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Wittgenstein New Energy
Vorbereitungen für die Windkraftanlage „Nr. 12“

Das Gelände in der Gemarkung Banfe ist soweit modelliert, dass eine weitere Windkraftanlage den bestehenden Park ergänzen kann. Foto: Holger Weber
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howe Banfe. Über die herrlichen Ostertage nutzten etliche Wanderer und Radfahrer die Gelegenheit, die unberührte Wittgensteiner Natur zu erleben. Unberührt? Das kann man derzeit sicher für die Flur 16 in der Gemarkung Banfe nicht behaupten. Dort entsteht nach erteilter Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eine weitere Windkraftanlage der Wittgenstein New Energy-Gruppe. Bauherr ist die unter Geschäftsführung von Karl Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein stehende Tochter, die Bluehouse Energy GmbH & Co. KG. Die künftige Anlage Nr. 12 fügt sich als Lückenfüller sozusagen nahtlos in den bestehenden Windpark des Unternehmens ein. Aktuell produzieren zehn Windkraftanlagen Strom in der Region, der im hessischen Wiesenbach avisierte Standort Nr.

howe Banfe. Über die herrlichen Ostertage nutzten etliche Wanderer und Radfahrer die Gelegenheit, die unberührte Wittgensteiner Natur zu erleben. Unberührt? Das kann man derzeit sicher für die Flur 16 in der Gemarkung Banfe nicht behaupten. Dort entsteht nach erteilter Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eine weitere Windkraftanlage der Wittgenstein New Energy-Gruppe. Bauherr ist die unter Geschäftsführung von Karl Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein stehende Tochter, die Bluehouse Energy GmbH & Co. KG. Die künftige Anlage Nr. 12 fügt sich als Lückenfüller sozusagen nahtlos in den bestehenden Windpark des Unternehmens ein. Aktuell produzieren zehn Windkraftanlagen Strom in der Region, der im hessischen Wiesenbach avisierte Standort Nr. 11 steht noch in der Warteschleife. Die neue Anlage ist die gleiche wie die der Standorte 9 und 10 ganz oben auf dem Armen Mann: 137 Meter Nabenhöhe bei einer Leistung von 3,3 Megawatt. „Wir rechnen damit, dass die Anlage, wenn sie dreht, 4000 Haushalte mit Strom versorgt“, erläutert Prinz Karl auf SZ-Anfrage.

Das Gelände selbst ist zurzeit modelliert und aufgeweitet, um den Schwertransporten den Zugang zum Standort ermöglichen zu können. „Das geschieht in extrem enger Abstimmung mit den Behörden und unter ganz starken Auflagen“, so Prinz Karl. Das Gelände werde nach Aufbau des Windrades – wie mit der Unteren Landschaftsbehörde abgestimmt – renaturiert. Was bleibe, sei die Kranstellfläche, ansonsten werde das Gelände wieder hergestellt. Bei einer Renaturierung, erklärte Prinz Karl, sei eine ökologische Baubegleitung üblich. Im Übrigen sei am Standort – wie leider fast überall in den Fichtenwäldern – einzig Käferholz gerodet worden.

Derweil ist die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für Windkraftanlagen in Bad Laasphe selbst nach einigen Jahren immer noch nicht abzusehen. Wie die Siegener Zeitung zuletzt erfuhr, sollten eigentlich das gesamträumliche Planungskonzept überarbeitet und die darauf aufbauende Anpassung der Begründung zum Flächennutzungsplan sowie die Abwägungstabellen Ende Januar 2020 fertiggestellt werden. Im Anschluss hätte die Offenlage erfolgen sollen. „Dieser Zeitplan musste leider angepasst werden“, hieß es jetzt aus dem Bad Laaspher Rathaus. Unter anderem sei das geforderte Gutachten nach der TA (Technischen Anleitung) Lärm zu einer Referenz-Windenergie-Anlage erst am 19. Februar durch den Sachverständigen vorgelegt worden, sodass die notwendigen Angaben noch nicht in das gesamträumliche Planungskonzept eingearbeitet werden konnten.

Bestätigt worden sei vom Büro Zimmermann sowie den CBH-Anwälten, dass die Ausarbeitungen zwar weit fortgeschritten seien, aber – unter anderem auch aufgrund der bereits dargelegten Gründe – noch nicht weit genug, dass in der jüngsten Sitzung des Bau-, Denkmal- und Umweltausschusses am 26. Februar eine möglichst rechtssichere Beschlussfassung erfolgen konnte. „Vor dem Hintergrund einer möglichen Änderung des Baugesetzbuches (geplanter § 35A) ist aber der Offenlagebeschluss verbindlich für die Sitzung im Juni terminiert.“ Nach den neuen Entwicklungen in der Corona-Krise dürfte die Durchführung dieser Sitzung aber mehr als fraglich sein.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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