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Saisonvorbereitung im Freibad
Wenig Hände, ein langes Ende?

Volker Gerhardt (l.), Andrea Gerhardt (nicht im Bild) und Sohnemann Jakob (r.) begannen am Montagmorgen mit den Arbeiten im Hesselbacher Freibad. Im Zeichen von Corona haben sich die Verantwortlichen besondere Maßnahmen ausgedacht.
  • Volker Gerhardt (l.), Andrea Gerhardt (nicht im Bild) und Sohnemann Jakob (r.) begannen am Montagmorgen mit den Arbeiten im Hesselbacher Freibad. Im Zeichen von Corona haben sich die Verantwortlichen besondere Maßnahmen ausgedacht.
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howe Bad Laasphe. Die Situation war am Montagmorgen im Hesselbacher Freibad schon skurril. Da hätte man eigentlich denken können, die Mitglieder des Freibad-Fördervereins und die Hesselbacher Dorfgemeinschaft hätten den Grundsatz „Viele Hände, schnelles Ende“ nicht verinnerlicht. Aber denkste: Das war hundertprozentig so gewollt, dass sich nur Volker Gerhardt mit Frau Andrea und Sohnemann Jakob eingefunden hatten, um für die – hoffentlich – bevorstehende Freibad-Saison die komplette Anlage auf Vordermann zu bringen.

„Für gewöhnlich planen wir ja unseren Frühjahrsputz immer mit mindestens zehn Mann“, erläuterte Volker Gerhardt im über zwei Meter voneinander entfernten SZ-Gespräch. „Aber dieses Jahr ist ja alles anders.

howe Bad Laasphe. Die Situation war am Montagmorgen im Hesselbacher Freibad schon skurril. Da hätte man eigentlich denken können, die Mitglieder des Freibad-Fördervereins und die Hesselbacher Dorfgemeinschaft hätten den Grundsatz „Viele Hände, schnelles Ende“ nicht verinnerlicht. Aber denkste: Das war hundertprozentig so gewollt, dass sich nur Volker Gerhardt mit Frau Andrea und Sohnemann Jakob eingefunden hatten, um für die – hoffentlich – bevorstehende Freibad-Saison die komplette Anlage auf Vordermann zu bringen.

„Für gewöhnlich planen wir ja unseren Frühjahrsputz immer mit mindestens zehn Mann“, erläuterte Volker Gerhardt im über zwei Meter voneinander entfernten SZ-Gespräch. „Aber dieses Jahr ist ja alles anders.“ Man wolle versuchen, die aktuell schwierige Zeit bestmöglich zu meistern. Und darum habe der Verein einen Online-Aufruf gestartet. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr auch einen schönen Sommer bekommen und es besteht noch Hoffnung, dass wir vielleicht irgendwann unser Hesselbacher Freibad aufsuchen können.“

Genau deshalb kam den Hesselbachern die Idee, den Arbeitseinsatz diesmal eben nicht als Gemeinschaftsaktion durchzuführen, sondern in Etappen. Am Montagmorgen startete eine dreiköpfige Familie, anschließend putzten zwei Personen das Bad. Für diesen Dienstag sind wieder zwei Einsätze geplant: einer am Morgen mit einer Familie, der andere im Anschluss erneut mit zwei Personen. „Normalerweise ist uns ja die Gemeinschaft wichtig“, betonte Volker Gerhardt. Das sei auch Hauptanliegen der Freibadleute. Schließlich sitzt man nach vollbrachtem Vormittag gerne beim Mittagessen zusammen oder trinkt anschließend gemeinsam noch eine Flasche Bier. Das fällt wegen der aktuellen Corona-Krise jetzt alles weg. Und dennoch will man hier im Naturfreibad den Kopf nicht in den Sand stecken.

„Wenn wir jetzt vier Wochen lang jeden Abend mal zwei Stunden mit Familie oder zwei Personen im Bad arbeiten, bekommen wir es auch fertig“, war sich Volker Gerhardt sicher. Für die Hesselbacher ist die Freibadsaison in diesem Jahr besonders wichtig, denn die aus dem Vorjahr 2019, die konnte man getrost aus dem Kalender streichen. Das war leider nichts. Und so ruhen die Hoffnungen auf diesen Sommer, der die Bürger wieder an das beliebte Freibad heranführen soll.

Den Gau hat Volker Gerhardt natürlich auch vor Augen – wenn es womöglich dieses Jahr keine Freibad-Öffnung geben wird. Immerhin wären die Hesselbacher in der Lage, noch kurzfristig zu reagieren und im Juli noch mit dem Badebetrieb zu starten. „Wir haben keine personellen Verpflichtungen und keine Personalkosten“, so Volker Gerhardt.

In den kommenden Wochen haben die Freibad-Freunde eine Menge zu tun. Am Montag starteten die ersten beiden Trupps mit der Reinigung des Schwimmbeckens per Hochdruckreiniger. Das Pflaster wurde rundherum schon im Herbst aufgenommen, um die Leitung zu reparieren. Jetzt muss auch dieses wieder verlegt werden. Die Technik muss ebenso in Schuss gebracht werden wie die Außenanlage. Hierzu zählen die Grünfläche und die Gerätschaften. Aktuell haben die Hesselbacher den Spielplatz mit Flatterband gesperrt. Es sollen schließlich größere „Kinderansammlungen“ vermieden werden.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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