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Schnelleres Internet dank Glasfaser
Telekom will Bad Laasphe verkabeln

Die Deutsche Telekom will die komplette Innenstadt von Bad Laasphe mit schnellem Glasfasernetz ausstatten. Und zwar kostenlos. Wobei die Investitionen über die Buchungen der Kunden natürlich wieder reingeholt werden sollen.
  • Die Deutsche Telekom will die komplette Innenstadt von Bad Laasphe mit schnellem Glasfasernetz ausstatten. Und zwar kostenlos. Wobei die Investitionen über die Buchungen der Kunden natürlich wieder reingeholt werden sollen.
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  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

howe Bad Laasphe. Ja ist denn schon wieder Weihnachten? War doch erst! Die Deutsche Telekom überbrachte am Donnerstag in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Digitales und Kultur frohe Kunde: Denn ohne dass die Stadt Bad Laasphe auch nur einen einzigen Cent zahlen muss, baut der Telekommunikations-Riese ab Sommer in jede Straße der Kernstadt Glasfaserkabel ein, damit die Leute demnächst noch schneller „surfen“ und „streamen“ können.
Denken Sie an die Bürger
in den Ortsteilen.
Otto Wunderlich
SPD-VerkehrsexperteGespräche über den Glasfaserausbau der Kernstadt laufen„Wir führen aktuell die Gespräche mit der Stadt“, formulierte Jürgen Koch von der Telekom. „Sobald die Stadt und die Telekom die gemeinsame Erklärung unterschrieben haben, baut die Telekom aus.

howe Bad Laasphe. Ja ist denn schon wieder Weihnachten? War doch erst! Die Deutsche Telekom überbrachte am Donnerstag in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Digitales und Kultur frohe Kunde: Denn ohne dass die Stadt Bad Laasphe auch nur einen einzigen Cent zahlen muss, baut der Telekommunikations-Riese ab Sommer in jede Straße der Kernstadt Glasfaserkabel ein, damit die Leute demnächst noch schneller „surfen“ und „streamen“ können.

Denken Sie an die Bürger
in den Ortsteilen.
Otto Wunderlich
SPD-Verkehrsexperte

Gespräche über den Glasfaserausbau der Kernstadt laufen

„Wir führen aktuell die Gespräche mit der Stadt“, formulierte Jürgen Koch von der Telekom. „Sobald die Stadt und die Telekom die gemeinsame Erklärung unterschrieben haben, baut die Telekom aus.“ Klare Sache: Wo ansonsten Glasfaser nur bis zum Verteilerkasten gelegt ist und der Rest der Datenübertragung via Kupferkabel ins Haus läuft, soll besagtes Kupferkabel nun ebenfalls durch Glasfaser ersetzt werden. Wer also über den eher langsamen Anschluss verfügte, bekommt demnächst den schnellen.

Ziel der Telekom: Glasfaseranschluss für alle Haushalte bis 2030

Manager Jürgen Koch und sein Breitband-Technikteam-Kollege Marco Kramer stellten ihr Projekt im Fachausschuss vor. Ziel der Telekom sei es, bis 2030 jeden Haushalt in Deutschland mit einem direkten Glasfaseranschluss zu versorgen. „Das erfordert zweistellige Milliarden-Investitionen für Deutschland.“ Und warum das Ganze? Video, Musik-Streaming, mehrere TV-Anlagen im Haus, Online-Gaming oder Virtual Realitiy im Wohnzimmer gewännen zunehmend an Bedeutung und nähmen stetig zu. „Der durchschnittliche Internetnutzer ist 3,5 bis 6,5 Stunden täglich online“, so Jürgen Koch. Für ihren großflächigen FTTH-Ausbau hat die Telekom zuletzt ihren lila Bus durch die Stadt geschickt. Der sollte das Ausbaunetz erkunden.

Der Stadt und den Bürgern entstehen keine Kosten

Der Glasfaserbau kostet übrigens die Stadt nichts. „Es gibt keinen Aufpreis für Kunden, die von Kupfer auf Glasfaser umsteigen“, versicherten die Fachleute von der Telekom. Bezahlt werden muss der „Spaß“ allerdings sehr wohl: Wer schnelles Netz haben möchte, zahlt zwischen 40 und 80 Euro monatlich – je nach Geschwindigkeit. Kritik gab es aus dem Ausschuss seitens der SPD.

Otto Wunderlich erklärte, die Telekom bewege sich ja nur im Kernraum. Man solle sich auf diejenigen Ortschaften konzentrieren, die ohnehin datentechnisch schlecht angebunden seien – wie Glashütte, Lindenfeld oder Großenbach. Otto Wunderlich: „Denken Sie an die Bürger in den Ortsteilen.“ Bürgermeister Dirk Terlinden entgegnete, es handele sich hier um ein „eigenwirtschaftliches Angebot der Telekom“, die eine Qualitätsverbesserung im innerstädtischen Bereich anbiete. „Man muss unterscheiden zwischen dem flächendeckenden Breitband-Ausbau mit Bundesmitteln und der Maßnahme der Telekom.“ Das sei nicht zu vergleichen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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