„Wir wollen Praxis in der Politik sehen“

Der Kreistagskandidat der Grünen, Karl Ludwig Bade, sowie Anne Bade, Matthias Mellmann und Hans-Jürgen Zampich (v.l.) stellten ihr Programm für die bevorstehende Kommunalwahl vor.  Foto: fv
  • Der Kreistagskandidat der Grünen, Karl Ludwig Bade, sowie Anne Bade, Matthias Mellmann und Hans-Jürgen Zampich (v.l.) stellten ihr Programm für die bevorstehende Kommunalwahl vor. Foto: fv
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fv Feudingen. „Praktische Politik betreiben, und das bitte mit deutlich mehr Einbeziehung der örtlichen Bürger.“ So lautet ein wichtiger Grundsatz der Bad Laaspher Grünen, die am Wochenende in Feudingen offiziell ihr Programm für die Kommunalwahl am Sonntag, 30. August, vorstellten.

Die Feudingerin Anne Bade hält vor allem eine größere Beachtung der älteren Schichten der Bevölkerung für wichtig. Pläne für altersgerechte Wohnungen würden viel zu wenig gefördert, obwohl mit dem demographischen Wandel der Gesellschaft ein immer größer werdender Bedarf einher gehe. Auch Hans-Jürgen Zampich betonte, dass es ja auch Treffpunkte für Jugendliche gebe: „Warum sollten auch nicht ähnliche für Senioren angeboten werden?“

Ziel der Grünen in der Lahnstadt sei es, nicht mehr Politik über die Köpfe der Bürger hinweg zu gestalten, so Karl Ludwig Bade, der zudem die aktuelle Situation bedaurte, dass oft genug die Verwaltung über kleinere Fraktionen hinweg sehe und somit die Interessen der großen Parteien nach wie vor im Vordergrund stünden.

In der Frage um die regionale Gestaltungspolitik sei den Parteimitgliedern eines absolut wichtig: Infrastruktur in den Dörfern müssen gesichert und weiter positiv gestaltet werden. Doch auch in der Kernstadt selbst sei es „einfach schlimm, dass immer mehr Geschäfte schließen“, so Anne Bade. Die Königstraße verliere immer mehr an Attraktivität, obwohl Bad Laasphe eigentlich perfekte Rahmenbedingungen für eine schöne Altstadt habe, erklärte Hans-Jürgen Zampich. Diese positiven Voraussetzungen gelte es zu fördern. Im Bereich der Bildungspolitik sei die Sicherung der Standorte der Schulen ein wichtiger Punkt. Kleine Klassen und der Bezug zur Schule könne nicht erhalten bleiben, wenn Grundschulen oder Kindergärten in Wittgenstein geschlossen würden.

Ohnehin sei die Identifikation und die Verbindung zum gesamten Bereich Wittgensteins für die Bürger unverzichtbar, wobei allerdings die Möglichkeiten von einem zum anderen Ort zu gelangen, ebenfalls immer schlechter würden. Nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Bürger seien gute Verbindungen des ÖPNV erforderlich. Stichwort Umweltpolitik: Weniger unnötige Baugebiete, die nicht genutzt werden, könnten schon erhebliches Einsparpotenzial liefern und vor allem gehöre zu einer gut funktionierenden Umweltpolitik auch ein entsprechender ökologischer Ausgleich.Zuletzt betonte Karl Ludwig Bade, der schon seit 1978 im Bad Laaspher Rat sitzt und jetzt zudem für den Kreistag kandidiert, dass in der öffentlichen Politik mehr Transparenz vorhanden sein sollte. Schließlich könne bei den Grünen auch jeder Interessierte mitarbeiten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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