Was zum Schmökern

Die Niederlaaspher stellen das Buch zum Dorf-Jubiläum im kommenden Jahr vor

awe Niederlaasphe. Ein Schmöker soll es sein, das Dorfbuch der Niederlaaspher. Lust aufs Lesen machte jetzt der Arbeitskreis, der seit vier Jahren daran arbeitet, aus der Idee die erste Auflage zu machen. Die wird es pünktlich mit 600 Stück zum Dorfjubiläum geben, das im kommenden Jahr gefeiert wird: Dann nämlich ist es 700 Jahre her, dass Niederlaasphe Wittgensteiner Besitz wurde und die entsprechende Urkunde ist das älteste Schriftstück, in dem der Ort erwähnt wird. Ab jetzt kann man allerdings schon das Dorfbuch Niederlaasphe zum Vorverkaufspreis bestellen und für alle Neugierigen verrieten Volker Schäfer, Christoph Limper, Hans-Dieter Koenemann, Hans-Georg Feuring, Hans-Armin Kohlberger, Bernd Riedesel, Monika Hoffmann, Manfred Schäfer und Wolfgang Thiel ein wenig von dem, was es in dem 340-Seiten starken Buch zu entdecken gibt.

Zum 18. Mal traf sich ihre Arbeitsgemeinschaft Dorfbuch, zu der auch Waltraud Schäfer und Ernst Imhof gehören. Je näher das Druck- und Jubiläums-Datum rücke, um so mehr sei abzustimmen, erklärte Volker Schäfer. Einen Themenkatalog hatten die Niederlaaspher Chronisten recht schnell gefunden: Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, Hausgeschichten und Anekdoten sollten drin stehen in ihrem Buch. »Alles was auch für die Nachwelt noch interessant ist«, fasst Volker Schäfer zusammen. Dabei wollte man nicht noch einmal das aufgreifen, was Hermann Pfeil schon im Jahr 1978 in seinem Buch über Niederlaasphe im Wandel der Zeit dokumentiert hat.

Man habe Geschichten aus dem Verborgenen geholt, erklären die Autoren. Zu diesen zählen übrigens nicht nur die Teilnehmer des Arbeitskreises, Beiträge steuerten auch andere bei. Rund 100 Artikel wird es im Dorfbuch zu lesen geben, die von genauso vielen Abbildungen ergänzt werden. Hinzu kommen die Bilder der 106 älteren Niederlaaspher Häuser, die Wolfgang Thiel erstellt hat. Es sind die Häuser, die schon vor 1945 im Ort standen. Damals habe es noch gar keine Straßennamen gegeben, erläutert Manfred Schäfer, die Häuser wurden schlicht durchnummeriert. Im Dorfbuch gibt es beides: neuzeitliche Adressangaben, alte Nummern und zusätzlich die Hausnamen. Da das Buch im DIN-A4-Format erscheint, sind großformatige Abbildungen möglich. Gerade für Gruppenaufnahmen sei dies ein Vorteil, sagt Hans-Armin Kohlberger.

Von ihm wird es unter anderem einen Beitrag zur Kirche geben. Wie für jeden Ort, gilt auch für den ihren: Es gibt Geschichten, die es nur in Niederlaasphe gibt, finden die Herausgeber. So wird sich ein umfangreiches Kapitel mit der Amalienhütte befassen. Jeder Ortsverein wird sich im Buch vorstellen. Den Geschichten der Vertriebenen und Evakuierten widmen sich einige Beiträge.

Außerdem werden einzelne Lebensgeschichten vorgestellt. Über den ersten Träger der Rotkreuz-Armbinde, den aus Niederlaasphe stammenden Arzt Dr. Achenbach, wird berichtet. Und warum die Niederlaaspherin Michaela Bauer in Namibia fürs Fernsehen arbeitet, wird man erfahren.

Historische und aktuelle Themen greife man im Dorfbuch auf, erklärt Wolfgang Thiel. Ein Lesebuch werde es sein, wirbt Hans-Georg Feuring, keine wissenschaftlich Abhandlung. 150 Seiten sind jetzt schon druckreif. Wer sich sämtliche 340 Seiten im Vorverkauf für 29 Euro sichern möchte, kann das Buch beim Herausgeber, dem Verein für Kultur- und Heimatpflege Niederlaasphe bestellen. Ansprechpartner ist Manfred Schäfer, Langgasse 3, 57334 Bad Laasphe-Niederlaasphe, Z und Fax: (02752) 7824.

Das Buch zum Fest soll im Mai 2007 erscheinen, im direkten Verkauf wird es dann 32 Euro kosten. Im Grunde genommen, meint Hans-Armin Kohlberger, gebe es so viel zu berichten, dass ein Dorfbuch gar nicht ausreiche.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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