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Perspektiven für Landhotel
Verhandlungen mit Pächter vor dem Abschluss

Der Insolvenzverwalter steht mitten in Verhandlungen mit einem Pächter für das Landhotel Doerr in Feudingen. Die Situation gibt Anlass zur Hoffnung, dass das Haus weitergeführt werden kann.
  • Der Insolvenzverwalter steht mitten in Verhandlungen mit einem Pächter für das Landhotel Doerr in Feudingen. Die Situation gibt Anlass zur Hoffnung, dass das Haus weitergeführt werden kann.
  • Foto: Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Völkel

vö Feudingen. Insolvenzverwalter Prof. Dr. Volker Römermann ist zuversichtlich, dass das traditionsreiche Landhotel Doerr in Feudingen noch im Herbst wieder in ruhigere Fahrwasser fährt: „Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir in Kürze zu einem Abschluss kommen“, sagte der Jurist am Mittwoch im SZ-Gespräch. Es laufe auf eine Verpachtung des Hotels hinaus, die allerdings noch nicht unterschrieben sei: „Aber wir sind weit.“ Ein Verkauf des Hauses komme dagegen nicht in Betracht. Es gehe jetzt nur noch um Details, die allerdings nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Wenn es etwas zu verkünden gebe, werde man das natürlich tun.

Feudingen. Insolvenzverwalter Prof. Dr. Volker Römermann ist zuversichtlich, dass das traditionsreiche Landhotel Doerr in Feudingen noch im Herbst wieder in ruhigere Fahrwasser fährt: „Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir in Kürze zu einem Abschluss kommen“, sagte der Jurist am Mittwoch im SZ-Gespräch. Es laufe auf eine Verpachtung des Hotels hinaus, die allerdings noch nicht unterschrieben sei: „Aber wir sind weit.“ Ein Verkauf des Hauses komme dagegen nicht in Betracht. Es gehe jetzt nur noch um Details, die allerdings nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Wenn es etwas zu verkünden gebe, werde man das natürlich tun. Zumindest zwischen den Zeilen ist das Anforderungsprofil an einen künftigen Betreiber herauszulesen: Das Hotel im oberen Lahntal sei an vielen Stellen sehr gut aufgestellt, verfüge beispielsweise über einen exzellenten Wellness-Bereich und viele anspruchsvolle Zimmer – allerdings müsse hier und da auch investiert werden.

Hotel ist gut aufgestellt

Für den Insolvenzverwalter, der vor einigen Monaten mit der festen Zielsetzung eingestiegen war, „das Unternehmen zu sanieren und für die Zukunft aufzustellen“, steht an erster Stelle, dass die Mitarbeiter mit einer guten Perspektive planen können. „Es geht um Arbeitsplätze und es geht um Existenzen.“ 35 Beschäftigte seien trotz schwieriger Monate weiterhin an Bord, darunter drei Auszubildende. „Und wir konnten sogar Kollegen begrüßen, die zurückgekehrt sind. Das ist alles andere als selbstverständlich.“ Das spreche dafür, dass es mit großer Überzeugungskraft gelungen sei, Vertrauen zu gewinnen. Es sei viel gesprochen worden, niemand habe den Kopf in den Sand gesteckt.

Schieflage der Corona-Pandemie geschuldet

Dass das Hotel mit den damaligen Pächtern überhaupt in Schieflage geraten sei, sei zu einem gewissen Teil natürlich auch der Corona-Pandemie geschuldet. „Von einem Tag auf den anderen brechen die Gäste weg – und damit verliert man die Geschäftsgrundlage.“ Urlaub in Deutschland sei über Monate verboten gewesen, so Volker Römermann, und auch die Business-Gäste seien nicht in dem Umfang gekommen, wie man das aus den Vorjahren gewohnt gewesen sei: „Wenn verstärkt im Homeoffice gearbeitet wird, fehlen diese Übernachtungen natürlich. Es stellt sich dann zwangsläufig die Frage, mit wie vielen Business-Gästen man überhaupt planen kann.“ Hinzu komme, dass viele Veranstaltungen, darunter Hochzeiten, Betriebsfeiern, von einem Tag auf den anderen storniert worden seien. Und das nicht nur im vergangenen Jahr, sondern auch für das Jahr 2021. Auch jetzt noch sei die Buchungssituation vor dem Hintergrund der Pandemie extrem schwierig: Urlaube würden viel kurzfristiger geplant und Gäste verlangten nach Stornierungsmöglichkeiten – „natürlich zurecht“, wie Volker Römermann feststellt.

Eigentümerfamilie packt mit an

Dennoch habe er vor Monaten die Herausforderung in Feudingen angepackt – mit der Rückendeckung der Belegschaft: „Sie haben mir das Vertrauen ausgesprochen.“ Interessenten habe es von Beginn an gegeben, aber das gesamte Paket müsse natürlich passen. Er sei sehr dankbar dafür, so der Jurist, dass die Eigentümer-Familie Doerr in dieser Übergangsphase sehr tatkräftig mit anpacke und nach Lösungen schaue. Das Risiko der Pandemie sei ohnehin nur auf mehrere Schultern zu verteilen. „Das ist ein toller Beitrag.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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