Seniorenfeiern im Haus des Gastes
Verweilen statt eilen in der Weihnachtszeit

Die Kinder des AWo-Familienzentrums „Auf der Pfingstweide“ unterhielten die Senioren mit einigen Liedbeiträgen und passenden Choreografien.
  • Die Kinder des AWo-Familienzentrums „Auf der Pfingstweide“ unterhielten die Senioren mit einigen Liedbeiträgen und passenden Choreografien.
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sz Bad Laasphe. Streng genommen hatte die Adventszeit noch gar nicht begonnen. Bei den Seniorenfeiern für die Bad Laaspher Kernstadt und die Ortschaft Niederlaasphe am vergangenen Dienstag und Mittwoch im Haus des Gastes kam die erste weihnachtliche Vorfreude trotzdem schon auf. Kein Wunder, hatte das Organisationsteam um Maike Thielmann von der städtischen Senioren-Service-Stelle die Nachmittage doch unter das Motto „Besinnlich und heiter in den Advent“ gestellt. Und so erwartete die insgesamt rund 300 Gäste an beiden Tagen eine festlich dekorierte Kaffeetafel mit goldfarbenen Tischdecken, leuchtenden Teelichtern und Tannengrün, das perfekt zum geschmückten Christbaum auf der Bühne passte.

Gerade in der Weihnachtszeit herrsche häufig überall Trubel, erklärte Maike Thielmann: „Doch wozu denn hetzen, eilen? Viel schöner ist es zu verweilen. Und vor allem dran zu denken, sich ein Päckchen Zeit zu schenken.“ Sie freue sich, dass sich die Anwesenden dieses Päckchen Zeit mit dem Besuch der Seniorenfeiern gemeinsam schenken wollten, so Maike Thielmann, die gleich zu Beginn auch einen großen Dank an alle Helferinnen und Helfer schickte: „Sie unterstützen mich jedes Jahr vor und während der Feiern und tragen dazu bei, einen schönen Nachmittag zu gestalten.“

Bei der Seniorenfeier für den Bereich Kernstadt Ost und den Ortsteil Niederlaasphe am Mittwoch begrüßte auch Waltraud Schäfer die Gäste. Sie freue sich sehr, dass sie auch diesmal wieder Mitbürgerinnen und Mitbürger sehe, die zum ersten Mal dabei seien, sagte die Niederlaaspher Ortsvorsteherin. „Uns ist es wichtig, Ihnen ein wenig Vorfreude auf Advent und Weihnachten mit einem gemütlichen Kaffeetrinken und einem abwechslungsreichen Programm zu vermitteln und uns damit auch für Ihren großen Einsatz in unserer Stadt und in unserem Dorf Niederlaasphe herzlich zu bedanken.“ Nach der Begrüßung eroberten die Kinder des AWo Familienzentrums „Auf der Pfingstweide“ (Dienstag) bzw. der Städtischen Grundschule Teilstandort Niederlaasphe und der AWo-Kita Niederlaasphe (Mittwoch) die Bühne. Sie erfreuten die Seniorinnen und Senioren mit einigen weihnachtlichen Liedbeiträgen und erhielten dafür nicht nur Applaus, sondern auch kleine Präsente vom Weihnachtsengel.

Kinder waren auch Thema im Grußwort von Dr. Torsten Spillmann. „Aber bei mir geht es nicht um so tolle, liebe Kinder wie unsere Kindergarten- und Grundschulkinder hier, sondern die schlimmsten Kinder aller Zeiten“, erklärte der Bürgermeister und las Auszüge aus dem Kinderbuchklassiker „Hilfe, die Herdmanns kommen“ von Barbara Robinson vor. Dieser erzählt die Geschichte der Geschwister Herdmann, die ihrer Umgebung vordergründig durch ungezogenes Benehmen auffallen und deshalb alle in Angst und Schrecken versetzen, als sie plötzlich sämtliche Hauptrollen im alljährlichen Krippenspiel ergattern. Natürlich erwartet jeder die schlimmste Aufführung aller Zeiten, doch es kommt anders. Durch die Herdmanns bekommt die Darbietung eine ganz eigene, persönliche Note, die allen noch lange im Gedächtnis bleibt und neue Blickwinkel eröffnet. „Das Anderssein ist hier eine echte Chance. Die verschiedenen Charaktere werden von der Gemeinschaft aufgenommen und integriert. Gemeinschaft bestärkt uns und schweißt zusammen“, sagte Dr. Torsten Spillmann.

Auch Pfarrer Dieter Kuhli war der Einladung ins Haus des Gastes gefolgt. Er bereicherte die Nachmittage mit einer Andacht, ehe sich die Tische schließlich mit reich bestückten Kuchentellern und belegten Broten füllten, die sich die Seniorinnen und Senioren gern schmecken ließen. Das weitere Rahmenprogramm gestalteten die Jazztanzgruppe Feudingen, die Mundharmonikafreunde Biedenkopf (Dienstag) bzw. der Frauenchor Niederlaasphe (Mittwoch) und Anneliese Müller, die ein „Potpourri vom Tannenbaum“ darbot. Zudem stimmten die Gäste gemeinsam das ein oder andere Weihnachtslied an.

Die Seniorenfeiern der Stadt haben in Bad Laasphe bereits eine lange Tradition. „Uns ist es wichtig, dieses Angebot aufrechtzuerhalten, um den Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit zu geben, den Zusammenhalt und die sozialen Kontakte auch im Alter zu stärken und fortzuführen“, erklärte Maike Thielmann.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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