Was lange währte,...

Auch auf den Schultern seiner Schützenkameraden konnte es Helmut Schlabach immer noch nicht fassen, dass er der neue Oberndorfer Schützenkönig war.  Foto: db
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db Oberndorf. Was lange währt, wird endlich gut. So auch am Freitagabend in Oberndorf. Lange hatte er sich gewehrt, der hölzerne Vogel. Doch nach dem 568. Schuss stellte er seine Gegenwehr ein. Und als der Aar endlich gen Boden fiel, da streckten die Oberndorfer Schützen die Hände in den Himmel. Helmut Schlabach war es, der in der Schießanlage „Unterm Stein“ den Goldenen Schuss abgab. Zum ersten Mal in seiner Schützenkarriere. Zwar habe er es schon öfter versucht, aber jetzt sei es im endlich mal gelungen.

Und das wurde auch höchste Zeit, fand zumindest Thomas Roth als Vorsitzender des Schützenkreises, der dem neuen König anerkennend auf die Schulter klopfte. Helmut Schlabach selbst musste sich erst einmal sammeln und nahm am Rande des Ortes, an dem er zuvor seinen Traum verwirklicht hatte, eine Pause, um zu verschnaufen. Sichtlich erschöpft und viele Hände schüttelnd, wurde ihm wohl langsam bewusst, dass er es tatsächlich geschafft hatte. Zur Mitregentin erkor er sich der 49-jährige Schießleiter der Oberndorfer Sabine Schneider, für die es auch das erste Mal in Amt und Würden ist. Vor seinem Triumph hatte sich der neue König zunächst gegen fünf, dann gegen vier und schließlich gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt. Ans Vogelschießen des Oberndorfer Schützenvereins angeschlossen war das Dorffest, bei dem erstmals Ralf „Düsi“ Düsterhus für Musik sorgte. Bevor auf den Vogel angelegt wurde, stand das Preisschießen auf dem Programm. Hier sicherte sich Julian Göbel die Krone, Volker Haßler das Zepter und Ralf-Bodo Horn den Reichsapfel. Der Schnappritter ging an Carsten Schlabach. Die linke und rechte Flügel des Vogels fielen zuvor Edgar Rothenpieler und dem Vereins-Vorsitzenden Ralf Mengel zum Opfer.

Auch die Jugend suchte einen neuen Regenten und fand ihn in Janik-Dario Haßler. Die Krone fiel hier, nachdem Alexander Kraus angelegt hatte. Das Zepter holte sich David Haßler und den Reichsapfel Daniel Rothenpieler. Am Samstag wurden die Feierlichkeiten mit einem Festzug durch den Ort fortgesetzt. Danach wurde Helmut Schlabach offiziell zum neuen Oberndorfer König gekrönt. Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Brixentaler, die musikalisch wieder für Stimmung sorgten. Sie waren es auch, die gestern zum Frühschoppen die Musik lieferten. Nachmittags übernahm die Band „Blackboard Erazers“, mit denen das Oberndorfer Schützenfest für dieses Jahr zu Ende ging.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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