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Frauenchor Encantada gibt Kurzkonzert in Betzdorf
Mystische Atmosphäre unterm Busbahnhof

Kurzkonzert in besonderer Umgebung: Das Frauenensemble Encantada um Chorleiterin Kristin Knautz sang auf dem Siegparkplatz unter dem Busbahnhof in Betzdorf.
  • Kurzkonzert in besonderer Umgebung: Das Frauenensemble Encantada um Chorleiterin Kristin Knautz sang auf dem Siegparkplatz unter dem Busbahnhof in Betzdorf.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

gum Betzdorf/Neunkirchen. Spätestens seit der TV-Show „Der beste Chor im Westen“, bei dem das Neunkirchener Frauenensemble Encantada den zweiten Platz belegte, ist der Chor weit über die Region hinaus ein Begriff. So war es nicht weiter verwunderlich, dass beim Kurzkonzert am Mittwochabend unter dem Betzdorfer Busbahnhof sogar Zuhörer aus Hennef und Frankfurt den Weg in die Sieg-Heller-Stadt gefunden hatten, um Encantada einmal live zu hören. Der Vorstand des Frauenensembles hatte sich viel Arbeit gemacht, um die Hygieneregeln umzusetzen. Jeder Zuhörer stand auf einem eigens nummerierten Platz in erforderlichem Abstand, die Sängerinnen selbst drei Meter auseinander.

gum Betzdorf/Neunkirchen. Spätestens seit der TV-Show „Der beste Chor im Westen“, bei dem das Neunkirchener Frauenensemble Encantada den zweiten Platz belegte, ist der Chor weit über die Region hinaus ein Begriff. So war es nicht weiter verwunderlich, dass beim Kurzkonzert am Mittwochabend unter dem Betzdorfer Busbahnhof sogar Zuhörer aus Hennef und Frankfurt den Weg in die Sieg-Heller-Stadt gefunden hatten, um Encantada einmal live zu hören. Der Vorstand des Frauenensembles hatte sich viel Arbeit gemacht, um die Hygieneregeln umzusetzen. Jeder Zuhörer stand auf einem eigens nummerierten Platz in erforderlichem Abstand, die Sängerinnen selbst drei Meter auseinander.

Kein Kultur Pur, kein Open-Air am Biggesee

Dass die hohen Erwartungen des Publikums noch übertroffen wurden, zeigte sich am begeisterten Applaus. Der besondere Auftrittsort, der teils eine geradezu mystische Atmosphäre ausstrahlte, tat ein Übriges dazu. Die Sängerinnen hatten entlang des Siegufers Kerzen aufgestellt, und die Akustik stand einem Konzertsaal in nichts nach. Der Parkplatz unter dem Betzdorfer Busbahnhof war die Rettung gewesen für die Probenarbeit, die sonst zum Erliegen gekommen wäre (die SZ berichtete). Moderatorin Alexandra Otterbach ließ die zurückliegenden Monate Revue passieren: „Das ,böse C‘ hat ein Jahr durchkreuzt, das so hoffnungsvoll begann. Nicht nur der Auftritt bei ,Kultur Pur‘, sondern auch bei der Open-Air-Veranstaltung am Biggesee und beim Deutschen Chorfestival in Leipzig sind der Pandemie zum Opfer gefallen.“

"Die Putzfrau hätte nochmal durchgemusst"

Trotzdem schauen die Sängerinnen hoffnungsvoll nach vorne, und die Moderatorin fand schnell ihren gewohnten Humor wieder: „Die Location ist nicht so, wie bei unseren Konzerten gewohnt, die Putzfrau hätte nochmal durchgemusst. Dafür sind Kneipp’sche Fußbäder heute inbegriffen.“

Leiterin Kristin Knautz zog alle Register

Encantada begeisterte während des 30-minütigen Auftritts mit einer bunten Mischung von Liedern in modernen, ungewöhnlichen Arrangements, für die Chorleiterin Kristin Knautz alle Register gezogen hatte. Mit dem Song „Bring Me Little Water, Silvy“, begleitet von einer tollen Choreografie, eroberten die Damen die Herzen im Sturm. Die Zaungäste oberhalb der Siegbrücke applaudierten genauso begeistert wie die Zuhörer im „unterirdischen“ Teil. Ob „Chandelier“, „Chicago“, „Someone You Loved“, der Hit von Lewis Capaldi, der damit die Charts eroberte, oder das schwungvolle „Rama Lama Ding Dong“, jeder Song hatte Klasse, und selbst das Geräusch der fahrenden Züge oberhalb der Brücke konnte die Konzentration des Chors nicht stören.

Musikalischer "Erlkönig" ein Highlight

Fasziniert lauschten die Zuhörer aber auch einer ganz anderen Musikrichtung. Das Gedicht „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe war musikalisch umgesetzt ein Highlight des Abends. Die „Ode an die Heimat“, irische Klänge als Zugabe, teils begleitet von Uschi Knautz auf der Flöte, war so schön, dass die Zeit viel zu schnell verging und Rosmarie, eine Zuhörerin, der die Sängerinnen anlässlich ihres 85. Geburtstags mit „Happy Birthday“ ein ganz besonderes Geschenk machten, genau wie alle anderen bedauerte, dass die halbe Stunde so schnell verging.Wer Encantada unterstützen möchte, kann passives Mitglied werden. Aufnahme-Anträge sind beim Chor erhältlich. Am kommenden Dienstag, 15. September, um 20 Uhr findet das Konzert noch einmal statt; es ist allerdings bereits ausverkauft.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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