Weitere Bauplätze in Feudingen beantragt
Zusammenarbeit mit Behörden ist vorbildlich

Die erste größere Feier nach der Corona-Pause ist geschafft. Den Auftakt gab der Abiturjahrgang des Gymnasiums Schloss Wittgenstein, der seinen Abiball mit Hygienekonzept in der Volkshalle feierte. Dort soll nun wieder mehr Leben rein.
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  • Die erste größere Feier nach der Corona-Pause ist geschafft. Den Auftakt gab der Abiturjahrgang des Gymnasiums Schloss Wittgenstein, der seinen Abiball mit Hygienekonzept in der Volkshalle feierte. Dort soll nun wieder mehr Leben rein.
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lh Feudingen. „Vom Ortsfürst bis zum Dorftrottel ist schon alles dabei gewesen“, lacht Werner Treude und blickt dabei auf seine bisherige Zeit als Feudinger Ortsvorsteher zurück. Im Juli 2014 hatte er das Amt von Erich Horchler übernommen und ist seitdem der Ansprechpartner und Vermittler zwischen Dorf und Stadtverwaltung. „Mein Wunsch war es ursprünglich nicht, Ortsvorsteher zu werden, aber als die CDU die Wahl gewonnen hatte, musste sie einen Ortsvorsteher stellen“, erinnert sich Werner Treude. „Ich habe mich dann für ,selber machen´ entschieden und ich habe es bis heute nicht bereut. Ärger gibt es immer mal wieder, aber den schluckt man hinunter“, fügt er hinzu.

Werner Treude ist für neue Anliegen immer erreichbar

„In erster Linie bin ich Mittler zwischen Bürgern und Verwaltung. Oft haben die Menschen Scheu, eine Verwaltung aufzusuchen“, betont Werner Treude und weist darauf hin, dass er jederzeit für neue Anliegen im Dorf erreichbar ist. Wichtig sei es dabei, ganz genau zu wissen, wer für was zuständig ist. „Wer fit im Internet ist, braucht nur halb so viel Zeit zum Suchen“, lacht der gebürtige Feudinger, obwohl er selbst am liebsten das Telefon für den Großteil seiner Absprachen nutzt.

Seid 2014 ist Werner Treude Ortsvorsteher von Feudingen.
  • Seid 2014 ist Werner Treude Ortsvorsteher von Feudingen.
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Zu den gängigen Aufgaben im Dorf gehört der enge Kontakt zum Bauhof. „Von der Straßenlampe bis zum Schlagloch gilt: Ich kann die Sachen nur melden, aber auf die Ausführung habe ich keinen Einfluss“, betont er. Gemeinsam mit dem neuen Ansprechpartner der Stadt Bad Laasphe für Bauen und Planen, Andreas Krep, fand dieser Tage eine Rundfahrt durch den Ort statt, um die Beschaffenheit der Straßen zu prüfen. „Der Zustand der Straßen ist mehr als bemerkenswert – im negativen Sinne. Da muss noch einiges passieren“, kritisiert Werner Treude. Auch die Anbindung ins Siegerland sei eine einzige Katastrophe.

Spielplatz wird zum Grillplatz

Eine Behörde muss auch mal gelobt werden

Während das Straßenausbauprogramm der Stadt für die nächsten Jahre bereits in der Vergangenheit bereits beschlossen wurde, standen die Diskussionen während des Kampfes gegen die Straßenausbaubeiträge in Wohngebieten über zwei Jahre nahezu still. Abgesehen von dem überregionalen Problem des Kommunalen Abgabengesetzes (KAG) läuft hingegen die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bad Laaspher Bürgermeister Dirk Terlinden vorbildlich: „Man muss eine Behörde auch mal loben können, wenn sie es verdient hat“, freut sich Werner Treude über den hervorragenden Kontakt zur Stadt. Die nächste Ortsvorsteher-Dienstbesprechung war ursprünglich für Ende März angesetzt. Leider musste sie wie viele andere Sitzungen aufgrund von Corona auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Jetzt, kurz vor den Sommerferien, steht leider zum Bedauern auch der anderen Ortsvorsteher noch kein Ersatztermin fest.

Auf dem Platz zwischen alter Schule und Heimatmuseum fand im Herbst 2018 zum Dorfjubiläum erstmals ein historischer Markt statt. Werner Treude ist optimistisch, dass es bald eine Wiederholung geben könnte – er solle aber etwas Besonderes bleiben.
  • Auf dem Platz zwischen alter Schule und Heimatmuseum fand im Herbst 2018 zum Dorfjubiläum erstmals ein historischer Markt statt. Werner Treude ist optimistisch, dass es bald eine Wiederholung geben könnte – er solle aber etwas Besonderes bleiben.
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Feudingen ist das größte Dorf im oberen Lahntal

Sobald wieder Feierlichkeiten und Versammlungen im größeren Stil möglich sind, möchte Werner Treude auch die Organisation der Seniorenfeier wieder in die Hand nehmen und die Termine für die Vermietung der Volkshalle koordinieren. Besonders bei der Seniorenfeier kann er als Ortsvorsteher immer auf die tatkräftige Hilfe der ev. Kirchengemeinde Feudingen und den DRK-Ortsverein Feudingen setzen. Die Zusammenarbeit mit dem DRK, dem Presbyterium und mit Pfarrer Oliver Lehnsdorf funktioniere bestens. Auch die Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages gehört zum Aufgabenspektrum im Ort. Mit seinen rund 2100 Einwohnern ist Feudingen das größte Dorf im oberen Lahntal und in der gesamten Stadt Bad Laasphe. Viele Familien entschließen sich daher, hier Häuser zu bauen oder zu kaufen und im Ort sesshaft zu werden.

Bauplätze sind Mangelware

Der Haken daran: Städtische Bauplätze sind seit Jahren Mangelware. Besonders hoch frequentiert sind die Neubaugebiete „Auf der Ilgenbrach“ und „Auf dem Breitenacker“. Während das erste Wohngebiet schon früh ausgelastet war und nur noch eine Handvoll private Grundstücke unbebaut sind, gab es nach der Erschließung des „Breitenackers“ im Jahr 2005 immerhin 25 Bauplätze, von denen sich 21 in städtischem Besitz befanden. „Das ging in den letzten Jahren Schlag auf Schlag: In diesem Jahr waren alle weg, sogar die gewerblichen Bauplätze sind alle verkauft“, berichtet Werner Treude.

Wegen der hohen Nachfrage an Baugrund hat er bereits die Neuschaffung von weiteren Bauplätzen in Feudingen beantragt. „Bis zur Umsetzung dauert es eben seine Zeit“, fügt er hinzu. Vordergründig möchten die Feudinger allerdings den Erhalt und die Renovierung von bereits vorhandenen Gebäuden, Anlagen und Strukturen vorantreiben und in kleinen Schritten weitergehen. Größere Projekte stehen im Dorf vorerst nicht auf der Agenda.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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