Grundschule Niederlaasphe
Zirkuszelt statt Klassenzimmer

Auch die Jongleure, wie alle Zirkusleute, sollten pünktlich zu den beiden Vorstellungen am Freitag konzentriert und bei der Sache sein. Foto: Holger Weber
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  • Auch die Jongleure, wie alle Zirkusleute, sollten pünktlich zu den beiden Vorstellungen am Freitag konzentriert und bei der Sache sein. Foto: Holger Weber
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howe Niederlaasphe. Glückwunsch! Nicht nur der Grundschule Bad Laasphe und deren Teilstandort Niederlaasphe, dass sie diese Woche erneut den Kinder-Mitmachzirkus „Rondel“ verpflichtet haben. Vielmehr geht die Gratulation an Zirkus-Betriebsleiter René Ortmann. Denn der feiert in diesem Jahr – ausgerechnet in Niederlaasphe – sein 25-jähriges Unternehmensjubiläum. Seit 1994 gibt es den „Circus for Kids“, der eine Woche lang gemeinsam mit Grundschülern zwei tolle Vorstellungen am Abschluss-Freitag vorbereitet. In der Region kennt sich die Familie Ortmann übrigens aus wie in der eigenen Westentasche. „In Niederlaasphe sind wir jetzt das dritte Mal, in Bad Laasphe waren wir zweimal“, wusste René Ortmann wie aus der Pistole geschossen. Und woran sich der erfahrene Zirkus-Artist und -Direktor auch erinnert: „Hier sind die Kinder fit und sportlich.“ Davon konnte sich der SZ-Redakteur am Mittwoch bei den Proben überzeugen.

Das muss man sich mal vorstellen: Erst am Dienstag starteten die Drittklässler der beiden Grundschulen mit dem Zirkus-Programm, am Donnerstag fallen die Einheiten wegen des Feiertags aus. Also blieben den Mädchen und Jungen eigentlich nur zwei volle Tage, um sich mit den Profis auf den Freitag vorzubereiten. Das Programm kann sich übrigens sehen lassen. Um 14.30 Uhr startet am Freitag die erste Vorstellung. Um 18.30 Uhr folgt eine zweite. Die Besucher erwartet eine unglaubliche Show. Denn anders als bei anderen Zirkus-Veranstaltungen stehen hier die Kinder im Mittelpunkt.

Da dürfte den Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten der Atem stocken, wenn sie ihre Schützlinge in luftiger Höhe am Trapez schwingen sehen. René Ortmann hat ganze Arbeit geleistet, in aller Kürze der Zeit ein Team aus den Schülern geformt und den Kindern eine Menge Disziplin beigebracht. Das braucht man an der Trapez-Stange. Die Kommandos müssen sitzen und jedes Kind muss wissen, welchen Handgriff es gerade macht.

Wie immer schart René Ortmann die Mädels um sich, weil die eben in ihren Turnvereinen das Geschick, die Gelenkigkeit und das turnerische Talent mitbringen, um so eine schwierige Aufgabe zu meistern. Die Jungen sind dann eher die Fakire, die sich wagemutig mit echter Körperspannung auf das Nagelbrett legen. Oder die Feuershow: Da gehört schon eine ordentliche Portion Mut zu, die Fackel mit der Flamme an den Armen hinunter zu führen. Viel Feingefühl im Umgang mit Tieren braucht es bei der Taubenshow. Ursula Ortmann legt besonderen Wert darauf, dass die Kinder bei dieser Nummer voll bei der Sache sind. Die Tauben führen Kunststücke vor, lassen sich in Ringen drehen oder laufen auf einem Rad. Die Jongleure erhalten ebenfalls eine intensive Ausbildung im Zirkuszelt. Sie sollten es bis zur Aufführung geschafft haben, flache Teller an einem Stab in der Luft zu balancieren. Die Besucher dürfen sich auf so manche Überraschung freuen. Auch für Heiterkeit ist gesorgt, wenn die alten Akrobaten aus der Kaiserzeit auftreten. Da sind einige Nummern, die gezeigt werden, sicher nicht immer ganz ernst gemeint. Auch der junge Clown in der Manege, der sich zuweilen unter die Zuschauer mischt, sorgt für zahlreiche Lacher. Humor wird im Zirkus „Rondel“ groß geschrieben.

Sportlich wird es nochmal mit den Trampolin-Sprüngen. Da zeigen die Nachwuchs-Athleten, was sie so alles drauf haben. „Bei uns wird Circus nicht nur gespielt, sondern auch vorgelebt“, sagen die Ortmanns. Ganz nebenbei würden die Kinder den familiären Zusammenhalt erleben. „Ganz individuell gehen wir auf jedes Kind entsprechend seinen Neigungen und Fähigkeiten ein. Wir geben den Kindern unsere Zuwendung und verhelfen ihnen einfühlsam zu ihrem großen Auftritt in einem stilvollen, zum Thema passenden Kostüm.“ Eine Musik, die gute Laune macht und eine exzellente Lichttechnik runden das Gesamterlebnis ab.

Autor:

Holger Weber aus Wittgenstein

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