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„Harold und Maude“: Klassiker eröffnet Theatersaison in Betzdorf
Leben ist mehr als Sterben

Harold und Maude haben ein Walross geklaut …
  • Harold und Maude haben ein Walross geklaut …
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gum Betzdorf. Die Theatergastspiele Fürth sind ein gerne gesehenes Ensemble in der Stadt an Sieg und Heller. Erstmals seit dem Lockdown konnten sie wieder auftreten und präsentierten mit „Harold und Maude“, (Regie: Thomas Rohmer) eine kontrovers beurteilte Liebesgeschichte, von der sich die rund zweihundert Besucher begeistern ließen.
Eine außergewöhnliche LiebeDabei liefen die Schauspieler, die teils in Doppelrollen agierten, vor allem in der zweiten Hälfte des Stücks zu Höchstform auf. Kathrin Ackermann als Maude und Maximilian Wrede als Harold verkörperten ein ungewöhnliches Paar, fern jeder Norm, das gerade deshalb die Besucher in eine Welt entführte, in der Träume sich noch verselbständigen können und Unmögliches möglich wird.

gum Betzdorf. Die Theatergastspiele Fürth sind ein gerne gesehenes Ensemble in der Stadt an Sieg und Heller. Erstmals seit dem Lockdown konnten sie wieder auftreten und präsentierten mit „Harold und Maude“, (Regie: Thomas Rohmer) eine kontrovers beurteilte Liebesgeschichte, von der sich die rund zweihundert Besucher begeistern ließen.

Eine außergewöhnliche Liebe

Dabei liefen die Schauspieler, die teils in Doppelrollen agierten, vor allem in der zweiten Hälfte des Stücks zu Höchstform auf. Kathrin Ackermann als Maude und Maximilian Wrede als Harold verkörperten ein ungewöhnliches Paar, fern jeder Norm, das gerade deshalb die Besucher in eine Welt entführte, in der Träume sich noch verselbständigen können und Unmögliches möglich wird. Das immer wieder umdekorierte Bühnenbild lieferte den passenden Rahmen dazu.

Mutter-Sohn-Drama

Harold kämpft verzweifelt um die Zuneigung seiner Mutter, Mrs. Chasen (Manuela Denz), da er herausgefunden hat, dass sie ihre Liebe nur dann zeigt, wenn sie von seinem Tod erfährt. Seine wiederholt spektakulär inszenierten Selbstmorde berühren Harolds egozentrische Mutter allerdings nur wenig. Falls sie sich nicht gerade massieren lässt (Hans-Peter Amperer), versucht sie den Sohn mit auf einem Online-Portal entdeckten Bewerberinnen zu verkuppeln (alle gespielt von Magdalene Meier). Das führt allerdings nicht zum gewünschten Erfolg. Harold vertreibt sie allesamt mit seinen makabren Einfällen. Auch die psychiatrische Behandlung durch Dr. Matthews (Sebastián R. Delta) führt bei ihm nicht zum gewünschten Erfolg, sondern verhilft nur seiner Mutter zu einem heißen Flirt. Pater Finnegan (Hans-Peter Amperer), der mit dem Bekreuzigen gar nicht mehr aufhören kann, spricht mit Harold, kann aber ebenfalls nichts ausrichten.

Sterben als Lebensinhalt

Harold liebt es, zu Beerdigungen fremder Leute zu gehen und lernt dort Maude kennen. Sie hält wenig von konventioneller Moral, klaut ein Walross, rettet einen Baum aus der Stadt und stiehlt gemeinsam mit Harold Pater Finnigans Auto. Dem ermittelnden Inspektor Bernard Robbe (Sebastián R. Delta) bringt sie keinerlei Respekt entgegen. Sie zeigt Harold, wie schön das Leben ist, und vermittelt ihm erfrischende Lebensweisheiten wie „Jeder hat das Recht einen Narren aus sich zu machen“. Maude bringt ihm das Tanzen bei und ermuntert ihn dazu, Musik zu machen.
Ihre ansteckende Lebensfreude färbt auf Harold ab, der sich in sie verliebt und sie heiraten will. Maude allerdings hat ganz andere Pläne und nimmt sich das Recht heraus, ihr Leben zu beenden, so wie sie sich auch immer das Recht genommen hat, ihr ganz eigenes Leben zu leben. Und Harold?!

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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