Noch wird in den Hallen gearbeitet
WKW-Gelände steht zum Verkauf

Für die nicht mehr benötigte Produktionsstätte des Automobilzulieferers WKW in Banfe wird ein Abnehmer gesucht.
  • Für die nicht mehr benötigte Produktionsstätte des Automobilzulieferers WKW in Banfe wird ein Abnehmer gesucht.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

Banfe. Das waren zwei heftige Einschläge innerhalb von kurzer Zeit. Im Vorjahr kündigte der Wuppertaler Automobilzulieferer WKW an, seinen Produktionsstandort in Banfe aufgeben zu müssen. Das Unternehmen müsse darauf reagieren, dass sich die Antriebsart für Kraftfahrzeuge mehr und mehr ändere – und sich gesund schrumpfen, hieß es zur Erklärung. In diesem Jahr wurde bekannt, dass Aldi sein Zentrallager in Bad Laasphe aufgeben wird – 170 Mitarbeiter sind von der unternehmerischen Entscheidung betroffen.

In Banfe wickeln einige WKW-Mitarbeiter momentan noch eine Produktionsreihe ab, bevor der Standort endgültig aufgegeben wird (die Siegener Zeitung berichtete). Die spannende Frage, die sich jetzt stellt: Wer hat Verwendung für die Produktionsstätte des Wuppertaler Automobilzulieferers? Immerhin: Die Immobilie ist aktuell in die Vermarktung gegangen. Berge-Bau bietet das WKW-Areal aktuell zum Verkauf oder zur Vermietung an – eine „Industriehalle mit Eloxalanlage“.

Großes Areal

Die Zahlen für das Objekt im Banfer Gewerbegebiet lesen sich stattlich: 5479 Quadratmeter Produktionsfläche, 9257 Quadratmeter Gebäudefläche, 13465 Quadratmeter Grundstücksfläche, 2847 Quadratmeter Lagerfläche und 156 Quadratmeter Sozialräume. Rund 40 Parkplätze für Autos stünden auf dem Gelände zur Verfügung. Berge-Bau lässt offen, ob das Gelände in der Gesamtheit an den Mann oder die Frau gebracht werden soll oder ob auch Teil-Lösungen möglich sind. Nach SZ-Informationen läuft der Vermittlungsauftrag zunächst einmal bis Jahresende 2021.

Hoffnung auf "Sechser im Lotto"

Michael Ermert, Ortsvorsteher in Banfe, schätzt die Situation realistisch ein: Berge-Bau traue er durchaus zu, die richtigen Kontakte knüpfen zu können. Allerdings komme es schon einem Sechser im Lotto gleich, wenn sich auf Anhieb ein Abnehmer für das Areal finde: „Wir werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher Hinsicht noch zu spüren bekommen. Hinzu kommen noch das Thema Verkehrsambindung für den Laaspher Raum und die Steuerhebesätze.“ Etwas optimistisch stimme ihn die Tatsache, so Michael Ermert, dass die Genehmigung für die Galvanik noch einige Jahre Bestand habe.

Er erwarte letztlich keine Wunder, aber vielleicht sei ja die Vermittlung von einzelnen Bereichen ein Anfang. Der schlimmste Fall für die Ortschaft Banfe sei ein langfristiger Leerstand – jeder wisse doch, wie das bei größeren Industrieflächen ende. Michael Ermert: „Die Immobilie gehört nicht der Stadt und keinem Bürger hier aus der Region. Am Ende des Tages entscheidet WKW, was passiert.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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