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Jugendsinfonieorchester Rheinland-Pfalz zu Gast in Betzdorf
Tolles Konzert zugunsten der Flutopfer

Solistin Ionna Cristina Goicea (l.) und Dirigentin Anna Rakitina inmitten eines Teils der Musizierenden.
  • Solistin Ionna Cristina Goicea (l.) und Dirigentin Anna Rakitina inmitten eines Teils der Musizierenden.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

gum Betzdorf. Normalerweise ist der Auftritt des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz ein Publikumsmagnet. Zu welch großartigen Leistungen die Nachwuchstalente fähig sein können, durften die Zuhörer am Freitagabend in der Stadthalle in Betzdorf erleben. Das 1973 gegründete Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz eröffnet Jugendlichen, die ihr Instrument überdurchschnittlich gut spielen, die Chance, große sinfonische Werke einzustudieren. In den drei Arbeitsphasen im Jahr, in der Regel in den Oster-, Sommer- und Herbstferien, widmet sich das Orchester der sinfonischen Literatur.

gum Betzdorf. Normalerweise ist der Auftritt des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz ein Publikumsmagnet. Zu welch großartigen Leistungen die Nachwuchstalente fähig sein können, durften die Zuhörer am Freitagabend in der Stadthalle in Betzdorf erleben. Das 1973 gegründete Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz eröffnet Jugendlichen, die ihr Instrument überdurchschnittlich gut spielen, die Chance, große sinfonische Werke einzustudieren. In den drei Arbeitsphasen im Jahr, in der Regel in den Oster-, Sommer- und Herbstferien, widmet sich das Orchester der sinfonischen Literatur. Bedauerlicherweise hatten am Freitagabend nur rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer den Weg in die Stadthalle gefunden, in der das Orchester ein Benefizkonzert zugunsten der Betroffenen der Flutkatastrophe unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer spielte.
Ermöglicht hatte das Konzert Lotto Rheinland-Pfalz, dessen Geschäftsführer Jürgen Häfner sich ebenfalls unter den Zuhörern befand. Das Programm, dem die Begrüßung der Ehrengäste, des Publikums und der Mitwirkenden sowie der Dank an die Förderer durch den Staatssekretär David Profit vorausgingen, war überaus ambitioniert und in den letzten zehn Tagen der Arbeitsphase zusammengestellt worden.

Anna Rakitina dirigiert das junge Orchester

Die Qualität des Konzerts war nicht zuletzt das Verdienst von Anna Rakitina, die unter anderem als 2. Dirigentin des Boston Symphony Orchesters, Preisträgerin des Deutschen Dirigentenpreises 2017 sowie Stipendiatin des National Philharmonic Orchestra of Russia Berühmtheit erlangt hat. Sie führte das Landesjugendorchester in prächtiger Form und stellte ihr Können mitreißend unter Beweis. Die jungen Damen und Herren hatten sichtlich Spaß und vermittelten diesen auch an das Publikum. Konzentriert und mit vollem Einsatz, teils total entfesselt, wurde begeistert musiziert. Nach jedem Musikstück feierten die Musiker ihre musikalische Leiterin zu Recht lautstark.

Ionna Cristina Goicea spielt wertvolle Violine

Die „Manhattan Serenade“ eine Ouvertüre von Louis Alter, vielen Zuhörern sicher bekannt aus dem Cartoon „Tom und Jerry“ und Inbegriff für die Musik der neuen Welt im 20. Jahrhundert, eröffnete den Abend. Im nachfolgenden Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy in e-Moll begeisterte das leidenschaftliche, gefühlvolle Spiel der vielfach ausgezeichneten Solistin Ionna Cristina Goicea. Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und Preisträgerin des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte sie auf der Violine von Giovanni Battista Guadagnini, Parma 1761, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Als Dank für den begeisterten Applaus kam das Publikum in den Genuss einer Zugabe der Violinistin, einer „Hommage an Johann Sebastian Bach“.

Fast jazzig: "Aus der neuen Welt"

In der zweiten Konzerthälfte erklang mit einer langsamen Einleitung Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“. Das Solo des Englischhorns im zweiten Satz der Sinfonie ist als maßgeblich für die Entwicklung des Jazz bekannt. Die harmonische Komposition gilt als eine der schönsten klassischen Sinfonien und wurde vom Landesjugendorchester wundervoll dargeboten. Vor dem Ende des Finales waren noch einmal sämtliche wichtige Themen der Sinfonie zu hören.
Das Publikum dankte abschließend allen Protagonisten mit großem Applaus und Bravo-Rufen und ließ die Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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