„Wir haben einen pädagogischen Auftrag“

Laasphes Stadtjugendpfleger Hartmut Birkelbach übergab einen CD-Spieler an die Logo-Wettbewerb-Gewinnerin Eva Hoff. Schon jetzt schmückt das neue Logo hundert feuerrote Tassen im Haus der Jugend. Foto: jg
  • Laasphes Stadtjugendpfleger Hartmut Birkelbach übergab einen CD-Spieler an die Logo-Wettbewerb-Gewinnerin Eva Hoff. Schon jetzt schmückt das neue Logo hundert feuerrote Tassen im Haus der Jugend. Foto: jg
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jg Bad Laasphe. Schon einige Male hat die Siegener Zeitung über das Laaspher Haus der Jugend berichtet, in dem sich in den vergangenen Monaten Einiges getan hat. Mit stolz geschwellter Brust zeigte vorgestern Abend Jugendpfleger Hartmut Birkelbach bei einem Pressegespräch, dass die Einrichtung vor allem viel heller und freundlicher geworden ist. Das ist neben dem finanziellen Engagement der Stadt Bad Laasphe vor allem vielen abgeleisteten Sozialstunden und dem Freizeit-Einsatz einiger Haus-der-Jugend-Besucher zu danken. Mit jeder Menge weißer Farbe wurden zunächst einmal die Wände verarztet, dann kam Timo Schmidt.

Vor einem dreiviertel Jahr berichtete die SZ über den 18-jährigen Laaspher, der dem Haus der Jugend zwei große Graffiti entworfen hatte und diese auch an die Wände sprayen wollte. Das eine erwartet die Besucher vom Haus der Jugend jetzt gleich im Eingangsbereich. An den strahlend weißen Wänden daneben hängen Bilder, manche ganz im Stil von Kandinsky, andere mit einem eigenen, wahrhaftigen künstlerischen Anspruch. Hinzu kommen neue Möbel, die immer wieder kleine Rückzugs-Möglichkeiten schaffen. Im Disco-Raum gibt es neue technische Möglichkeiten und aus Feuerschutz-Gründen einen anderen Vorhang. Das Besucher-Klientel ist weiterhin sehr gemischt, mit ein paar Deutschen aus hier alteingesessenen Familien, vielen Russlanddeutschen, aber auch Türken und Kosovo-Albanern. In anderen Kommunen dürfen diese Gruppen einander kaum über den Weg laufen, im Laaspher Haus der Jugend verbringen sie sogar freiwillig Zeit miteinander.

Aber Hartmut Birkelbach hat einen Generationswechsel festgestellt: Es kämen jetzt ganz neu viele Jüngere, so zwischen zwölf und 14. Und deren Begleitung in der Entwicklung ist dem Sozialpädagogen, der mit Honorarkräften wie Elke Kuppermann zusammenarbeitet, ganz wichtig: „Wir haben einen pädagogischen Auftrag, was man bei McDonalds nicht hat.“ Heute sind es etwa 18 Jugendliche, die mehr oder minder im Haus der Jugend mitarbeiten. Das Angebot von der Disco über Projekttage bis hin zu Ausflugsfahrten ist vielfältig. Als neues Ziel hatte sich Hartmut Birkelbach gesetzt, vom Haus der Jugend aus, ein stärkeres Zeichen der Identifikation zu schaffen. Deshalb hatte er einen Logo-Wettbewerb ausgeschrieben, der dem Haus ein Symbol mit Wiedererkennungswert bescheren sollte. Zehn oder zwölf Leute hätten ihm Entwürfe abgegeben. Vorgestern wurde nun die Siegerin gekürt. Die 21-jährige Eva Hoff aus Niederlaasphe hatte mit ihrem HdJ-Schriftzug, durch den sich ein verbindendes Band zieht, den Ideen-Wettbewerb gewonnen.

Zweiter wurde der ebenfalls 21-jährige Kim Kuppermann aus Banfe, die Arbeitsgemeinschaft aus Laura Birkelbach und Jennifer Seipp wurde Dritter. Während es für die Platzierten Gutscheine gab, erhielt Eva Hoff einen CD-Player. Schon jetzt schmückt das neue Logo hundert feuerrote Tassen im Haus der Jugend, vielleicht drucke man das Logo auch noch auf T-Shirts, so Hartmut Birkelbach. Zu seinem Glück würde ihm jetzt nur noch eines fehlen, nämlich, dass die Toiletten-Anlage im Haus der Jugend saniert werde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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