Wo man Regeln fürs Leben lernt

Marlene Benfer und Sebastian Meyer sind in Bad Laasphe die beiden Sportler des Jahres

tk Bad Laasphe. Es ist keineswegs nötig, den Fernseher einzuschalten, um tollen Sport zu erleben. Auch vor unserer Haustür – im Laaspher Stadtgebiet – werden außergewöhnliche körperliche Leistungen erbracht. Stadt und Stadtsportverband luden jetzt wieder zur gemeinsamen Sportlerehrung ins Haus des Gastes ein. Der Geschäftsführer der TKS, Markus Hoßfeld, begrüßte die Anwesenden und überließ gleich zu Beginn der Jazz-Tanz-Gruppe »Insomnia« des TV Laasphe die Bühne für einen schwungvollen Start in den Abend. Zu harten Gitarren-Riffs des Rammstein-Hits »Sonne« zeigten sich die Tänzerinnen von ihrer rockigen Seite. Anders als Pfarrer Bodo Hundte, der im Anschluss die Andacht hielt, und sich im Wesentlichen an Texten von Rainer Maria Rilke und der Pop-Gruppe »Pur« orientierte. Die Mädchen von der Jazz-Tanz-Gruppe des TuS Niederlaasphe bewiesen Rhythmus-Gefühl zu Jeanettes »Right Now«. Die Jung-Funkenmariechen des Erndtebrücker Karnevalsvereins, Ivonne Haßler und Madeline Göbel, verzauberten das Publikum ebenso.

Schwierige Finanzlage bedauert

Nach diesen Einlagen wurde es Zeit für die Eröffnungsansprache des Laaspher Bürgermeisters Robert Gravemeier. Er dankte allen Sportlern, die über die Stadtgrenzen hinaus die Laaspher Farben vertreten. Talent allein reiche nicht aus, um nach oben zu kommen. Man brauche auch viel Disziplin und Elan, besonders wichtig sei dabei der Spaß am Sport. Und am Ende dann die Belohnung, wenn sich der Trainingsfleiß mit einem Sieg, einem Pokal oder einer Medaille auszahle. Hinter solchen Leistungen stünden Trainer, Übungsleiter und viele Betreuer, die man brauche, um Erfolg zu haben. Daher gebühre auch ihnen Anerkennung. Sportliche Betätigung leiste einen Beitrag zur Qualität des Lebens und zur Einübung sozialen Verhaltens. Es berühre ihn sehr, dass es immer schwieriger werde, die finanziellen Mittel aufzubringen, um Sportstätten zu pflegen oder neu aufzubauen.

»Moralisch und sozial bewähren«

Nach einer Darbietung der Jazz-Tanz- Gruppe »Traumtänzer« des TV Feudingen übernahm Rolf Davidis als Vorsitzender des Stadtsportverbandes das Wort. Sport zu treiben, gehöre für viele zum modernen Lebensstil, für manche sei es schon zu einer Art Lebens-Philosophie geworden. Sport sei gesundheits-orientiertes und gesundes Verhalten. Außerdem könne der Sport gerade als Spiel auch andere Werte vermitteln. Der Einzelne könne sich moralisch und sozial bewähren: »Und wenn Kinder und Jugendliche Sportregeln anerkennen und befolgen müssen, lehrt der Sport damit ein Stück rechtlichen Denkens auch für andere Bereiche.« Im Anschluss an die mit großem Applaus bedachte Rede zeigte die Jazz-Tanz-Gruppe »Allegro«, wie gut sich russische Volkslieder zum Tanzen eignen, bevor Rolf Davidis zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Reiner Messerschmidt, und Robert Gravemeier die erfolgreichen Sportler ehrte.

Eine lange Liste von Erfolgreichen

Folgende Sportler wurden geehrt: Turnen: Verena Klein (TV Feudingen), Leichtathletik: Helmut Weber (TV Feudingen), Tennis: erste Damenmannschaft, erste 40plus-Mannschaft sowie die zweite Herrenmannschaft des TC Rot-Weiß Laasphe, Schach: zweite Mannschaft des Schachvereins, Fußball: C-Junioren der JSG Banfe/Hesselbach, Fachschaft Schießen: Luftgewehrmannschaft und Armbrust-Schütze Frank Wunderlich (beide Schieß- und Schützenverein Feudingen), Ski Nordisch: Thomas Schmidt, Sebastian Meister und Dominik Haßler (alle Ski-Club Rückershausen), Inline-Skating: Katrin Wagener und Lena Wiedemann (beide Sportverein Oberes Banfetal), Biathlon: die Banfer Jan und Torben Claudi (beide Ski-Club Willingen), Leichtathletik: die B-Jugend des TV Laasphe, Schwimmen: die Feudingerin Sarina Menn (Startgemeinschaft Schwimmen SG Siegen). Die beiden Sportler des Jahres heißen Marlene Benfer und Sebastian Meyer. Marlene Benfer vom Schützenverein Glashütte hatte im Kleinkaliberschießen den Titel der Landesschützenkönigin errungen. Sebastian Meyer trainiert seit Sommer des vergangenen Jahres in der A-Jugend der JSG Banfe/Hesselbach. Seiner großen Leidenschaft »Fußball« geht der 16-Jährige trotz einer körperlichen und geistigen Behinderung nach. Er trainiert zweimal wöchentlich mit der Mannschaft und ist nach Möglichkeit bei jedem Spiel dabei. Die A-Jugend der Spielgemeinschaft erreichte in der vergangenen Saison einen erfreulichen dritten Platz in der A-Junioren-Kreisklasse Nord. Toleranz und Akzeptanz sind dem Team aber wichtiger als sportliche Erfolge.

Publikumspreis für Leichtathletik-Jugend

Der Publikumspreis, der durch eine Wahl im Internet entschieden wurde, ging an die Leichtathletik-B-Jugend des TV Laasphe, die den Hallen-Wettkampf »Fun in Athletics« gewonnen hat und sich daher Kreismeister nennen darf. Bei den Westfälischen Meisterschaften in Hamm erzielten die Jungen und Mädchen den fünften Platz von elf teilnehmenden Mannschaften.

Auszeichnungen für Offiziellen-Einsatz

Auch langjährige Amtsinhaber des Sportvereins Oberes Banfetal wurden im Haus des Gastes geehrt. Manfred Dietrich ist seit 1978 als alpiner Kampfrichter tätig, Günter Gerhardt seit 1976 im Vorstand aktiv. Innerhalb des Stadtsportverbandes engagieren sich zwei Frauen und ein Mann schon so lange ehrenamtlich, dass auch sie eine Auszeichnung erhielten. Sportabzeichenwartin Dorothea Bänfer und Frauenwartin Cornelia Kölsch sind seit zehn Jahren aktiv, Jugendwart Gerd Rothenpieler kümmert sich seit zwanzig Jahren um die Belange des Nachwuchses.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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