Tanz in aller Vielfalt

Zahlreiche Facetten des Tanzes wurden den Besuchern der Aufführung des Märchens „Die Schneekönigin“ durch die „Tanz-Etage“ in der Aula des Städtischen Gymnasiums in Bad Laasphe geboten.  Foto: akj
  • Zahlreiche Facetten des Tanzes wurden den Besuchern der Aufführung des Märchens „Die Schneekönigin“ durch die „Tanz-Etage“ in der Aula des Städtischen Gymnasiums in Bad Laasphe geboten. Foto: akj
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akj Bad Laasphe. Tänzer sämtlicher Altersklassen, abwechslungsreiche Tanzeinlagen, farbenfrohe Kostüme und eine aussagekräftige Kulisse – das bot am Sonntag eine Tanzaufführung der Schüler der im angrenzenden Hessen angesiedelten „Tanz-Etage“ in Bad Laasphe. Und das ganze gleich zwei Mal: Das Kunstmärchen „Die Schneekönigin“ vom dänischen Dichter Hans Christian Andersen stand auf dem Programm, einmal vormittags, einmal nachmittags.

Die Inszenierung der Tanz-Etage war musikalisch mit Strawinskys Ballett „Le Baiser de la Fee“ unterlegt, hinzu kamen weitere ausgewählte Stücke internationaler Musiker. Denn es blieb nicht nur klassisch in der Aula des Städtischen Gymnasiums, unter anderem standen Modern Dance und Bauchtanz auf dem Programm. Bei letzterem brillierten Inga Christian und Jessica Schreul. Das Märchen „Die Schneekönigin“ handelt von einem kleinen Mädchen namens Gerda, das seinen von der Schneekönigin entführten Spielgefährten sucht. Die 19-jährige Lisa Grebe aus Oberdieten tanzte die Rolle der Gerda.

Dies lag der Tanzlehrerin Annette Wassermann besonders am Herzen: Eigens für Lisa, die in diesem Jahr Abitur machen werde, habe man die Aufführung von Herbst in den März vorgezogen. Ihre Schülerin habe sie nach 15 Jahren nicht ohne Hauptrolle gehen lassen wollen. Die junge Frau überzeugte durch tänzerische Perfektion und schauspielerisches Talent.

Alle zwei Jahre organisiert die Tanz-Etage eine solch große Aufführung, 70 bis 80 Schüler standen diesmal pro Auftritt auf der Bühne, insgesamt waren 150 Tänzer beteiligt, da einige Rollen mehrfach besetzt sind. Die Jüngsten waren drei, die älteste Tänzerin 35. Erzähler Daniel Laucht verlas zwischen den Akten Andersens Märchen, dann wurden die Szenen tänzerisch dargestellt: Gerda begibt sich auf den Weg durch die Jahreszeiten – Lisa Marie Löffler, Jasmin Wagner, Elena Willner und Rebekka Wassermann überzeugten als Frühlingskönigin, Königin Sommer, Zigeunerin Herbst sowie als Schneekönigin. Ulrike Wassermann begeisterte das Publikum in der Rolle von Kai, dem Spielgefährten von Gerda.

Raffinierte Kostüme, etwa die der Schmetterlinge, rundeten das Gesamtbild ebenso ab wie die gelungene Kulisse. Während Gerda den Fluss überquerte, wurde das Boot, in das sie gestiegen war, per Seil über die Bühne gezogen. Auch der Winter und der Palast der Eiskönigin wurden durch Lichteffekte und Nebelmaschine treffend dargestellt. Sitzfleisch war nötig, denn mit Pause dauerte die Inszenierung knapp drei Stunden – und doch sorgte die facettenreiche Aufführung für Kurzweil, selbst die kleinsten Besucher beobachteten bis zum Schluss gebannt das Geschehen auf der Bühne.Tanzlehrerin Annette Wassermann, die gemeinsam mit Ulrike Wassermann und Inga Christian für die Choreographien und das Schauspiel zuständig war, hatte die Gesamtorganisation inne, sorgte also auch für Kostüme und Maske sowie das Bühnenbild. Ihr gebührte zum Abschluss langer Applaus – sowohl vom Publikum als insbesondere auch von ihren Schülern. Wer Lust bekommen hat, das Märchen „Die Schneekönigin“ zu sehen, hat am kommenden Sonntag, 8. März, noch zwei Mal die Chance: Jeweils um 11 und um 15.30 Uhr stehen die Tanzschüler erneut auf der Bühne der Aula des Städtischen Gymnasiums in Bad Laasphe.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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