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Berliner Kriminaltheater in Betzdorf
"Tatortreiniger" in der Stadthalle

Frau Hellenkamp (Jutta Schröder) und Schotty (Oliver Gabbert) in einer Szene der Episode „Nicht über mein Sofa“: „Der Tatortreiniger“ traf beim Publikum in der Betzdorfer Stadthalle auf ein geteiltes Echo.
  • Frau Hellenkamp (Jutta Schröder) und Schotty (Oliver Gabbert) in einer Szene der Episode „Nicht über mein Sofa“: „Der Tatortreiniger“ traf beim Publikum in der Betzdorfer Stadthalle auf ein geteiltes Echo.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

gum Betzdorf. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. So auch nicht über die zwei am Dienstagabend in der Stadthalle in Betzdorf aufgeführten kriminalistischen Episoden aus „Der Tatortreiniger“ von Mizzi Meyer. Für ihre Drehbücher zur Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ wurde sie mit dem Grimme-Preis 2012 und 2013 ausgezeichnet. Unter der Regie von Wolfgang Rumpf präsentierte das Berliner Kriminaltheater eine Inszenierung, in der Oliver Gabbert als Reinigungskraft Schotty die etwas naive Figur des Protagonisten, des Tatortreinigers, übernahm.
Meinungen geteiltFans der gleichnamigen Fernsehserie, die in 31 Folgen zu sehen war und mit einem ganz speziellen Humor aufwartet, wussten, was sie erwartete.

gum Betzdorf. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. So auch nicht über die zwei am Dienstagabend in der Stadthalle in Betzdorf aufgeführten kriminalistischen Episoden aus „Der Tatortreiniger“ von Mizzi Meyer. Für ihre Drehbücher zur Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ wurde sie mit dem Grimme-Preis 2012 und 2013 ausgezeichnet. Unter der Regie von Wolfgang Rumpf präsentierte das Berliner Kriminaltheater eine Inszenierung, in der Oliver Gabbert als Reinigungskraft Schotty die etwas naive Figur des Protagonisten, des Tatortreinigers, übernahm.

Meinungen geteilt

Fans der gleichnamigen Fernsehserie, die in 31 Folgen zu sehen war und mit einem ganz speziellen Humor aufwartet, wussten, was sie erwartete. Die Inszenierung auf der Bühne glich dem außergewöhnlichen Fernsehformat, die absurden Dialoge sorgten auch im Theater für Heiterkeit. Einige der Zuschauer empfanden die Aufführung als nur bedingt originell und spannungsarm, andere wiederum mochten die Art von völlig unaufgeregtem Humor und waren begeistert.

Er putzt, wo andere umgebracht wurden

In der Episode „Ganz normale Jobs“ spielten Oliver Gabbert (Schotty), Katharina Zapatka (Maja), Gundula Piepenbring (Frau König, LKA) und Jean Maesér (Herr Buckauf, Kripo) Szenen, in denen Prüderie und Begehren Hand in Hand gingen. Titelfigur Heiko Schotte (genannt Schotty) ist der Letzte, der am jeweiligen Tatort zu tun hat. Er putzt da, wo Menschen umgebracht wurden, er ist der "SpuBe“ (Spurenbeseitiger) und zitiert gerne: „Meine Arbeit fängt da an, wo sich andere vor Entsetzen übergeben.“

Wahrer Fachmann auf seinem Gebiet

Passend zum Job spielt sein Handy als Klingelton die "Tatort"-Melodie ab. Beim Zusammentreffen mit den verschiedensten lebenden Charakteren, die alle in einer Beziehung zu den Toten standen, muss er ganz unterschiedliche Situationen und Herausforderungen meistern. Er selbst sieht sich als wahren Fachmann auf seinem Gebiet. So reinigt Schotty das blutverschmierte Badezimmer eines Toten, als es an der Türe klingelt. Die Prostituierte Maja, die ihren Kunden besuchen will, fällt erst einmal in Ohnmacht, als sie erfährt, was passiert ist. Das hindert sie allerdings nicht am Versuch, Schotty von ihrem Gewerbe und ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Der scheut sich zwar nicht, für spätere Aktionen einen Slip aus dem Wäschetrockner des Opfers anzuziehen, allerdings kommen weder er noch Maja sich anschließend körperlich näher. Stattdessen gewähren sie sich einen gegenseitigen Einblick in ihre Seelen.

Kaltblütige alte Dame

In der Episode „Nicht über mein Sofa“ trifft Schotty in einer prunkvollen Villa auf die reiche Frau Hellenkamp (Jutta Schröder), die ihr uraltes Sofa, auf dem schon berühmte Personen gesessen haben, über alles liebt. Voller Entsetzen zeigt sie ihrem Freund Jost (Jean Maesér) den Bezug des Sofas, den ein Einbrecher zerfetzt hat. Der sei die Treppe heruntergefallen und dabei gestorben. Während Schotty seiner Arbeit nachgeht, findet er Beweise dafür, dass Frau Hellenkamp den Einbrecher ermordet hat. Die alte Dame, die den Einbrecher mit einem Golfschläger niederstreckte und dann kaltblütig einen Tee kocht, versucht Schotty davon abzuhalten, die Polizei zu rufen, indem sie ihm Geld und letztlich ihren schwarzen Maserati, Schottys Traumwagen, anbietet. Mit einer im wahrsten Sinne des Wortes unerwarteten Wende endet die Folge von „Der Tatortreiniger“ und lässt die Zuschauer in angeregten Diskussionen zurück.

Ehepaare mussten auf Abstand gehen

Die Aufführung fand unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln statt. Dass allerdings selbst Ehepaare nicht nebeneinander sitzen durften, war wohl ein wenig überzogen.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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