SZ

"Postraub" von Bad Laasphe vor der Aufklärung?
Zusteller im Mai überführt

In einem Waldstück nahe der Hesselbacher Skihütte wurde am Sonntag, 7. Juni, nach Angaben der Polizei „ein großer Haufen mit
Papiermüll“ gefunden, darunter rund 50 Briefe. Das SZ-Foto am Bohnstein ist allerdings nur nachgestellt, es handelt sich hier nicht um den eigentlichen Fund.
  • In einem Waldstück nahe der Hesselbacher Skihütte wurde am Sonntag, 7. Juni, nach Angaben der Polizei „ein großer Haufen mit
    Papiermüll“ gefunden, darunter rund 50 Briefe. Das SZ-Foto am Bohnstein ist allerdings nur nachgestellt, es handelt sich hier nicht um den eigentlichen Fund.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö Benfe/Hesselbach. Das Puzzle setzt sich langsam zu einem einheitlichen Bild zusammen: Der „Postraub“ im Raum Bad Laasphe, über den die Siegener Zeitung ausführlich berichtete, steht offenbar vor der Aufklärung. Dies ergaben weitere Recherchen unserer Zeitung.
Zusteller überführt„Bereits Mitte Mai konnten die Sicherheitsbeauftragten der Deutschen Post vor Ort einen Zusteller aus Bad Laasphe überführen, Briefsendungen unsachgemäß behandelt zu haben. Das Arbeitsverhältnis wurde daraufhin unverzüglich beendet, der Mann ist nicht mehr in unserem Unternehmen tätig“, bestätigte Sprecherin Jessica Balleer entsprechende Informationen der Siegener Zeitung. Das Security-Team stehe dabei in engem Austausch mit der Polizei.

Benfe/Hesselbach. Das Puzzle setzt sich langsam zu einem einheitlichen Bild zusammen: Der „Postraub“ im Raum Bad Laasphe, über den die Siegener Zeitung ausführlich berichtete, steht offenbar vor der Aufklärung. Dies ergaben weitere Recherchen unserer Zeitung.

Zusteller überführt

„Bereits Mitte Mai konnten die Sicherheitsbeauftragten der Deutschen Post vor Ort einen Zusteller aus Bad Laasphe überführen, Briefsendungen unsachgemäß behandelt zu haben. Das Arbeitsverhältnis wurde daraufhin unverzüglich beendet, der Mann ist nicht mehr in unserem Unternehmen tätig“, bestätigte Sprecherin Jessica Balleer entsprechende Informationen der Siegener Zeitung. Das Security-Team stehe dabei in engem Austausch mit der Polizei.

Briefe am Bahnhof gefunden

Die Thematik hatte unlängst weiter Fahrt aufgenommen, als Ralf Sell, Mitarbeiter der Kurhessenbahn, in einem Mülleimer am Bad Laaspher Bahnhof ein ganzes Bündel mit Briefen entdeckt hatte. Die waren teilweise noch nicht abgestempelt. Mit dabei war auch mindestens ein Brief des Banfers Fritz-Günter Schmidt, der nach dem Verlust von sechs Postsendungen an die Öffentlichkeit gegangen war. Die SZ-Berichterstattung hatte im gesamten Kreisgebiet hohe Wellen geschlagen, weitere Postkunden hatten sich in der Folge zu Wort gemeldet.

Nächster Fund an Skihütte in Hesselbach

Wie jetzt bekannt wurde, tauchten am Sonntag, 7. Juni, weitere Briefe auf, die ihren Adressaten nicht erreichten – diesmal in einem Waldstück nahe der Hesselbacher Skihütte. Meik Scholze, stellv. Sprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, erklärte, dass „ein großer Haufen mit Papiermüll“ gefunden worden sei. Darin hätten sich Werbung, Kataloge, aber eben auch rund 50 Briefe befunden: „Teilweise geöffnet, andere waren zerrissen.“ Der Fund werde, so Meik Scholze, kriminaltechnisch genauer untersucht, die Strafanzeige werde zunächst gegen Unbekannt geführt. Auf einen konkreten Verdacht wolle sich die Polizei noch nicht festlegen. Ob eine Verbindung zu dem Fund von Briefen am Bad Laaspher Bahnhof vorliege und ob der entlassene Zusteller auch für das Papier an der Hesselbacher Skihütte infrage komme, müssten die weiteren Ermittlungen ergeben.

Deutsche Post: Zusammenhang wahrscheinlich

Die Deutsche Post ging mit ihren Einschätzungen aber deutlich weiter als die Polizei: Eine Begutachtung des Brief-Fundes an der Skihütte Hesselbach durch die Post-Sicherheitsleute habe ergeben, dass auch diese Sendungen auf den bereits überführten, ehemaligen Zusteller zurückzuführen seien, heißt es in der Stellungnahme weiter. Das Unternehmen ist in diesem Zusammenhang darum bemüht, nichts zu beschönigen und die Thematik offen anzusprechen: „Unsachgemäßer Umgang mit Post- oder Paketsendungen werden bei der Deutsche Post DHL Group nicht geduldet. Jeder einzelne Brief, der nicht ordnungsgemäß beim Empfänger ankommt, ist einer zu viel. Dennoch stellen wir gerne fest, dass die internen Sicherheitsmechanismen wirksam sind.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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