SZ

Tüftler aus Feudingen nutzt den Lockdown
Timo Quack baut eine Holzfräse aus Holz

Der Feudinger Timo Quack präsentiert stolz sein zweites Corona-Projekt, eine CNC-Fräse aus Holz. Zuletzt hatte der 42-jährige Zerspanungsmechaniker eine große Holz-Bandsäge selbst gebaut.
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  • Der Feudinger Timo Quack präsentiert stolz sein zweites Corona-Projekt, eine CNC-Fräse aus Holz. Zuletzt hatte der 42-jährige Zerspanungsmechaniker eine große Holz-Bandsäge selbst gebaut.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Feudingen. Timo Quack wäre nicht Timo Quack, hätte er nicht immer noch einen auf Lager. Als Frohnatur bringt er stets den passenden Spruch, als Zerspanungsmechaniker bei der SMS Group in Dahlbruch gehen ihm nie die Ideen aus. Wir erinnern uns: Im Mai vorigen Jahres präsentierte der Feudinger den SZ-Lesern eine aus Holz selbstgebaute Bandsäge – ein wahres Wunderwerk, das er im ersten Lockdown gemeinsam mit Sohn Colin erschaffen hatte. Timo Quack, das ist der Mann, von dem Kumpels auf der Arbeit sagen, seine Holzschubladen in der Werkstatt liefen geschmeidiger als in jeder hochwertigen Küche.

howe Feudingen. Timo Quack wäre nicht Timo Quack, hätte er nicht immer noch einen auf Lager. Als Frohnatur bringt er stets den passenden Spruch, als Zerspanungsmechaniker bei der SMS Group in Dahlbruch gehen ihm nie die Ideen aus. Wir erinnern uns: Im Mai vorigen Jahres präsentierte der Feudinger den SZ-Lesern eine aus Holz selbstgebaute Bandsäge – ein wahres Wunderwerk, das er im ersten Lockdown gemeinsam mit Sohn Colin erschaffen hatte. Timo Quack, das ist der Mann, von dem Kumpels auf der Arbeit sagen, seine Holzschubladen in der Werkstatt liefen geschmeidiger als in jeder hochwertigen Küche.

Vater und Sohn bauten ein „Wunderwerk“ aus Holz

Jetzt sorgt Timo Quack für einen weiteren Höhepunkt: eine computer-gesteuerte CNC-Fräse aus 21 Millimeter Multiplex-Holz, die ausgerechnet den Rohstoff bearbeitet, aus dem sie selbst hergestellt ist – nämlich Holz.

Timo Quack arbeitet nur wenige Wochen an der Holzfräse

Für den SZ-Redakteur hat der 42-Jährige die Probe aufs Exempel gemacht, ein Holzbrett auf dem Arbeitsschlitten eingelegt, den Schriftzug „Siegener Zeitung“ einprogrammiert und die Software auf dem Laptop gestartet. Herausgekommen ist ein persönliches Holzschild mit eingravierten Buchstaben. Lange hat Timo Quack nicht an seiner Maschine „gebastelt“, vielleicht vier oder fünf Wochen, erneut in der Zeit dieses zweiten Lockdowns. Denn der 42-Jährige ist als alleinerziehender Papa für Colin (12) verantwortlich, der bekanntlich seine Schulstunden in der täglichen Videokonferenz zu Hause absolviert.

Sohn Colin (12) weicht dem Papa nicht von der Seite. Der Junge lernt eine ganze Menge beim Bauen von eigenen Maschinen.
  • Sohn Colin (12) weicht dem Papa nicht von der Seite. Der Junge lernt eine ganze Menge beim Bauen von eigenen Maschinen.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

„So etwas zu bauen, das ist mein täglich Brot“, erzählt Timo Quack. Die Bandsäge sei schon ein herausragendes Projekt gewesen, an dem er lange gearbeitet habe. Und nun: „Meine Herausforderungen steigen. Ich brauchte was Neues.“

Timo Quack aus Feudingen bestellt die Teile im Internet

Also bestellte der Feudinger die Teile im Internet: Schalter, Kabel, die Führungen und die Kugelrollspindeln, die Energiekette, den Frequenzumrichter zur Regelung der Drehzahl und nicht zuletzt den 2,2-kW-Motor. „Der bleibt nicht stehen“, lacht Timo Quack. „Der jagt 18 000 Umdrehungen in der Minute durch.“ Ein Kraftpaket hat der Zerspanungsmechaniker in seiner CNC-Fräse verbaut. Wobei Timo Quack auch berichtet, dass er nur sehr schwer an die Teile gekommen ist, die er ja allesamt im Internet bestellen musste. „Da habe ich lange drauf gewartet auf die Bestellungen.“ Ähnlich ist es mit dem Holz. Weil die Baumärkte für Privatleute geschlossen sind, ist es zurzeit schwer, an Material zu kommen. Aber gut Ding will Weile haben. Und so verrichtet die CNC-Holzfräse, Marke Eigenbau, ihren Dienst, wenn Timo Quack sie programmiert.
„Das allein schon macht Laune.“ Erst muss er ein Modell zeichnen, die Daten alle eingeben und die Software füttern. Dann kann er loslegen: Schilder mit Hausnummern und Familiennamen herstellen, individuelle Gravuren vornehmen oder einfach etwas Schönes fräsen. „Die Osterzeit kommt ja bald. Da werde ich mal das eine oder andere Häschen fräsen“, verrät Timo Quack. Die Maschine hat der Fachmann komplett durchdacht. Über einem 40 mal 40 Zentimeter großen Tisch bewegt sich die Fräse in alle Richtungen.

"Je kniffliger, desto besser"

Timo Quack hat eine Spanplatte mit Löchern und Gewinde versehen, um auf dieser später die Werkstücke anschrauben zu können. Die Kabel zu Motor und „Richter“ hat der 42-Jährige allesamt mit Schläuchen verkleidet, „damit die nicht so herumhängen und das ordentlich aussieht“. Auch die Zuleitungen für den An- und Ausschalter, zur Platine mit der Steuerung oder zur Energiekette sind alle fein säuberlich versteckt oder in Röhrchen verlegt. Sollte der Computer mal „spinnen“, hat Timo Quack einen mobilen Not-Aus-Schalter auf dem großen Arbeitstisch stehen. Den kann er entweder in unmittelbarer Nähe zum Laptop oder eben neben die Fräse stellen. „So bin ich flexibel. Bis ich um den Tisch herumgelaufen bin, hat die Maschine womöglich durchgefräst. Wenn sie macht, was ich nicht möchte, kann ich sie überall stoppen“, so Timo Quack. Ein drittes Bauprojekt schwebt ihm aktuell noch nicht vor. „Wenn ich die Fräse so sehe“, sagt er, „hätte ich sie größer bauen sollen.“ Dennoch: „Es macht Spaß und ist einfach eine schöne Beschäftigung. Je kniffliger, desto besser.“ Timo Quack präsentiert seine Fräse übrigens auf seinem Youtube-Kanal „Timo Q“. Wer sich für Technik interessiert, der sollte sich das unbedingt mal anschauen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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