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Bad Laaspher Windkraft-Investor stoppt Arbeiten bei Wiesenbach
„Wir wollten Dampf rausnehmen“

Der Bad Laaspher Windkraft-Projektierer Boxbach Energy bringt Ruhe in die Diskussion um das einzelne Windrad auf hessischer Seite.
  • Der Bad Laaspher Windkraft-Projektierer Boxbach Energy bringt Ruhe in die Diskussion um das einzelne Windrad auf hessischer Seite.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Der Streit zwischen der hessischen Gemeinde Breidenbach und dem Bad Laaspher Windkraft-Unternehmen Boxbach Energy geht in die nächste Runde. Wobei die Boxbach Energy offensichtlich bemüht ist, ihrerseits Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen. Sie teilte nämlich dem Verwaltungsgericht Gießen dieser Tage mit, die Bautätigkeiten am Windkraftstandort eingestellt zu haben. „Wir wollten Dampf rausnehmen“, so Projektleiter Cliff Reppel gegenüber der Siegener Zeitung. Die Gegenseite habe bekanntlich einen Eilantrag gestellt, um den Bau der Windkraftanlage zu stoppen. „Und unser Ziel ist ja, die rechtmäßige Genehmigung, die wir erhalten haben, auszunutzen“, skizzierte Cliff Reppel die Situation.

howe Bad Laasphe. Der Streit zwischen der hessischen Gemeinde Breidenbach und dem Bad Laaspher Windkraft-Unternehmen Boxbach Energy geht in die nächste Runde. Wobei die Boxbach Energy offensichtlich bemüht ist, ihrerseits Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen. Sie teilte nämlich dem Verwaltungsgericht Gießen dieser Tage mit, die Bautätigkeiten am Windkraftstandort eingestellt zu haben. „Wir wollten Dampf rausnehmen“, so Projektleiter Cliff Reppel gegenüber der Siegener Zeitung. Die Gegenseite habe bekanntlich einen Eilantrag gestellt, um den Bau der Windkraftanlage zu stoppen. „Und unser Ziel ist ja, die rechtmäßige Genehmigung, die wir erhalten haben, auszunutzen“, skizzierte Cliff Reppel die Situation. Wichtig sei der Boxbach Energy nun, Ruhe und Sachlichkeit in die Angelegenheit zu bringen. „Wir haben dem Gericht erklärt, wir stoppen bis zum 25. Januar.“ Und dann habe das Gericht Zeit, sich damit zu befassen. „Uns war wichtig, dass das auf der Sachebene bewertet wird, schon gar nicht wollen wir in das laufende Eilverfahren eingreifen“, erläuterte Cliff Reppel. Das Gericht könne nun die Sachlage in aller Ruhe beurteilen. Deshalb sei für die Boxbach Energy der Baustopp eine Maßnahme, um „Entspannung in die Sache zu bringen“.

Gemeinde Breidenbach reichte Klage ein

Dennoch machte Cliff Reppel im SZ-Gespräch deutlich , dass man durchaus optimistisch sei, was die Genehmigung für die Windkraftanlage angehe. „Wir haben einen rechtssicheren Genehmigungsantrag gestellt“, der auf einem vorgeschriebenen Prüfverfahren basiere. Die Gemeinde Breidenbach hatte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Die Gemeindevertretung hatte in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, das Mediationsverfahren mit der Boxbach Energy für gescheitert zu erklären und weiter den Klageweg zu beschreiten (die SZ berichtete). Stein des Anstoßes ist die Windkraftanlage mit der Nummer 11, die als Erweiterung des Windparks im Banfetal auf Wittgensteiner Seite nun das hessische Territorium tangiert. Während das Regierungspräsidium in Gießen dem Wittgensteiner Windkraft-Investor die Genehmigung zur Errichtung des Windrads erteilt hatte, reichte die Gemeinde Breidenbach mit einem Eilantrag Klage ein. Zugleich betreibt die hessische Nachbarkommune ein Klageverfahren gegen den Teilregionalplan Mittelhessen des Landes. Weil das Land zuletzt deutlich gemacht hatte, die von Breidenbach geforderten Änderungen in diesem Plan – keinerlei weitere Windkraftflächen mehr auszuweisen – nicht mittragen zu wollen, lehnte der Gemeinderat den Vergleich mit dem Wittgensteiner Windkraft-Projektierer ab. Daraufhin startete die Boxbach Energy, schließlich ja ausgestattet mit bereits erteilter Genehmigung, mit ersten Erdarbeiten an dem Standort.

Unternehmen: Bürgermeister richtet Schaden an

Wie der Hinterländer Anzeiger berichtet, äußerten sich unlängst auch die Ortsvorsteher von Wiesenbach und Kleingladenbach. Beide hessische Dörfer wären Nutznießer eines erfolgreichen Vergleichs zwischen Gemeinde und Windkraft-Investor gewesen. Denn das Unternehmen von Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg hätte innerhalb dieses Vergleichs den „betroffenen“ Ortschaften eine Gewinnbeteiligung an der Windkraftanlage von mindestens 12.000 Euro angeboten. Mit dem jüngsten Ablehnungsbeschluss der Gemeindevertretung Breidenbach haben sich nun auch diese Zahlungsleistungen erledigt. Der Bürgermeister von Breidenbach habe seinen Bürgern Schaden zugefügt, äußerte sich dazu das Windkraft-Unternehmen aus Bad Laasphe.
Nun heißt es aus den hessischen Dörfern, die von der Boxbach Energy angebotenen 12.000 Euro seien „keine Entscheidungsgrundlage“ gewesen. Die hessische Seite habe ihr Soll in Sachen Windkraft längst erfüllt, was man mit Blick auf NRW-Seite nicht behaupten könne. Aus Kleingladenbach kam sogar der Einwand, dass man das Geld für sich selbst gar nicht habe haben wollen. Vielmehr hätte man es für den Corona-Fonds der Gemeinde verwendet.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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