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Otto Düsberg sieht nach dem Rechten
Wittgensteins einziger Campingplatz

Campingplatz-Idylle: Akkurat geschnittene Hecken flankieren die Wege zu den Stellplätzen. Die Laasphe sprudelt im Tal am Platz vorbei und hat dem Areal seinen Namen gegeben.
  • Campingplatz-Idylle: Akkurat geschnittene Hecken flankieren die Wege zu den Stellplätzen. Die Laasphe sprudelt im Tal am Platz vorbei und hat dem Areal seinen Namen gegeben.
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vc Bad Laasphe. Der Campingplatz Laasphetal ist eigentlich zu klein, um Gewinn abzuwerfen. Die Anlage ist aber die einzige ihrer Art in Wittgenstein und mehr als ein Geheimtipp. Geleitet wird der Platz von dem ehemaligen Bad Laaspher Bürgermeister Otto Düsberg. „100 Plätze sollte ein Platz eigentlich haben, um seinen Betreiber ernähren zu können. Wir haben rund 25. Es handelt sich hier also eher um ein großes Hobby“, sagt Düsberg.
Noch schaut Otto Düsberg selbst nach dem RechtenOtto Düsberg hat den Platz eigentlich schon an seinen Sohn Jan Düsberg überschrieben. Doch bis der Filius aus München das Ruder übernimmt, schaut Otto Düsberg jeden Tag nach den Gästen und garantiert, dass die Technik auf dem Platz läuft.

vc Bad Laasphe. Der Campingplatz Laasphetal ist eigentlich zu klein, um Gewinn abzuwerfen. Die Anlage ist aber die einzige ihrer Art in Wittgenstein und mehr als ein Geheimtipp. Geleitet wird der Platz von dem ehemaligen Bad Laaspher Bürgermeister Otto Düsberg. „100 Plätze sollte ein Platz eigentlich haben, um seinen Betreiber ernähren zu können. Wir haben rund 25. Es handelt sich hier also eher um ein großes Hobby“, sagt Düsberg.

Noch schaut Otto Düsberg selbst nach dem Rechten

Otto Düsberg hat den Platz eigentlich schon an seinen Sohn Jan Düsberg überschrieben. Doch bis der Filius aus München das Ruder übernimmt, schaut Otto Düsberg jeden Tag nach den Gästen und garantiert, dass die Technik auf dem Platz läuft. Dem 85-Jährigen merkt man an, dass er seinen kleinen, beschaulichen Platz liebt. Mit Blick in das Laasphetal fragt der ehemalige Bürgermeister: „Können sie sich das vorstellen? Das Elternhaus war früher die letzte Bebauung im Laasphetal. Was ich noch gefunden habe, sind alte Mühlenmauern.“

Heute finden die Gäste des Campingplatzes kleine Wege vor, gemütliche Parzellen und eine Mischung aus Dauercampern und Touristen, die die Ruhe des Laasphetals zu schätzen wissen. Die Zahl der Gäste, die dauerhaft die Anlage nutzen, überwiegt. Wer länger bleibt, übernimmt teilweise feste Aufgaben auf dem Platz. Otto Düsberg spricht hier von einer Art „funktionierender Selbstverwaltung“.

Jeder Dauercamper hat seine Aufgabe

Da ist zum Beispiel Heinrich Brüggemann. Der Gärtnermeister des Platzes sorgt dafür, dass auf dem kleinen Areal immer etwas blüht und der Rasen akkurat geschnitten ist. „Das ist anstrengend, aber schön“, betont Brüggemann. Ebenfalls unverzichtbar ist Heidi Hoffmann. Sie begrüßt Neuankömmlinge und kassiert auch die Stellplatzgebühr oder informiert Otto Düsberg, wenn es mal technische Probleme bei einem Gast gibt.

„Es macht Spaß und der Platz ist aktuell auch gefragt“, berichtet Otto Düsberg und verabschiedet zwei Österreicher, die zwei Tage zu Gast waren. „Ein Traum hier. Wir mögen so kleine Plätze. Die Sanitäranlagen sind hier was besonderes“, berichtet Herwig Koller. Das sei auch ein Alleinstellungsmerkmal, auf das er stolz sei, meint Otto Düsberg. Jeder Stellplatz hat in Laasphe seine eigenen sanitären Anlagen.

Spontan ist kaum ein Stellplatz zu bekommen

Die Salzburger machen sich derweil abfahrtbereit. Der Frischwassertank des Wohnmobils wird noch aufgefüllt, dann geht es die Lahn entlang nach Wetzlar. Endziel sei dann Lahnstein am Rhein. „Ihr habt einen schönen Platz hier“, meint auch Peter Ibitz. Die beiden Salzburger hatten einige Tage im Voraus in Bad Laasphe ihren Stellplatz gebucht – denn spontan einen Platz an der Laasphe zu bekommen, ist eher ein Glücksspiel.

Dass der Platz so gut angenommen wird, hatte das Ehepaar Düsberg in den 60er Jahren wohl kaum zu hoffen gewagt. „Meine Frau musste ich erst überzeugen. Aber wir haben es umgesetzt“, verrät Otto Düsberg. Die Anfrage, ob er einen Campingplatz gründen könne, sei übrigens von Dr. Theo de la Camp gekommen, dem Kur-Arzt, der zum Erblühen der Lahnstadt als Kurstadt maßgeblich beigetragen hat.

Autor:

Christian Völkel

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