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„Yaaa Yooo Yuuu Yeah!“: The Beat-Radicals legen Live-Album vor
Jede Menge Beinfreiheit

The Beat-Radicals haben ihr erstes Live-Album veröffentlicht.
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  • Foto: Band
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dach Betzdorf. Das Konzept ist der Star. Was irgendwie verkopft klingt, macht vor allem eines: ziemlich viel Spaß, zumindest bei The Beat-Radicals. Seit 15 Jahren erzählt die Band um den Betzdorfer Musiker Peter Seel auf der Bühne die Geschichte der Beatmusik, selbstverständlich mit jeder Menge Tonbeispielen. Im Scheinwerferlicht schwitzend erzählte Musikgeschichte eben.
Und genau dieses Konzept hat das Quartett nun als Live-Album auf CD pressen lassen. 16 Stücke, aufgenommen im vergangenen Jahr bei Konzerten in Siegburg und Idstein, sind die Kurzfassung dieser sechssaitigen Zeitreise. Dabei verschaffen sich The Beat-Radicals jede Menge Beinfreiheit. Denn den Begriff des Beat fasst die Band alles andere als eng.
Ob sich die US-Punk-Rocker von Green Day musikalisch dort verorten?

dach Betzdorf. Das Konzept ist der Star. Was irgendwie verkopft klingt, macht vor allem eines: ziemlich viel Spaß, zumindest bei The Beat-Radicals. Seit 15 Jahren erzählt die Band um den Betzdorfer Musiker Peter Seel auf der Bühne die Geschichte der Beatmusik, selbstverständlich mit jeder Menge Tonbeispielen. Im Scheinwerferlicht schwitzend erzählte Musikgeschichte eben.
Und genau dieses Konzept hat das Quartett nun als Live-Album auf CD pressen lassen. 16 Stücke, aufgenommen im vergangenen Jahr bei Konzerten in Siegburg und Idstein, sind die Kurzfassung dieser sechssaitigen Zeitreise. Dabei verschaffen sich The Beat-Radicals jede Menge Beinfreiheit. Denn den Begriff des Beat fasst die Band alles andere als eng.
Ob sich die US-Punk-Rocker von Green Day musikalisch dort verorten? Eigentlich egal, denn ihr „American Idiot“ (2004), das jüngste Stück, passt erstaunlicherweise ziemlich fluffig zu seinen Nachbarn, zum Beispiel zu The Kinks mit „All Day And All Of The Night“ (1964). Und das könnte – hört man die Versionen von The Beat-Radicals – wiederum aus derselben Feder stammen wie „Walk, Idiot, Walk“ (2004). Könnte, tut’s aber nicht. Denn damals waren die Mitglieder von The Hives noch nicht mal in Planung.

Unverkennbarer Sound von The Beat-Radicals

  Auch U2 würden sich vermutlich wundern. Hier spielen The Beat-Radicals ebenfalls ihre große Stärke aus: Sie legen ihren Sound, ihre eigenen musikalischen Vorstellungen, auch über „Vertigo“ (2004) – und das knallt dann genauso über die Lautsprecher wie die „Children Of The Revolution“ (1972) mit ihrem stampfenden Rhythmus, für den Schlagzeuger Tino Moskopp, Bassist Mario Levin-Schröder und Chris Schmitt an der Gitarre sorgen.
In dem Stück von T. Rex versteckt sich übrigens auch der Titel des Albums. Wie es spätestens seit Freddie Mercury zu jedem Rockkonzert gehört, ist hier ein Vorsing-Nachsing-Teil eingebaut. Und da kann einem schon mal ein „Yaaa Yooo Yuuu Yeah!“ über die Lippen kommen!

Am Anfang war der Rock 'n' Roll

Die Chronologie nimmt beim Wegbereiter des Beat seinen Lauf, bei Elvis mit „Heartbreak Hotel“ (1956), und natürlich bei Chuck Berry mit seinem „Johnny B. Goode“ (1958), also beim Rock ’n’ Roll. Den brachten einst die Matrosen auf kleinen schwarzen Scheiben in die europäischen Häfen, wie Frontmann Seel dem Publikum erzählt. Eine der Singles war „Be-Bop-A-Lula“ (1956) von Gene Vincent, die einen gewissen John Lennon an der Liverpooler Kaimauer tief beeindruckt haben muss. Und selbstverständlich dürfen auch The Beatles in einer Geschichte der Beatmusik nicht fehlen. Die Wahl fiel auf „A Hard Day's Night“ (1964).
Das Album ist eine radikale Zeitreise über 72 Minuten und 16 Stationen geworden. Handgemacht und ohne Tricks, samt einer kleinen Rückkopplung hier oder einem kleinen Verspielerchen dort, aber insgesamt mit einem ausgereiften Sound und jeder Menge Energie. Live eben.
Am Ton geschraubt hat die Band gemeinsam mit Peter Dümmler in dessen Neuwieder Merlin-Sound-Studio. Zu bekommen ist die CD u. a. bei der Band selbst, unter thebeatlive@gmx.de per E-Mail.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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