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Praxis im Werkraum
Wie Schule und Arbeitswelt verknüpft werden können

Schülerinnen aus der 8. Klasse beim Lackieren. Die Ausbilder aus Breidenstein sind begeistert von der Genauigkeit, mit der die Schülerinnen arbeiten.
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  • Schülerinnen aus der 8. Klasse beim Lackieren. Die Ausbilder aus Breidenstein sind begeistert von der Genauigkeit, mit der die Schülerinnen arbeiten.
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vc Bad Laasphe. Was kommt nach der Schule? Eine Ausbildung oder doch wieder das Bekannte wie eine weiterführende Schule? Als eine Folge der Corona-Pandemie entscheiden sich viele Schülerinnen und Schüler für den bekannten Weg.
Erste praktische Fähigkeiten
Das bestätigt auch Denis Ermert, der mit Kollegin Petra Schuppert die Berufsbildung für die Realschule Schloss Wittgenstein koordiniert. „Wir merken das ebenfalls. Ohne praktische Erfahrung und mit weniger Möglichkeiten in Berufspraktika in der Pandemie wählen weniger Schüler eine Ausbildung.“ Der Pädagoge bemühte sich daher um eine Kooperation mit der Weber Maschinenbau GmbH Breidenbach in Breidenstein, was Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse jetzt eine neue Erfahrung ermöglichte.

vc Bad Laasphe. Was kommt nach der Schule? Eine Ausbildung oder doch wieder das Bekannte wie eine weiterführende Schule? Als eine Folge der Corona-Pandemie entscheiden sich viele Schülerinnen und Schüler für den bekannten Weg.

Erste praktische Fähigkeiten

Das bestätigt auch Denis Ermert, der mit Kollegin Petra Schuppert die Berufsbildung für die Realschule Schloss Wittgenstein koordiniert. „Wir merken das ebenfalls. Ohne praktische Erfahrung und mit weniger Möglichkeiten in Berufspraktika in der Pandemie wählen weniger Schüler eine Ausbildung.“ Der Pädagoge bemühte sich daher um eine Kooperation mit der Weber Maschinenbau GmbH Breidenbach in Breidenstein, was Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse jetzt eine neue Erfahrung ermöglichte. Sie haben eine ganze Projektwoche mit dem  Unternehmen absolviert. 

Johannes Dickel und Christian Hartmann begleiten die Schülerinnen und Schüler. Sie vermitteln ihnen erste praktische Fähigkeiten. „Bei unserem Werkstück musste unter anderem Blech geschnitten, gemessen und gebogen werden. Gerade die Mädchen arbeiten hier sehr genau. Die Lackierung war auch dank der Farbspende eines Bad Laaspher Malerbetriebs möglich“, erläutert Christian Hartmann. Zusammen mit Johannes Dickel bringt der Mitarbeiter der Firma Weber den Jugendlichen erste handwerkliche Kniffe der Metallbearbeitung bei und hilft vor Ort, wenn es Probleme gibt.

Den Berufsalltagnäher bringen

Johannes Dickel: „Hier geht es auch um Genauigkeit. Die Schüler lernen die Maßeinheiten für den Maschinenbau kennen. Der Messschieber wird das erste Mal genutzt.“ Die Schülerinnen und Schüler lernen nach und nach, genau und selbständig zu arbeiten. „Sie tragen Verantwortung für ihr Werkstück. Teamplay ist aber auch wichtig“, betont Christian Hartmann. Sein Kollege Johannes Dickel hat ein praktisches Beispiel parat: „Wenn die Schüler für ihr Werkstück eine Blechwanne biegen müssen, geht das gar nicht alleine, da gleichzeitig gemessen werden muss.“

Johannes Dickel hilft einem Schüler bei der Fertigstellung des Werkstücks.
  • Johannes Dickel hilft einem Schüler bei der Fertigstellung des Werkstücks.
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Bemerkenswert: Gut die Hälfte der Arbeitsgruppe sind Schülerinnen, die bei der Herstellung ihres Werkstücks genauso gut vorankommen wie die Jungs der Klasse. „Das ist auch eines unserer Ziele – Mädchen für technische Berufe zu begeistern“, betont Denis Ermert. Schülerinnen und Schüler soll mit der praktischen Projektwoche in der Schule auch der Berufsalltag näher gebracht werden. „Aber hier sind die Schüler in ihrer Schule, haben einen gewohnten Ablauf mit Stunden und Pausen. Dennoch sammeln sie Erfahrung und haben erste Berührungspunkte mit der Praxis, um dann in der Klasse 9 ein Praktikum in einer Firma anzutreten“, betont Denis Ermert. 

Die Schule arbeitet mit heimischen Unternehmen zusammen

Die Kooperation der Realschule und der Firma Weber soll weiter gehen. So sind für die Klassen 9 Betriebspraktika und Schnupperpraktika angedacht. „Wir waren bereits schon einmal an der Schule und haben ein Bewerbertraining mit Vorstellungstraining und Einstellungstest mit den Schülern geübt“, sagt Christian Hartmann, der hofft, dass einige Schüler den Weg zu seinem Arbeitgeber finden. Das Werkstück mit einem Flaschenöffner, Kronkorken-Sammler und einer Aufhängerichtung haben die Schüler jetzt als Erinnerung an die Praxiswoche zu Hause liegen. Nun wissen die Schülerinnen und Schüler, dass sie selbst etwas produzieren können. „Es geht einfach darum, etwas selbst zu machen“, betont Dennis Ermert. 
   
Die Bad Laaspher Schule arbeitet mit heimischen Unternehmen zusammen. Dass die Berufswelt wie im Fall der Firma Weber auf den Schlossberg kommt, ist kein Einzelfall. „Der Truck der Metall- und Elektroindustrie kommt einmal im Jahr, um die Schüler zu informieren. Kürzlich war auch ein Malerbetrieb hier vor Ort“, berichtet Dennis Ermert.

Schülerinnen aus der 8. Klasse beim Lackieren. Die Ausbilder aus Breidenstein sind begeistert von der Genauigkeit, mit der die Schülerinnen arbeiten.
Johannes Dickel hilft einem Schüler bei der Fertigstellung des Werkstücks.
Autor:

Christian Völkel

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