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Wo soll das Geld herkommen?
Wirtschaftswegekonzept Bad Laasphe wirft Fragen auf

Diesen Wirtschaftsweg in Banfe haben sich die zahlreichen Baumwurzeln vorgenommen. Über Jahre, versteht sich.
  • Diesen Wirtschaftsweg in Banfe haben sich die zahlreichen Baumwurzeln vorgenommen. Über Jahre, versteht sich.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Bad Laasphe. „Und wo kommt das Geld her?“ Mit seiner ganz einfachen Frage nach der einstündigen Präsentation der Ergebnisse des Wirtschaftswegekonzepts für Bad Laasphe traf der Banfer Werner Oder den Nagel auf den Kopf. Da konnte sogar Eugen Bitjukov als Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Infrastruktur (Ge-Komm) nur antworten: „Dass die Finanzmittel nicht ausreichen, stellen wir überall fest.“ Von mitunter hohen Millionenbeträgen für Sanierung und Ausbau oder den Umbau in eine andere Bauweise der Wirtschaftswege in der Lahnstadt und den Dörfern war die Rede. Allein die Erhaltung im Bestand von rund 317 Kilometern dafür geeigneten Wirtschaftswegen müsste man pro Jahr 1,2 Millionen Euro aufbringen.

howe Bad Laasphe. „Und wo kommt das Geld her?“ Mit seiner ganz einfachen Frage nach der einstündigen Präsentation der Ergebnisse des Wirtschaftswegekonzepts für Bad Laasphe traf der Banfer Werner Oder den Nagel auf den Kopf. Da konnte sogar Eugen Bitjukov als Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Infrastruktur (Ge-Komm) nur antworten: „Dass die Finanzmittel nicht ausreichen, stellen wir überall fest.“ Von mitunter hohen Millionenbeträgen für Sanierung und Ausbau oder den Umbau in eine andere Bauweise der Wirtschaftswege in der Lahnstadt und den Dörfern war die Rede. Allein die Erhaltung im Bestand von rund 317 Kilometern dafür geeigneten Wirtschaftswegen müsste man pro Jahr 1,2 Millionen Euro aufbringen.

Ge-Komm hat jeden Wirtschaftsweg in Bad Laasphe geprüft

Eugen Bitjukov, dessen Gesellschaft damit beauftragt war, ein Konzept für die Wirtschaftswege der Stadt Bad Laasphe und der Privatwege zu erstellen, förderte am Donnerstagabend dennoch Interessantes zutage. „Die Nutzung tangiert nicht mehr nur die Landwirtschaft, sondern auch Radfahrer und Mountainbiker.“ Ganz zu schweigen von schwerer gewordenen Landmaschinen. Genau darum sei ein ganzheitliches Konzept erstellt worden. Das ist nun auf www.wirtschaftswegekonzept.de für alle Bürger bis ins kleinste Detail einsehbar. Die Ge-Komm hat jeden Weg unter die Lupe genommen, ihn bewertet und aufgrund der zahlreichen Bürger-Kommentare und -Anmerkungen für jeden dieser Wege eine Handlungsempfehlung ausgesprochen. Kurz-, mittel- oder langfristig soll nun Weg „x“ oder „y“ ertüchtigt, aufgegeben oder instand gehalten werden.

317 Kilometer Wirtschaftsweg in Bad Laasphe sollen erhalten werden

1500 Kilometer Wirtschaftswege hat die Stadt insgesamt, davon allein über 930 Kilometer Privatwege und über 500 städtische Wege. Eugen Bitjukov machte deutlich, dass der größte Teil natürlich erhalten werde. 100 Kommentare mit 270 kommentierten Wegeabschnitten gab es seitens der Bürger bei der öffentlichen Beteiligung „Die Kommentierungen finden sich wieder. Meistens haben wir den Kommentaren auch entsprochen“, so der Ge-Komm-Chef. Beim Blick auf die einzelnen Maßnahmen für die Wirtschaftswege ergeben sich folgende Erkenntnisse: 317 Kilometer sollen kurzfristig erhalten werden. 20 Kilometer müssen schnell, 60 Kilometer in den nächsten zehn Jahren und nochmal 22 Kilometer in 20 Jahren saniert werden. Umgebaut werden müssten rund 40 Kilometer. 54 Kilometer Wirtschaftswege können sozusagen rückgebaut werden – wenn es sie denn überhaupt noch gibt. Denn die Ge-Komm fand heraus, dass viele dieser Parzellen gar nicht mehr als Wege existieren.
Beim Geld hört der Spaß leider auf: 4,8 Millionen für die kurzfristige (in fünf Jahren) Sanierung aller Wege, noch mal 24,7 Millionen für die mittelfristige (innerhalb von zehn Jahren) und 1,7 für die langfristige (in 20 Jahren). Dazu 1,8 Millionen für den kurzfristigen, 1,8 für den mittelfristigen und 1,3 Millionen für den langfristigen Umbau von Wegen. Was die Finanzierungsmöglichkeiten einer Stadt anbetrifft, brachte Eugen Bitjukov einen vielsagenden Satz. Zitat: „Darüber sollte kreativ nachgedacht werden.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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