Management übernimmt Schaeffler-Werk in Hamm (Sieg)
110 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Aus der Schaeffler Friction Products Hamm GmbH ist zum 1. Juli die Inno Frction GmbH geworden. Alle 110 Arbeitsplätze bleiben erhalten.	Foto: Schaeffler
  • Aus der Schaeffler Friction Products Hamm GmbH ist zum 1. Juli die Inno Frction GmbH geworden. Alle 110 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Foto: Schaeffler
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

sz Hamm (Sieg). Gute Nachrichten für den Industriestandort Kreis Altenkirchen im Allgemeinen und die Ortsgemeinde Hamm (Sieg) im Speziellen: Das bislang zur Schaeffler-Gruppe gehörende Werk mit seinen 110 Arbeitsplätzen bleibt erhalten. Das teilte das Unternehmen in einem Schreiben an die Presse mit. Die Geschäftsführung des großen Automobil- und Industriezulieferers und das Management vor Ort haben am vergangenen Freitag einen Vertrag unterzeichnet, nach dem das Führungsteam mit Wirkung zum 1. Juli neuer Eigentümer der Gesellschaft wird. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Management-buy-out. Über den Kaufpreis wurde zwischen beiden beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Die neue Gesellschaft wird als Inno Friction GmbH firmieren.
Im März hatte der Konzern mit Stammsitz in Herzogenaurach verkündet, sich im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses vom Standort Hamm (Sieg) trennen zu wollen. Schon damals zeigte sich der 1. Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Betzdorf, Uwe Wallbrecher, gegenüber der SZ sehr zuversichtlich, dass eine Nachfolgelösung gefunden werden kann.
In Hamm (Sieg) wurden bisher speziell für die Schaeffler-Gruppe Reibbeläge mit Trägerblechen für trockene Doppelkupplungen produziert. An der Spitze machte dieser Teil der Produktion zirka 60 Prozent des Umsatzes der Gesellschaft aus. Zuletzt war die Nachfrage deutlich rückläufig. Daneben beliefert das Werk Drittkunden im Industrie- und Automotive-Geschäft mit verschiedenen Speziallösungen im Bereich Reibtechnik, unter anderem für den Agrarsektor, für Aufzugsysteme, elektromagnetische Bremsen oder Windkraftanlagen. Während die verbleibende Produktion für Doppelkupplungsbeläge am Standort Hamm voraussichtlich bis 2020/21 ausläuft, sieht das Management im Industriegeschäft weiterhin Entwicklungs- und Wachstumspotenzial.
Matthias Zink, Vorstandsmitglied der Schaeffler AG und CEO der Sparte Automotive OEM, sagte: „Der Verkauf des Werks in Hamm ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des Programms RACE. Wir haben mehrere Optionen für die Zukunft des Standortes geprüft und freuen uns, dass wir mit der nun gefundenen Lösung den für alle Beteiligten bestmöglichen Weg genommen haben. Das Unternehmen kann außerhalb der Schaeffler-Gruppe deutlich agiler und fokussierter vorgehen. Zugleich erlaubt uns der Schritt, uns weiter verstärkt auf die Zukunftsbereiche E-Mobilität und Autonomes Fahren zu konzentrieren. Mit der Lösung für Hamm demonstrieren wir zugleich, dass wir im Rahmen der Umsetzung des Programms RACE Standortschließungen so weit wie möglich vermeiden wollen und vorher alle anderen Optionen intensiv prüfen werden.“
Auch der bisherige Werkleiter und zukünftige Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Dr. Christian Spandern, kommt in der Pressemitteilung zu Wort: „Meine Kollegen der Geschäftsführung, Dr. Vera Rührup, Frank Steinhauer, Stefan Löhr, und ich freuen uns, dass wir in Zukunft eine neue Entwicklungsstufe des Unternehmens am Standort Hamm einleiten können, die im Interesse unserer Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer ist. Die bisherigen Geschäftsbeziehungen werden unverändert fortgesetzt, und es wird weiterhin eine enge Kooperation mit der Schaeffler-Gruppe bestehen bleiben. Zugleich sehen wir weiterhin Potenzial, den Standort insbesondere im Industriegeschäft wachsen zu lassen.“

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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