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Begrenzte Lagerkapazitäten
Wie Blutspenden während Corona funktioniert

84 Bürger kamen am Freitagabend zum Blutspendetermin in der Banfer Festhalle. Ein zehnköpfiges Helfer-Team sorgte für reibungslose Abläufe. Durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit ist es dem Roten Kreuz gelungen, das Aufkommen an Spenden zu stabilisieren.
  • 84 Bürger kamen am Freitagabend zum Blutspendetermin in der Banfer Festhalle. Ein zehnköpfiges Helfer-Team sorgte für reibungslose Abläufe. Durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit ist es dem Roten Kreuz gelungen, das Aufkommen an Spenden zu stabilisieren.
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  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

lh Banfe. „Fühlt ihr euch fit und gesund zum Spenden? Dann bitte einmal die Hände hier desinfizieren und nach hinten durchgehen“, leitet Patrick Freiwald, Blutspendebeauftragter des Ortsvereins Bad Laasphe im Deutschen Roten Kreuz (DRK), die insgesamt 84 Spender am Freitagabend routiniert durch die Banfer Festhalle. „Die meisten Spender haben ihre Stammorte, an denen sie regelmäßig Blut spenden gehen“, verrät Patrick Freiwald.
Insgesamt bietet der Ortsverein des DRK in der Lahnstadt über das gesamte Jahr zwölf Spendentermine an und wechselt dabei zwischen den Standorten Bad Laasphe, Banfe und Feudingen. Seit die Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr auch Deutschland erreichte, mussten die Blutspendedienste auf zahlreiche Veränderungen reagieren und die Abläufe an die Pandemie anpassen.

lh Banfe. „Fühlt ihr euch fit und gesund zum Spenden? Dann bitte einmal die Hände hier desinfizieren und nach hinten durchgehen“, leitet Patrick Freiwald, Blutspendebeauftragter des Ortsvereins Bad Laasphe im Deutschen Roten Kreuz (DRK), die insgesamt 84 Spender am Freitagabend routiniert durch die Banfer Festhalle. „Die meisten Spender haben ihre Stammorte, an denen sie regelmäßig Blut spenden gehen“, verrät Patrick Freiwald.
Insgesamt bietet der Ortsverein des DRK in der Lahnstadt über das gesamte Jahr zwölf Spendentermine an und wechselt dabei zwischen den Standorten Bad Laasphe, Banfe und Feudingen. Seit die Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr auch Deutschland erreichte, mussten die Blutspendedienste auf zahlreiche Veränderungen reagieren und die Abläufe an die Pandemie anpassen.
Während einige Bundesländer zuvor schon ein Online-Portal zur Terminvergabe eingerichtet hatten, um Warteschlangen zu vermeiden, etablierte sich das Konzept der Terminbuchung seit Corona in allen Regionen und sorgt für einen reibungslosen Ablauf an den Spendeorten. „Sonst kamen die Spender immer ganz am Anfang oder erst gegen Ende – dazwischen gab es kaum Betrieb“, erinnert sich Patrick Freiwald. Doch nicht nur die Terminvergabe hat sich massiv geändert: Auch die Zahl der Blutspender hat während der Pandemie enorme Entwicklungen erlebt. Im Frühling 2020 nahm die Zahl der Spender aus Angst vor dem Virus und einer möglichen Ansteckung so stark ab, dass die Blutspendedienste Alarm schlagen mussten und schon bald auf ihre Notreserven zurückgriffen, da zwischendurch nicht mehr genügend Blutkonserven vorrätig waren, um den Bedarf auf den Stationen zu decken.
Aus Gründen der Haltbarkeit und wegen begrenzter Lagerkapazitäten sind die Blutspendedienste auf einen regen Durchfluss angewiesen und benötigen ständig neue Konserven, um ihre Lager auffüllen zu können. Um Engpässe zu überbrücken und flexibel auf die Situation zu reagieren, boten die Dienste seinerzeit Sondertermine an und waren mit mobilen Blutspendebussen unterwegs, um den Mangel an Konserven wieder auszugleichen. Durch umfangreiche Aufklärungsarbeit konnten glücklicherweise wieder mehr Spender erreicht werden.

Spenden nach Corona-Impfung zügig wieder möglich

Grundsätzlich gilt: Weder der Spender, noch der Empfänger einer Blutkonserve können sich über das Blut mit Covid-19 infizieren. „Die Konserven werden vorher vollständig gereinigt und in ihre Bestandteile zerlegt, da nicht jeder Empfänger das ganze Blut braucht. Oft werden nur die Blutplättchen oder eine der beiden Blutkörperchen-Arten benötigt“, erklärt Patrick Freiwald. Was die Impfung betrifft, kann ein Geimpfter theoretisch, sofern es ihm gut geht und keine größeren Impfreaktionen auftreten, schon am nächsten Tag wieder zur Blutspende kommen.
Anders als sonst, gab es für alle Spender nach der Bluentnahme keinen Imbiss zur Stärkung, sondern abgepackte Lunch-Pakete, Getränke zum Mitnehmen und als kleines Präsent einen Thermobecher. Das DRK bedankte sich bei den rund zehn Helfern, die am Freitagabend in Banfe im Einsatz waren und sich um den Empfang, die Anmeldung und die Versorgung der Spender kümmerten.
Der nächste Termin zur Blutspende findet am Freitag, 18. Juni, in der Bad Laaspher Dreifachturnhalle statt. Spender werden auch dann wieder gebeten, sich auf der Internetseite des DRK für einen Termin anzumelden, um Warteschlangen zu vermeiden.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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