»Unsere Stadt soll schöner werden«

Laaspher sagten gestern Ja zur Verbesserung von Haus des Gastes und Feudinger Ortseingang

Bad Laasphe. »Unsere Stadt soll schöner werden« – unter diesem Leitwort hätte gestern Abend die Sitzung des Laaspher Bauausschusses stehen können. Dabei ging es zum einen um die Kernstadt selbst, zum anderen um Feudingen, den größten Ortsteil der Kommune. Nachdem die Dortmunder Landesentwicklungsgesellschaft schon vor ein paar Monaten einmal Planungen vorgestellt hatte, wie man aus dem Haus des Gastes mit 1 Mill. DM ein zeitgemäßeres Gebäude machen könnte, präsentierte die LEG gestern erneut ihre Entwürfe – diesmal mit den Änderungen, die vom Laaspher Gremium gewünscht worden waren.

Für die Architektin und Diplom-Ingenieurin Christine Fricke von der LEG und den beraten Ingenieur Egon Cosanne aus Dorsten hieß das erst einmal, kräftig den Rotstift anzusetzen, denn schließlich standen nach wie vor nur rund 1 Mill. DM – mit freundlichen Grüßen der Arnsberger Bezirksregierung – zur Verfügung. Dennoch hatten die beiden in enger Abstimmung mit dem Beigeordneten Dr. Heinrich Loske und dem Kurdirektor Dieter Lütke eine Lösung gefunden, die sie gestern im Detail erläuterten.

Demnach ist nun die angedachte Verlagerung der Garderobe in den Keller passee, gewährleistet ist nach den neuen Plänen jedoch der dringend gewünschte direkte, überdachte Weg aus dem Haus des Gastes auf die 50 Zentimeter hohe Außenbühne (die Siegener Zeitung berichtete). Der Preis dafür: Weder an den Lampen, noch an den Decken im Haus des Gastes wird sich nun etwas ändern. Nach den Angaben von Heinrich Loske verschoben sich die Kosten folgendermaßen: Außenbühne und Künstlergarderobe wurden billiger, für den Servicebereich und die technische Ausstattung des Gebäudes erhöhten sich die Kosten.

Eine weitere Änderung: Es werden nicht alle Maßnahmen – wie zunächst geplant – in diesem Jahr angepackt, nur die Außenbühne steht für 2001 auf der Agenda, die übrigen drei sollen nach der Vorstellung des Beigeordneten im kommenden Frühjahr angegangen werden. Obwohl im Gremium viel Zustimmung zu hören war, brachte der Ausschussvorsitzende Jürgen Borchert doch ein allgemeines Gefühl deutlich auf den Punkt: »Wir dachten, wir kriegen für 1 Mill. DM eine Goldrandlösung, aber das ist eine Sparlösung.«

Eine Kompromisslösung mit der Quasi-Hausherr Dieter Lütke nach eigenem Bekunden aber leben kann. Wobei er nicht versäumte, auf weitere Missstände im Haus des Gastes hinzuweisen. Es gebe einen Reparaturstau von zehn Jahren: »Da wackelt jeder Stuhl.« Und besonders die bestehende Bühne mit ihren einzelnen Versatzstücken sei nicht im besten Zustand, Heinrich Loske hielt sie geradezu für »mordsgefährlich«. Und so schwebt über der geplanten Modernisierung ein Wort, dass Egon Cosanne für die Haustechnik sagte: »Wir arbeiten dran, dass man damit leben kann – bis die Mittel für eine nötige komplette Sanierung da sind.« Am Ende wurden die Planungen mit der Maßgabe, die Außenbühne auch für Behindert nutzbar zu machen, bei einer Gegenstimme aus der CDU und einer Enthaltung aus der SPD angenommen.

Einstimmig brachte hingegen der Bauausschuss die Verschönerung des Feudinger Ortseinganges an der Stelle des ehemaligen Bahnhofs auf den Weg. In der Beschlussvorlage beliefen sich die Kosten dafür noch auf 175000 bis 230000 DM. Durch einige Einschränkungen wurde diese auf 150000 DM zurückgestutzt, denn gerade soviel hatten die Laaspher aus Landesmitteln für die Verschönerung bereitgestellt. Angelehnt an die bestehende Gestaltung des benachbarten Landhotel-Parkplatzes wird hier mit viel Grün – Hecken und Bäumen – gearbeitet. Außerdem werden zwei Wohnmobil-Stellplätze geschaffen, Sitzgarnituren aufgestellt und eine Infotafel installiert, die den Gästen des Oberen Lahntals den rechten Weg weist. Die Zustimmung war absolut. In der Hoffnung, dass das Ganze bis Dezember stehe, so das Feudinger Ausschussmitglied Heinrich Benfer.

JG

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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