Zwischen Bohrloch-Infotafel und tollem Thermal-Hotel

Bad Laasphe will Thematik nicht aus den Augen verlieren

howe Bad Laasphe. Thermalwassernutzung in Bad Laasphe: Der brisante Tagesordnungspunkt der gestrigen Sitzung des örtlichen Wirtschaftsförderungs- und Kulturausschusses versprach eine Menge. Immerhin hatten sich neben der schreibenden Zunft auch der Rundfunk und das Fernsehen die Ehre gegeben. Doch die Ausführungen der Kurzstudie wollten die Ausschussmitglieder lediglich unkommentiert zur Kenntnis nehmen. Kein Diskussionsbedarf also, zumindest in aller Öffentlichkeit nicht.

Viel stand freilich nicht drin in dem »Schrieb«. Eine Prüfung zwecks Einrichtung eines Workshops »Thermal Hotel« sei noch nicht möglich, die derzeitige wirtschaftliche Situation stelle ein Investitionshindernis dar – viele ernüchterne Erkenntnisse. Und das, wo sich doch die Lahnstadt gemäß der Studie mit ihren vielen Vorzügen geradezu anbietet für Wellness, für Hotels. Ein paar Tagesordnungspunkte später schöpften dann die Medienvertreter neue Hoffnung. Schließlich hatte Bad Laasphe seinerzeit ob der Investition der satten Million Mark ordentlich Kritik einstecken müssen. Christdemokrat Volker Gautsch hatte eine Vision. Leidenschaftlich unternahm der Gärtnermeister den Versuch, die Herzen der Ausschussmitglieder für ein überdachtes Schild oberhalb des Entenbergs zu gewinnen. Viel Geld habe man in die Bohrung gesteckt, nicht einmal ein eiziges Schriftstück oder eine Dokumentation seien daraus entstanden. Seine Idee: »In Krefeld liegen 600 Kanister mit Gesteinen. Da liegen auch Bohrkerne.« Man könne eine Informationstafel zur Bohrung und zur Geologie errichten, vielleicht einen Bohrkern in das Schild einarbeiten.

»Verschwendung von Steuergeldern. Mehr fällt mir zum Thema Thermalwasser nicht ein«, stellte Grünen-Fraktionschef Karl-Ludwig Bade fest. Während sich Volker Gautsch für den Beitrag »bedankte«, schien Bürgermeister Robert Gravemeier auf die Palme gebracht. Der Kollege von den Grünen zeichne sich dadurch aus, dass er in 90 Prozent der Fälle immer gegen etwas stimme, so der Verwaltungschef. Und dann die Lanze für die Bohrung: »Wir haben eine erfolgreiche Bohrung« trotz der geringen Wassermenge, meinte Robert Gravemeier. Pfiffige Ideen: Mangelware. Jetzt soll die Verwaltung wieder einmal eine der vielen Drucksachen erarbeiten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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