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Realschule kooperiert mit Wagner-Sinto
Win-Win-Situation zum Berufseinstieg

Schulträger, Realschule Schloss Wittgenstein und Vertreter der Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH unterzeichneten am Freitag einen Kooperationsvertrag.
  • Schulträger, Realschule Schloss Wittgenstein und Vertreter der Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH unterzeichneten am Freitag einen Kooperationsvertrag.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

howe Bad Laasphe. In der Zeit von Lockdown und Corona-Krise mussten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter entlassen. Die Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH (HWS) aus Bad Laasphe meisterte die Situation mit Kurzarbeit, beschäftigte ihre Leute weiter. Inzwischen hat sich der Wind wieder gedreht. Es werden Arbeitskräfte gesucht – und auch das Thema Nachwuchsmangel ist wieder in aller Munde.

Da passt es gerade richtig, dass am Freitagmorgen HWS-Chef Andreas Klein und Hauptprokurist Matthias Hofius einen Kooperationsvertrag mit der Realschule Schloss Wittgenstein und deren Schulträger unterzeichneten. „Die Kooperation ist für beide Seiten profitabel und schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis“, formulierte Melanie Dietrich, Leiterin der Realschule.

howe Bad Laasphe. In der Zeit von Lockdown und Corona-Krise mussten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter entlassen. Die Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH (HWS) aus Bad Laasphe meisterte die Situation mit Kurzarbeit, beschäftigte ihre Leute weiter. Inzwischen hat sich der Wind wieder gedreht. Es werden Arbeitskräfte gesucht – und auch das Thema Nachwuchsmangel ist wieder in aller Munde.

Da passt es gerade richtig, dass am Freitagmorgen HWS-Chef Andreas Klein und Hauptprokurist Matthias Hofius einen Kooperationsvertrag mit der Realschule Schloss Wittgenstein und deren Schulträger unterzeichneten. „Die Kooperation ist für beide Seiten profitabel und schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis“, formulierte Melanie Dietrich, Leiterin der Realschule. „Die aktive Zukunftsgestaltung liegt mir sehr am Herzen.“

Man lernt voneinander

Wichtig sei, die Jugendlichen auf die Berufswahl vorzubereiten, indem diese schon früh Erfahrungen sammelten. „Für die Unternehmen wiederum eine Gelegenheit, Nachwuchs zu generieren.“ Nach 15 Monaten Pandemie schließe man einen Kooperationvertrag zwischen der Realschule und einem möglichen Arbeitgeber sowie beliebten Praktikumsgeber. Managing Director Andreas Klein fand es faszinierend, wie die Schüler beim Besuch des Technik-Trucks mitgemacht und eigenständig gearbeitet hätten. Auch die beiden HWS-Ausbildungsleiter Stephan Wagner und Carsten Naake erhielten Einblicke in die tägliche Arbeit in der Schule – von Technik-Lehrer Denis Ermert.

„Wir haben Dinge erfahren“, so Andreas Klein, „die wussten wir gar nicht.“ So würden im Technikunterricht Grundlagen gesetzt. Das sei qualitativ sehr gut und nicht mit seinem früheren Werkunterricht mit Holz zu vergleichen, wie der HWS-Chef verriet. Schülträgerin Gudrun Kämmerling freute sich generell über die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaftsunternehmen. Schließlich gebe es auf dem Markt „Hemmnisse“, wenn man nicht wisse, wie Schule funktioniere und anders herum, was ein Wirtschaftsunternehmen wünsche.

Nachwuchs selbst ausbilden

„Man muss mehr voneinander wissen“, so Gudrun Kämmerling. „Für die Firmen ist es enorm wichtig, Auszubildende zu bekommen. Deshalb ist uns daran gelegen, die jungen Leute möglichst früh an das Unternehmen zu binden.“ Dass an solche Entscheidungen auch Standort-Faktoren geknüpft sind, weiß Andreas Klein genau. Auch HWS habe das Problem der räumlichen Entfernung zu wichtigen Verkehrswegen. Man würde dem Nachwuchs Marburg oder Siegen schmackhaft machen, das reiche aber nicht. Auch Angebote vor Ort in gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht spielten bei der Arbeitsplatzwahl eine Rolle. Matthias Hofius brachte es so auf den Punkt: „Wer hier im Schützenverein ist und am eigenen Trecker herumschraubt, der bleibt hier. Das ist unsere Realität.“ Insofern müsse man versuchen, den Nachwuchs selbst auszubilden.

"Die Kooperation ist für beide Seiten profitabel und schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis."
Melanie Dietrich
Schulleiterin

Zwischen Realschule Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe und dem ortsansässigen Unternehmen Wagner Sinto ist eine Win-Win-Situation entstanden. „Wichtig ist, das unsere Schüler in Praktika hineinschnuppern können oder die Berufserkundungstage absolvieren dürfen“, so Melanie Dietrich.
Gudrun Kämmerling ergänzte, die Schulen hätten die Aufgabe, den Kindern Wissen zu vermitteln. Die Kooperationspartner würden nun dabei helfen, die Kinder, auf das weitere Leben vorzubereiten.

Business Englisch als Vorteil

„Sie helfen mit, Wissen zu vermitteln“, wandte sie sich an die HWS-Verantwortlichen. Das Unternehmen bietet eine breite Palette in der Ausbildung: von der Elektrotechnik über den Maschinenbau bis hin zur mechanischen Bearbeitung und Montage. „Das sind unsere Kernthemen“, betonte Andreas Klein.
HWS sei angelegt auf die Praxis-Orientierung. Im Übrigen kommt es HWS auch sehr entgegen, dass die Realschule ab kommendem Schuljahr „Business Englisch“ in der Klasse 10 anbietet. Zum Abschluss erhalten die Schüler dann sogar ein Zertifikat, mit dem sie sich bewerben können. „Im heutigen globalen Markt ist so etwas extrem wichtig“, konstatierte andreas Klein.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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