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Samir Schneider will Anke Fuchs-Dreisbach herausfordern
Wittgensteiner Duell um Sitz im Landtag?

Der Laaspher Samir Schneider will in den Düsseldorfer Landtag.  Er bewirbt sich daher aktuell um die Kandidatur in der SPD.
  • Der Laaspher Samir Schneider will in den Düsseldorfer Landtag. Er bewirbt sich daher aktuell um die Kandidatur in der SPD.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

bw Bad Laasphe.  Der Bad Laaspher Samir Schneider (SPD) möchte Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) bei der Landtagswahl im kommenden Frühjahr herausfordern. Die Voraussetzung ist, dass seine Genossen ihm beim Nominierungsparteitag am 2. Juli auch dafür ihre Stimmen geben. Seine Bewerbung hat der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende bereits eingereicht. Der Vater von zwei Söhnen (der eine ist sechs Jahre alt, der andere sechs Monate jung) ist verheiratet und arbeitet als CNC-Programmierer bei HWS in Bad Laasphe. Die Rückendeckung von Familie und Arbeitgeber hat der 36-Jährige: „Die Familie unterstützt mich. Und unser Geschäftsführer Andreas Klein war total begeistert, dass ich für den Landtag kandidieren will.

bw Bad Laasphe.  Der Bad Laaspher Samir Schneider (SPD) möchte Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) bei der Landtagswahl im kommenden Frühjahr herausfordern. Die Voraussetzung ist, dass seine Genossen ihm beim Nominierungsparteitag am 2. Juli auch dafür ihre Stimmen geben. Seine Bewerbung hat der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende bereits eingereicht. Der Vater von zwei Söhnen (der eine ist sechs Jahre alt, der andere sechs Monate jung) ist verheiratet und arbeitet als CNC-Programmierer bei HWS in Bad Laasphe. Die Rückendeckung von Familie und Arbeitgeber hat der 36-Jährige: „Die Familie unterstützt mich. Und unser Geschäftsführer Andreas Klein war total begeistert, dass ich für den Landtag kandidieren will.“ Die Unterstützung in Stadtverband und Ortsverein ist ihm auch selbstredend gewiss, wie Waltraud Schäfer als Vorsitzende des Ortsvereins versichert: „Ich bin überzeugt, dass Samir der Richtige ist und dass er unsere Interessen in Düsseldorf stark vorbringen wird.“

Samir Schneiders Bewerbung ist nur konsequent

Netzwerk aufgebaut

Wobei der Laaspher das eigentlich seit Jahren schon intensiv tut. Samir Schneider hat sich ein Netzwerk in der SPD-Fraktion im Landtag aufgebaut, hat auf diesem Weg auch in der Vergangenheit immer wieder Landtagsabgeordnete für Diskussionsveranstaltungen vor Ort gewinnen können, ob beispielsweise zu den KAG-Straßenbaubeiträgen oder zum Kinderbildungsgesetz. Samir Schneider ist außerdem Mitglied in zwei Facharbeitskreisen der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik: Kommunales, Bauen und Wohnen ist der eine, Energie, Wirtschaft und Landesplanung der andere. Darüber hinaus ist er im ganzen Land schon unterwegs gewesen, um über KAG-Gebühren zu informieren. Insgesamt waren es bisher 42 Veranstaltungen: „Und zwar unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Partei“, wie Samir Schneider betont.

Befürworter intensiver Kommunikation

Der Laaspher ist ohnehin ein Befürworter intensiver Kommunikation mit den anderen Fraktionen, genau das praktiziert er im Stadtrat. „Alleine kann keiner etwas erreichen, aber als Gemeinschaft kann man viel bewegen“, meint Samir Schneider, der es als Ehre ansieht, dass er sich überhaupt für die Kandidatur bewerben darf. Wichtig sei, im Austausch immer auch andere Perspektiven zu erhalten und zu Kompromissen bereit zu sein. Selbstbewusst merkt er aber auch an: „Es geht um die Zukunft der Region und unsere Ideen sind die besseren für die Zukunft unserer Region.“ Dabei fokussiert er sich aktuell auf drei Themen:
Arbeitsplätze: Die Probleme der Unternehmen der Stahlverarbeitung oder auch der Automobilzulieferer seien eine große Herausforderung in ganz Südwestfalen, so Samir Schneider. Er hat bereits einen Antrag über den Südwestfalen-Ausschuss der SPD eingebracht, der nun dem Landesparteitag vorgelegt wird. „Unternehmen brauchen Anreize, um an ihrem Standort hier vor Ort festzuhalten“, fordert er.
Kommunalfinanzen: Die Finanzlage der Städte und Gemeinden sei vor der Corona-Pandemie schon schlecht gewesen – jetzt sei es aber noch dramatischer, sagt Samir Schneider. Nur mit dem Trick, dass die zusätzlich entstandenen Corona-Kosten derzeit nicht den Haushalt belasten, sondern ab dem Jahr 2025 auf 50 Jahre abgeschrieben werden, seien die kommunalen Haushalte vorerst gerettet. „Das Land muss die Kommunen mit einer besseren Finanzierung ausstatten“, findet Samir Schneider. Immer mehr Aufgaben würden delegiert, aber die Kommunen dann mit der Finanzierung viel zu oft alleine gelassen.
Bildung: Kritik übt der Laaspher an der Kommunikation des Landes, das Verordnungen zu Schulschließungen meist freitags am Nachmittag oder Abend versendet und damit Schulen und Eltern vor Mammutaufgaben gestellt habe. Auch darüber hinaus habe die Pandemie viele Defizite in der Bildungspolitik aufgedeckt. Deswegen steht für Samir Schneider fest: „Wir müssen mehr investieren in die Bildung unserer Kinder. Die Pandemie ist ohnehin am schlimmsten für die Kinder, nicht für uns Erwachsene.“ Deshalb müssten jetzt zwingend Defizite aufgeholt werden, zum Beispiel bei der Sozialkompetenz, die im Distanzunterricht gar nicht vermittelt werden könne. Zudem sei es zwingend notwendig, dass die digitale Ausstattung in den Schulen weiter verbessert werde und das Lehrpersonal auch dafür geschult werde.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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