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Von Projekt sollen Windenergie-Transporte im gesamten Kreis profitieren
WNE beantragt Turm-Umladeplatz

Direkt am Kreisverkehr zwischen Niederlaasphe und Bad Laasphe soll der Turm-Umladeplatz entstehen. Die Stadtverwaltung bestätigt den Eingang des Antrages der Wittgenstein New Energy.
  • Direkt am Kreisverkehr zwischen Niederlaasphe und Bad Laasphe soll der Turm-Umladeplatz entstehen. Die Stadtverwaltung bestätigt den Eingang des Antrages der Wittgenstein New Energy.
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vö Bad Laasphe. Mit dem vorliegenden Regionalplan-Entwurf der Bezirksregierung Arnsberg ist das Thema Windenergie noch einmal mehr in den Fokus gerückt. Es wird kontrovers diskutiert: Wie viele Windräder verträgt die Region einerseits, aber wie hoch muss der Beitrag von regenerativen Energien sein, damit unter dem Strich die angepeilte Energiewende gelingen kann andererseits?

Dass in Siegen-Wittgenstein weitere Windenergieanlagen entstehen werden, daran besteht kaum noch ein Zweifel. Und es sieht danach aus, dass dafür zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden soll, um die Projekte in schwierigem Gelände zu erleichtern. Kritiker würden sagen, dass es darum geht, die Dimensionen der Anlagen nach oben zu schrauben.

Bad Laasphe. Mit dem vorliegenden Regionalplan-Entwurf der Bezirksregierung Arnsberg ist das Thema Windenergie noch einmal mehr in den Fokus gerückt. Es wird kontrovers diskutiert: Wie viele Windräder verträgt die Region einerseits, aber wie hoch muss der Beitrag von regenerativen Energien sein, damit unter dem Strich die angepeilte Energiewende gelingen kann andererseits?

Dass in Siegen-Wittgenstein weitere Windenergieanlagen entstehen werden, daran besteht kaum noch ein Zweifel. Und es sieht danach aus, dass dafür zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden soll, um die Projekte in schwierigem Gelände zu erleichtern. Kritiker würden sagen, dass es darum geht, die Dimensionen der Anlagen nach oben zu schrauben. Ganz konkret hat die Wittgenstein New Energy (WNE), das Unternehmen von Windkraft-Investor Ludwig-Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, einen Turm-Umladeplatz am Kreisverkehr zwischen Niederlaasphe und Bad Laasphe beantragt. Konkret sollen dort Elemente für Windräder von großen Transportern auf kleinere Lastwagen umgehoben werden, die dann wiederum die Baustellen anfahren.

Grundstück der Stadt Bad Laasphe

Nach SZ-Informationen handelt es sich keineswegs um ein Projekt, von dem nur WNE profitieren soll, es geht um Transporte für den gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein. Im Plan sind sowohl Lagerflächen, als auch Bereiche für Kräne vorgesehen. Spannend wird es an der Stelle, dass es sich um ein Grundstück der Stadt Laasphe handelt. Ein Areal, das sozusagen der Beginn der Lahnstadt aus Richtung Hessen markiert.

"Es ist richtig, dass es sich bei der angesprochenen Fläche
um ein städtisches Grundstück handelt."

Ann Kathrin Müsse
Pressesprecherin der Stadt

Die Stadtverwaltung bestätigte am Freitag die entsprechenden SZ-Informationen, ging aber nicht ins Detail. „Es ist richtig, dass es sich bei der angesprochenen Fläche um ein städtisches Grundstück handelt und dass die WNE einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Allerdings handelt es sich hierbei um ein noch ganz am Anfang stehendes Verfahren, welches sich derzeit in der Abstimmungsphase befindet und geprüft wird“, erklärte Pressesprecherin Ann Kathrin Müsse. Daher bittet die Verwaltung um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine weitergehenden Angaben gemacht werden könnten.

Pläne an der Eder Energy gekoppelt

Demnach kann zum jetzigen Zeitpunkt auch über den Zeitplan nur spekuliert werden. Gut möglich allerdings, dass die Pläne an das Vorhaben der Eder Energy, ein Tochterunternehmen von WNE, gekoppelt sind. Eder Energy liegt eine gültige Baugenehmigung zum Bau von vier Windkraftanlagen am Prenzenberger Kopf bei Arfeld vor. Vorarbeiten sind bereits in nicht unerheblichem Umfang gelaufen.

Gegen die Genehmigung des Kreises Siegen-Wittgenstein klagt die Stadt Bad Berleburg – hat allerdings in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg verloren. Der Fall liegt jetzt beim Oberverwaltungsgericht.

Ein weiteres WNE-Projekt steht noch im hessischen Wiesenbach im Raum, über das Tochterunternehmen Boxbach Energy. Auch hier wartet man noch auf eine gerichtliche Entscheidung.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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