Wer nicht da war, hat etwas verpasst

Die Musikkapelle Salchendorf begeisterte mit Qualität und Bandbreite in Bad Laasphe

tk Bad Laasphe. Wer am Samstagabend nicht im Laaspher Haus des Gastes saß, hat etwas verpasst. Die Musikkapelle Salchendorf machte das zweite Schützenkonzert des Laaspher Schützenvereins zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wie schon im vergangenen Jahr hatten die 50 Musiker unter Leitung von Rüdiger Bröhl ein breit gefächertes Programm im Gepäck, das keine Wünsche offen ließ. Den Anfang machten die Siegerländer mit dem »Bayerischen Militärgebet« von Johann Kaspar Aiblinger. Diese Komposition wird in Bayern im Rahmen des Großen Zapfenstreichs anstelle des üblichen Chorals »Ich bete an die Macht der Liebe« gespielt. Somit war schon der Beginn des Konzerts bestens gelungen, als Volker Vitt ans Mikrofon trat.

Wie schon im vergangenen Jahr führte er durch die Veranstaltung und reicherte das musikalische Programm mit Anekdoten zu den einzelnen Darbietungen und den jeweiligen Komponisten an. Bis zur Pause folgten einige Perlen der Musikgeschichte, vornehmlich Märsche, Walzer und zwei Polkas. Darunter war auch der »Zweite Walzer« aus Dimitri Schostakowitschs »Suite für Variete-Orchester Nr. 1«. Dieser Walzer ist, wie Vitt erklärte, vor allem Kinofreunden bekannt, da Stanley Kubrick ihn als Leitmotiv seines letzten Films »Eyes Wide Shut« verwendete. Die Salchendorfer würdigten auch Johann Strauß (Sohn), indem sie die »Annen-Polka«, die »Tritsch-Tratsch-Polka« und als letztes Stück vor der Pause den Walzer »Wiener Blut« zum Besten gaben.

Mit »Washington Grays« leitete die Musikkapelle Salchendorf den zweiten Teil des Konzerts ein. Der Komponist und Militärmusiker Claudio Grafulla hatte diesen Marsch einem bekannten US-amerikanischen Regiment gewidmet, dessen Uniformen grau sind, daher der Titel, der ins Deutsche übersetzt »Washingtons Graue« heißt. Die zweite Konzerthälfte verhieß eine interessante Mischung energiegeladener Titel. Dem sinfonischen »New Age Rock« von Steve McMillan folgte die Polka »Launische Klarinetten« aus der Feder des tschechischen Komponisten Frantisek Manas. Dabei überzeugten vor allem die Solisten Regine Büdenbender und Steffen Heupel. Hans Hartwigs »Three Tweens«, ein Intermezzo für drei Trompeten, wurde von den Solisten Markus Büdenbender, Jan-Christoph Reusch und Torben Jüngst zelebriert.

An einem Mann kommt wohl kein Blasorchester vorbei: James Last. Die Musikkapelle Salchendorf präsentierte ein Medley der größten Hits des Weltstars in einem Arrangement von Steve McMillan.

Ein würdiger Schlusspunkt des Konzerts war John Miles’ Stück »Music«, jene zeitlos schöne Hymne auf die Musik. Das Publikum bat mit stehenden Ovationen um Zugabe – eine Bitte, der die Salchendorfer gerne nachkamen. Ernst Uebels »Jubelklänge« und der »Radetzkymarsch« von Johann Strauß (Vater) krönten einen überaus gelungenen Konzertabend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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