Windenergie-Vorrangzone: Verwaltung soll suchen

jg Bad Laasphe. Schon im Februar hatte die gleiche Windenergie-Vorrangflächen-Beschlusvorlage auf den Tischen im Bauausschuss gelegen, doch immer wieder war das gute Stück vertagt worden. Vorgestern Abend sollte nun endlich eine Entscheidung fallen. Zwischendurch hatte sich das Gremium bei einer Ortsbesichtigung in Hilchenbach in Sachen „Windenergiepark“ kundig gemacht und außerdem auch schon einmal von dem potentiellen Betreiber seine bis dato noch sehr frühen - und deshalb nicht sonderlich konkreten - Planungen erläutern lassen.

Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage von Anfang an vorgeschlagen, auf die Darstellung einer Vorrangfläche für Windenergieanlagen oberhalb des Forsthauses Ditzrod im Flächennutzungsplan der Stadt Bad Laasphe zu verzichten. Währenddessen hatte sich in den Sitzungen abgezeichnet, dass das potentielle Rote Tuch „Windräder“ heute viele Bauausschuss-Mitglieder überhaupt nicht mehr aggressiv macht. Auch in Banfe selbst rege sich kein Widerstand gegen solche Anlagen, wusste Ortsvorsteherin Elvi Hassler schon im vorhergehenden Bauausschuss zu berichten.

Der Banfer Maik Hobrath von der SPD meldete sich im Bauausschuss vorgestern als Erster zu Wort. Ihm schien die Ablehnung falsch, außerdem habe doch die Stadt in der Nähe des jetzt angedachten Gebiets selbst Flächen - und mit Windenergie könne man ja auch Geld verdienen, wie man bei der Ortsbesichtigung in Hilchenbach gehört habe. Erich Horchler sprach sich für die CDU ebenfalls dafür aus, nicht auf die Ausweisung einer Vorrangfläche zu verzichten. Ihm schien auch die angedachte Fläche in Ordnung.

Werner Dieckhoff als Leiter des Laaspher Bauverwaltungsamtes konnte zwar mit der Ablehnung der Verwaltungs-Vorlage leben, bat aber darum, dass der Auftrag, der der Verwaltung nun erteilt werde, ein wenig offener formuliert werde, etwa mit der Zielrichtung: Die Verwaltung soll auf dem Stadtgebiet nach geeigneten Flächen suchen. Auch weil das angepeilte Terrain oberhalb von Banfe schon mal als nicht geeignet aussortiert worden war. Eine weitere potentielle Fläche mit dem entsprechenden Windaufkommen findet sich in der Nähe von Bernshausen. Einstimmig sprach sich der Bauausschuss dafür aus, dass sich die Verwaltung auf die Suche macht und anschließend eine passende Vorrangzone vorschlägt.

Außerdem sollten auch noch der Fischelbacher Holzbach, die Oberndorfer Straße und der Hesselbacher Weg „Zum Ebsch“ in das Straßenausbauprogramm der Stadt eingearbeitet werden. Und zwar mit den Prioritäten, die in der vorhergehenden Bauausschuss-Sitzung beschlossen worden waren. Dennoch gab es keine neue Beschlussvorlage. Der Beigeordnete Dieter Kasper erläuterte, wenn man Fischelbach auf 2011 vorziehe, dann sei eine deutlich höhere Kreditaufnahme nötig, die man bei der aktuellen Laaspher Finanzsituation nicht genehmigt bekomme. Deshalb solle nach den Sommerferien das Straßenausbauprogramm und die Haushaltsplanungen für 2011 in Einklang gebracht werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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