Veranlagungs-Differenz ärgert Bergstraßen-Anlieger

Gegen die technischen Pläne gab es keinen Widerspruch, gegen die unterschiedliche Veranlagung der Laaspher Bergstraßen-Anlieger schon. Foto: jg
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jg Bad Laasphe. Am Mittwochabend präsentierte Planer Elmar Beyer dem Laaspher Bauausschuss seine Vorstellung für die Ausbauplanung der Bergstraße. Diese sollte eigentlich längst ausgebaut sein, so der Beigeordnete Dieter Kasper, aber aus finanziellen Grüdnen habe man das auf 2010 verschieben müssen. Nun werde die Maßnahme in diesem Jahr und in 2011 durchgeführt. Das mag manchen wundern. Da die Bergstraße größtenteils eine Anliegerstraße ist, kennt der normale Laaspher Autofahrer sehr wahrscheinlich nur das winzige Stückchen, das man sieht, wenn man auf die Steinackerstraße zum Städtischen Gymnasium oder zur Bosch-Brauerei fährt. Dennoch ist die Bergstraße sage und schreibe 600 Meter lang und läuft quasi parallel zur Wasserstraße in Richtung Sassenhausen. Wobei die Wasserstraße schnurstracks ist und die Bergstraße nicht nur eng, sondern auch noch winkelig und in sich verspringend.

Drei unterschiedliche Querschnitte hatte Elmar Beyer zu präsentieren. Von der Steinackerstraße soll die Straße auf vier Meter Fahrbahnbreite ausgebaut werden, was problemlos für den Begegnungsverkehr von Autos ausreiche. Danach weite sich die Straßenbreite schon jetzt auf und es folge ein längeres gerades Stück, hier solle die Fahrbahnbreite künftig 4,50 Meter betragen, was auch Begegnungsverkehr mit Lkw erlaube. Hinter der Brücke beginne dann ein Stück, das 3,75 Meter breit ausgebaut werden solle. An dessen Ende solle eine Wendeanlage entstehen, wofür man nur ein wenig Grund erwerben müsse. Lediglich im vorderen Bereich der der Maßnahme sei „massiver Grunderwerb“ nötig. Für die Straße ist ein frostsicherer, 60 Zentimeter starker Aufbau vorgesehen: vier Zentimeter Asphaltdecke, zehn Zentimeter Asphalt-Tragschicht und 46 Zentimeter Frostschutz. Zur Einteilung: Das letztgenannte, schmalere Ausbaustück ist der 230 Meter lange erste Bauabschnitt, die 4 oder 4,50 Meter breite Ausbaustrecke ist 370 Meter lang und der 2011 folgende zweite Bauabschnitt.

Im Bauausschuss saßen einige Anlieger, die der Sache ohne Murren interessiert zuhörten, auch im Gremium selbst gab es keine größere Kritik. Das änderte sich jedoch bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend. Denn hier wurde auch über Kosten gesprochen – und noch schlimmer: über die Anliegerbeteiligung an den Kosten. Dabei werden nämlich die beiden Bauabschnitte von der Stadt Bad Laasphe unterschiedlich eingeschätzt. Im Rathaus sieht man den ersten Abschnitt als erstmalige Herstellung der Straße an, da müssen sich die Anlieger mit 90 Prozent an den Kosten beteiligen. Währenddessen wird der zweite Bauabschnitt als eine Ausbauarbeit in einer längst hergestellten Straße gesehen. Die Anlieger hier müssen sich demnach nur mit 50 Prozent an den entstehenden Kosten beteiligen. Die Anwohner der diesjährigen Baustelle sehen sich deshalb benachteilgt, sie pochten bei der Bürgerversammlung auf eine Gleichbehandlung. Dennoch blieb die Stadtverwaltung bei ihrer Sicht der Dinge. Die Anwohner könnten sich wehren, wenn ihnen die Veranlagung übermittelt worden sei, wobei es schon ähnliche Fälle in Laasphe gegeben habe, so der Beigeordnete Dieter Kasper, der gestern weiter davon ausging, dass man den Auftrag für den ersten Bauabschnitt im Juni vergeben könne.

Wobei es noch ein zweites Problem gibt. Die Eigentümerin des Bodens, den die Stadt Bad Laasphe für die Anlage der Wendemöglichkeit am Sackgassen-Ende der Bergstraße brauche, habe bei der Versammlung signalisiert, dass sie nicht verkaufen werde. Hier müsse man nun andere Möglichkeiten prüfen, denn bei dieser schmalen Breite der Straße sei eine Wendemöglichkeit am Ende nötig. Ansonsten wurden die technischen Details der Bauplanung, laut Dieter Kasper, zustimmend zur Kenntnis genommen. Insgesamt dauerte die Veranstaltung über zwei Stunden.

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