Umziehen in Feudingen

Auch wenn das Feudinger Freibad landläufig noch so heißt, so traut man sich diesen sanitäre Anlagen nicht mehr, von der „Badeanstalt“ zu sprechen.
  • Auch wenn das Feudinger Freibad landläufig noch so heißt, so traut man sich diesen sanitäre Anlagen nicht mehr, von der „Badeanstalt“ zu sprechen.
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

jg Feudingen. Auf wieviel Begeisterung und Zufriedenheit die Aktivitäten des Fördervereins „Feudinger Freibad“ im Oberen Lahntal stoßen, stand ja diese Woche schon in der Siegener Zeitung. 500 Leute waren der Einladung zum Nachtschwimmen vor einer Woche gefolgt. Doch die SZ guckte diese Woche auch noch mal am helllichten Tage auf den Weiherhöfen vorbei, um zu sehen, wieviel Arbeit und finanzielle Mittel der Förderverein erst in jüngster Zeit wieder in das Freibad gesteckt hat.

Vor allem drei Dinge waren es, die Wilhelm Menn als Fördervereins-Vorsitzender vorstellen konnte: links neue sanitäre Anlagen für Jungs und Männer, rechts neue sanitäre Anlagen für Mädchen und Frauen - und dazwischen in der Mitte sechs neue Umkleidekabinen. Besonders beeindruckend dabei, im Zuge dieser Maßnahmen würden hüben wie drüben - also für beide Geschlechter - auch jeweils behindertengerechte Toiletten und Duschen geschaffen. Funktionieren kann das nur, weil der Förderverein viele zupackende Unterstützer hat, die die Vorarbeiten leisten, damit die Profis - vornehmlich Firmen aus dem Oberen Lahntal - dann ohne Schwierigkeiten loslegen können. Der ehrenamtliche Einsatz ist groß: Wilhelm Menn ist dankbar dafür, dass es für die Oberlahntaler zum Beispiel kein Problem ist, ihre Helfer fürs Altstadtfest zu organisieren. Der Freibad-Stand beim Brunnen an der Königstraße ist längst zu einer festen - und vor allen Dingen beliebten - Größe beim Altstadtfest geworden. 70 Helfer brauche er allein dafür, überschlug Wilhelm Menn den Personalaufwand.

Und er konnte auch noch mit anderen Zahlen aufwarten: Im vergangenen Jahr habe die Stadt 12 000 und der Förderverein 3000 Euro ins Freibad gesteckt, in diesem Jahre seien es von der Stadt 10 000 Euro und vom Förderverein sogar 16 000 Euro. Vor allem für die genannten Maßnahmen, wobei mit den sanitären Anlagen für die Frauen schon im vergangenen Jahr begonnen worden war. Und bei all diesem bürgerschaftlichen Engagement ärgert sich Wilhelm Menn, dass die Wertschätzung dafür der Gesellschaft offenkundig immer mehr verloren geht. Für den Feudinger fängt es damit an, wenn er Schuhabdrücke auf den nagelneuen Toilettendeckeln findet.

Aber wie weit das Ganze gehen kann, trat beim Besuch der SZ vorgestern zu Tage. Fünf der Schwimmbad-Bänke hatten Halbstarke nachts mitten im Schwimmbecken versenkt, so dass am Mittwoch das Springen vom Einer und vom Dreier erst einmal verboten werden musste. Mit der Maßgabe, dass die Sprungtürme erst nach der Bergung wieder freigegeben werden könnten, fand der Bademeister Reimar Badstübner dann Jugendliche, die die Bänke aus dem Tiefen wieder nach oben brachten.

Solche Dinge nerven Besucher und Fördervereins-Mitglieder gleichermaßen, aber der Förderverein lässt sich dennoch nicht entmutigen. Ihm sind die 300 oder 400 zufriedenen Besucher an guten Tagen Ansporn genug, weiterzumachen. Und so gibt es schon Überlegungen, den Arbeitsraum des Fördervereins für weitere drei neue Umkleidekabinen platt zu machen. Noch in diesem Jahr soll das Plantschbecken ein Sonnensegel bekommen. Denn auch im Außenbereich ist die Feudinger Badeanstalt - so der landläufige Freibad-Name - längst zu einem echten Schmuckstück geworden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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