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Bahnstrecke Erndtebrück-Bad Laasphe
Züge begegnen sich künftig in Saßmannshausen

Bislang hält die Obere Lahntalbahn nicht mal in Saßmannshausen. Nach den Plänen von NWL und Kurhessenbahn könnte hier bis 2027 aber ein neuer Kreuzungsbahnhof gebaut werden. Die Mittel dafür sind bewilligt. Foto: Björn Weyand
  • Bislang hält die Obere Lahntalbahn nicht mal in Saßmannshausen. Nach den Plänen von NWL und Kurhessenbahn könnte hier bis 2027 aber ein neuer Kreuzungsbahnhof gebaut werden. Die Mittel dafür sind bewilligt. Foto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück/Bad Laasphe. Elf Mill. Euro fließen in die Zugstrecke der Oberen Lahntalbahn zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe, das wurde am 31. Januar in der Landespressekonferenz bekannt gegeben (unsere Zeitung berichtete). Ziel ist eine Kapazitätserhöhung, um mittelfristig den Ein-Stunden-Takt auf der Strecke zu erreichen. Bisher fährt die Kurhessenbahn ja im Zwei-Stunden-Takt zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe. Mit welchen Maßnahmen soll das Ziel aber erreicht werden?

Die Antwort darauf liefert Frank Oppermann vom NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe), zuständig für Infrastrukturförderung. Größte Maßnahme dürfte der als erforderlich erachtete Bau eines Kreuzungsbahnhofs sein. Der NWL hat als Standort dafür Saßmannshausen ins Auge gefasst.

bw Erndtebrück/Bad Laasphe. Elf Mill. Euro fließen in die Zugstrecke der Oberen Lahntalbahn zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe, das wurde am 31. Januar in der Landespressekonferenz bekannt gegeben (unsere Zeitung berichtete). Ziel ist eine Kapazitätserhöhung, um mittelfristig den Ein-Stunden-Takt auf der Strecke zu erreichen. Bisher fährt die Kurhessenbahn ja im Zwei-Stunden-Takt zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe. Mit welchen Maßnahmen soll das Ziel aber erreicht werden?

Die Antwort darauf liefert Frank Oppermann vom NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe), zuständig für Infrastrukturförderung. Größte Maßnahme dürfte der als erforderlich erachtete Bau eines Kreuzungsbahnhofs sein. Der NWL hat als Standort dafür Saßmannshausen ins Auge gefasst. Platz wäre dort genug, es liegen sogar noch parallel alte Schienen zur aktuellen Bahnstrecke. Freilich gibt es in Saßmannshausen seit vielen Jahren nicht einmal einen Haltepunkt. Dies könnte sich in dem Zuge dann wieder ändern, sollte es bei den Plänen bleiben. Mit den elf Mill. Euro soll zudem der digitale Zugfunk installiert werden, der für die Taktverdichtung ebenfalls notwendig ist. Ferner ist eine zusätzliche Weichenverbindung und eine Flügelungsanlage am Bahnhof Erndtebrück notwendig. Auch eine Beschleunigung der Bahnstrecke Erndtebrück bis Bad Berleburg gehört zu den weiteren Maßnahmen.

In einem Sondierungsgespräch mit der DB Regionetz Kurhessenbahn GmbH wurden die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen für das Projekt grob skizziert und ein Zeitplan entwickelt. Nach Aussage der Kurhessenbahn könnten die notwendigen Infrastrukturanpassungen bis 2025 abgeschlossen sein, so dass der Stunden-Takt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 umgesetzt werden könnte. Allerdings soll der Leimstruther Tunnel im Jahr 2027 im Rahmen einer Vollsperrung saniert werden soll. Um für die Fahrgäste eine doppelte Vollsperrung zu vermeiden, sollten beide Bauvorhaben gekoppelt werden. Danach wäre die Realisierung des Stundentaktes zwischen Bad Laasphe und Erndtebrück für Dezember 2027 einzuplanen. So besteht zwischen dem NWL und der DB Regionetz Kurhessenbahn GmbH Einvernehmen, die beiden Maßnahmen miteinander zu verbinden. Zudem könnten dann die Verbesserungen im Fahrplanangebot besser vermarktet werden, so ist die Überlegung hinter dem Zeitplan.

Anlass für die Anstrengungen ist letztlich das Ziel, eine dauerhafte direkte Zugverbindung zwischen den beiden Universitätsstädten Siegen und Marburg zu realisieren. Seit Dezember verkehren im Rahmen eines Markttests samstags zwei Züge von Marburg nach Siegen und umgekehrt. Der Markttest hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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