Trotz Unbehagen bei Anliegern

Laaspher Denkmal-Ausschuss sagte gestern Ja zur neuen Altstadt-Gestaltungssatzung

JG Bad Laasphe. Ausnahmsweise hatten gestern Abend viele Zuhörer den Weg ins Laaspher Rathaus gefunden. Auf der Tagesordnung des Umwelt- und Denkmalausschusses stand nämlich unter anderem die Änderung der Gestaltungssatzung für die Laaspher Altstadt. Seit 1979 ist diese in Kraft. Als die Kommunalpolitiker im Juni 2005 über den Bebauungsplan »Altstadt/Wallgrabenzone« entscheiden sollten, da waren sich diese zunächst einig, spürten dann aber, dass ihre Planungen auf wenig Gegenliebe unter den betroffenen Anliegern stießen. Deshalb lautete der Kompromiss zur Güte, man wolle die alte ungeliebte Gestaltungssatzung für die Altstadt erst einmal überarbeiten.

Das Ergebnis lag nun vor, und gestern Abend hatte der Ausschuss darüber zu befinden. Der Ausschussvorsitzende Volker Gautsch unterstrich in seiner kleinen Einführung, dass alle Parteien sich dafür zusammengesetzt und mitgearbeitet hätten. Der Beigeordnete Dieter Kasper wies vor allem darauf hin, dass es bei den Materialien für Dach, Fenster und Türen sowie Parabolspiegel-Antennen in der neuen Gestaltungssatzung andere Regelungen gebe, die neue Freiheiten ermöglichten. Und tatsächlich freuten sich die Ausschussmitglieder sehr über ihren Entwurf, allein die Anlieger schienen nicht ganz glücklich. Peter Hartnack etwa fragte nach, ob es in inzwischen bessere Chancen für einen Glasanbau gebe – diese waren bisher unmöglich. Genaues konnte Dieter Kasper nicht dazu sagen, aber er ermutigte den Fragesteller. Solche Dinge würden in Genehmigungsverfahren inzwischen flexibler gehandhabt, weil man die Altstadt am Leben erhalten wolle. Besonders die Grenzziehung zwischen der Zone zwei und drei sorgte für Irritationen, ein Bestandsschutz für nicht satzungskonforme, bestehende Gebäude wurde zudem angeregt. Einstimmig sprach sich das Gremium für die neue Gestaltungssatzung aus. Doch das Murren der Anwohner dabei, dürfte den Kommunalpolitikern klar gemacht haben, dass die Aufstellung des Bebauungsplans »Altstadt/Wallgrabenzone«, den man nun endlich in Angriff nehmen muss, sicherlich kein Zuckerschlecken wird.

Auch eine andere Gestaltungssatzung stieß auf wenig Gegenliebe. Auf dem Laaspher Stadtgebiet haben nur noch die Niederlaaspher so etwas. Eine Liste mit 124 Unterschriften liegt bei der Stadt, die die Aufhebung der Gestaltungssatzung beantragt. So weit ging das Gremium gestern Abend nicht, allerdings wurde die Verwaltung einstimmig zur Überarbeitung der bisherigen Niederlaaspher Gestaltungssatzung aufgefordert.

Monika Treude vom Ordnungsamt war mit einer Mitteilungsvorlage gestern zu Gast im Ausschuss, darin die Beanstandungen der Friedhofs- und Ehrenmal-Kommission und die bereits erfolgte Mängelbeseitigung. »Dank einer regen ehrenamtlichen Beteiligung vieler Bürger der Stadt Bad Laasphe konnte ein großer Teil der Mängel bereits beseitigt werden«, hieß es in dem Papier der Stadtverwaltung. In einem halben Jahr soll der Ausschuss erneut über den Stadt der Dinge informiert werden.

Dieter Kasper informierte schließlich das Gremium darüber, dass man im Kreis Siegen-Wittgenstein dem neuen Straßenbeleuchtungsvertrag ein bisschen auf die Sprünge geholfen habe. Seit Jahren sei man dabei, mit der RWE einen neuen Vertrag auszuhandeln. Für das Jahr 2006 werde jetzt probeweise der angedachte Entwurf angewendet, das bedeute die Stadt spare 4000 e ein. »Das ist nicht das, was ich mir gewünscht hätte«, sagte Dieter Kasper, aber es sei wenigstens etwas.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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