Wolfgang Pianka verlässt zum Februar Feudingen

jg Feudingen. Kaum hat die Feudinger Kirchengemeinde die anderthalb Jahre mit nur einem eigenen Pfarrer überstanden und mit Oliver Lehnsdorf endlich wieder einen zweiten Pfarrer bekommen, da droht den Oberlahntalern die nächste Vakanz. Der Feudinger Wolfgang Pianka wird nämlich zum 1. Februar 2010 Wittgenstein verlassen und in den Kirchenkreis Herford wechseln.

Weder das als besonders willensstark bekannte Feudinegr Presbyterium noch die Neubesetzung der Oberndorfer Pfarrstelle durch Oliver Lehnsdorf hatten nach Auskunft von Wolfgang Pianka mit seiner Entscheidung zu tun. Bereits im Frühjahr sei er angesprochen worden, ob er nicht noch einmal etwas Neues versuchen wolle, erinnerte sich der 56-Jährige gestern gegenüber der Siegener Zeitung. Und dann habe er das in seiner Familie unter der Fragestellung „Ist das unser Weg?“ besprochen. Und nach der Entscheidung dafür, habe er sich um die neue Stelle beworben. Nicht um Feudingen den Rücken zu kehren, sondern um noch einmal etwas Anderes zu probieren, schließlich habe er noch zehn Jahre Schaffenskraft vor sich. Der gebürtige Ostwestfale kehrt zwar nicht hundertprozentig genau in seine Heimat zurück, aber fast. In Bünde wird er künftig eine Pfarrstelle innehaben, gestern vor einer Woche ist er dort gewählt worden.

Sehr überraschend kam das Ganze für den Oberndorfer Pfarrer Oliver Lehnsdorf, der ebenfalls erst in der vergangenen Woche von den Veränderungen erfuhr. Er habe stets ein gutes Verhältnis zu seinem Kollegen gehabt, als Beispiel dafür nannte er den gemeinsamen Gottesdienst zur offiziellen Kunstrasenplatz-Eröffnung im Oberen Lahntal. Hier hatte es am Ende der Predigt noch einen Jacken- und Schlips-Tausch gegeben, angelehnt an den Trikot-Tausch der Kicker. „Es wird nicht leicht, aber wir werden einen Weg finden“, blickt Oliver Lehnsdorf in die Zukunft. Da müsse man eben die Ärmel hochkrempeln, aber er selbst sei sowieso Berufsoptimist, so der Oberndorfer. Für die notwendige Freigabe der Pfarrstelle werde man sich noch in diesem Monat einsetzen.

Schon für die Besetzung seiner Stelle hatten die Feudinger Kirchengemeinde eine Gemeindekonzeption aufgestellt, das helfe den Oberlahntalern jetzt bei der Wiederbesetzung der Stelle, so Öffentlichkeitsreferent Michael Becker vom Wittgensteiner Kirchenkreis. Er gehe davon aus, dass es mit der Wiederbesetzung keine Probleme gebe. Schon für Oberndorf habe das ja vor einem halben Jahr prima geklappt, außerdem sei die Pfarrstellen-Situation gerade in der Südregion - zu der Feudingen gehört - ohnehin schwierig. Damit spielte Michael Becker auf die komplizierte Situation im Banfetal an. Er gehe davon aus, wenn alles glatt laufe, könnte die Stelle zum Herbst 2010 neu besetzt werden. Solch eine konkrete Zeitplanung vermochte Superintendent Stefan Berk nicht vorauszusagen. Aber er garantierte, man werde alles Nötige für eine schnelle Wiederbsetzung der Pfarrstelle unternehmen. Außerdem werde man die Kirchengemeinde nicht im Regen stehen lassen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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