrschte hingegen in Sachen »Kreisverkehr« für die Bundesstraße 62 an der Kreuzung nach Puderbach und ins Industriegebiet. Eberhard Zimmerschied von der Siegener Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau stellte zwar eigentlich noch mal das vor, was auch Bürgermeister Robert Gravemeier vor längerem den Kommunalpolitikern präsentiert hatte. Doch die Ausführungen des Siegener Experten wirkten anscheinend überzeugender. Der machte zunächst erneut die Unmöglichkeit und die höheren Kosten eines provisorischen Kreisels an dieser Stelle deutlich. Sein Vorschlag nun: Vor Ort solle schon soweit vorgeplant werden, dass – so wie Mittel frei würden – der ordentliche 36-Meter-Durchmesser-Kreisel gebaut werden könne. Die Lahnstädter müssten von den Kosten in Höhe von 210000 e etwa 11500 selbst tragen. Der Landesbetrieb werde damit eine nötige Deckenerneurung an gleicher Stelle verbinden. Auf eine zeitliche Perspektive wollte sich Eberhard Zimmerschied nicht festlegen, aber wenn die Laaspher Gewehr bei Fuß ständen, »dann kann es sehr schnell gehen«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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