Warum der Nylonstrumpf für das Eierfärben nötig ist

Banfer Heimatmuseum zeigte, wie Ostern früher einmal war

AK Banfe. Im Heimatmuseum Banfetal war an Karfreitag zu sehen, wie die Menschen früher Ostern feierten. Parallel zur derzeit laufenden Ausstellung über Einkaufen im vergangenen Jahrhundert (die Siegener Zeitung berichtete), zeigten die Organisatoren, wie die Menschen ohne bunte Farben aus dem Supermarkt Ostereier färbten. Wolfgang Zoche übernahm in der historischen Küche des Heimatmuseums die Rolle des Osterhasen. Genau wie damals kochte er braune Eier mit Zwiebelschalen, um orangefarbene zu erhalten – und weiße mit Spinat für grüne Ostereier.

Speck für den letzten Schliff

Eine besonders schöne Technik ist es, auf die Eier kleine Blätter und Blüten zu legen, das Ganze in ein Stück Nylonstrumpf einzuwickeln und dann zu kochen. Die vorher bedeckte Fläche bleibt weiß und man erhält abwechslungsreich gestaltete Ostereier. Für den letzten Schliff werden diese dann mit Speck eingerieben, um ihnen Glanz zu verleihen. Sauerampfer, Löwenzahn und Brennnesseln dienten den Menschen aber nicht nur zur Verzierung der Ostereier, sondern auch als erstes Gemüse, verriet Wolfgang Zoche. Nach der langen Winterzeit stellten die ersten Kräuter eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan dar.

Kinder freuten sich über Eierbahn

Die frisch gefärbten Ostereier kamen im Banfer Heimatmuseum aber gleich zu ihrem nächsten Einsatz. Für die Kinder unter den Besuchern war im Garten eine Eierbahn aufgebaut. Früher gestalteten die Menschen zu Ostern auf abschüssigen Wiesen Tunnel aus Moos, durch die sie die Eier um die Wette kullern ließen. Auch, wenn diese Tradition, wie das Eierwerfen, heute fast vergessen ist, fanden die kleinen Besucher im Heimatmuseum durchaus Gefallen daran. Das Museum selbst war ebenfalls österlich geschmückt. In der Wohnstube prangte ein Strauß aus Zweigen, der mit filigran bemalten Eiern behangen war. Außerdem waren alte Backformen zu bestaunen, die in Form von Osterlamm und -hase sicherlich schon bei Generationen von Kindern für Freude gesorgt haben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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