Amtszeit im Zeichen des Aufbruchs

Hans-Peter Bender gab Alsdorfer Wehrführeramt an Hans-Peter Halft ab

fram Alsdorf. 14 Jahre haben das Gesicht der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf verändert – die Amtszeit Hans-Peter Benders in der Wehrführung. 1989 war er mit Wehrführer Wilfried Bauschert zu dessen Stellvertreter gewählt worden, 1995 zum Wehrführer – gemeinsam mit Stellvertreter Hans-Peter Halft, der nun als Nachfolger im Amt mit dem neuen Stellvertreter und Ehrenbeamten Heinz-Peter Lanfer die Geschicke des Löschzugs in die Hand nimmt.

All dies im Einvernehmen mit Bürgermeister Michael Lieber. Zur Feierstunde am Dienstagabend im Alsdorfer Feuerwehrhaus überreichte dieser die zwei Ernennungs- und eine Entlassungsurkunde. »Keine Entlassung aus dem aktiven Dienst«, wie er betonte. Oberbrandmeister Bender, der den vorzeitigen Rücktritt mit 55 Jahren wünschte, will weiter aktiv sein: »Mein Ansinnen ist es, noch ein paar Jahre teilzunehmen. Ich will mich noch stärker engagieren. Ich werde mich auf keinen Fall zur Ruhe setzen.« Das Erreichte könne sich sehen lassen. »Ich kann glücklich den Posten an jüngere Leute abgeben, die neue Ideen in den Löschzug einbringen«, sagte er.

Zu Recht, wie sein Rückblick zeigte: Zu seinem Amtsantritt als Stellvertreter sei die Ausbildungssituation auf Kreis- wie auf Landesebene schlecht gewesen. Der Wehrführer und er hätten versucht, den Führungsstil zu öffnen und alle Informationen an die Wehrleute weiterzugeben. Dieser Kurs wurde 1995 beibehalten. So sei vierzehntägig jeden Freitag über die Anforderungen der Lehrgänge unterrichtet worden. Mit Erfolg: Inzwischen wurden vier Brandmeister der Stufe I und II ausgebildet, zwei Wehrleute besuchen voraussichtlich in diesem Jahr noch den Lehrgang in Koblenz. Neun Atemschutzträger und vier Maschinisten verrichten nun ihren Dienst; Funk-, Chemieschutz- und Atemgerätewartlehrgänge wurden fleißig besucht, ebenso wie die dazu notwendigen Grundlehrgänge in Altenkirchen. Damit unterzog sich fast die gesamte Wehr einer Ausbildung.

Weiterer Höhepunkt in dieser Wehrführerkarriere war das 1994 und ’95 in fast gänzlicher Eigenleistung errichtete Feuerwehrhaus und der noch unter der Wehrleitung von Herbert Dingeldein angeschaffte Feuerwehranhänger, mit dem sich die Wege zum Wasser verkürzten. Benders besonderer Dank galt Bauamtsleiter Armin Brast und Ortsbürgermeister Paul Schwan, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr gehabt hätten.

Bürgermeister Lieber zog das Resümee, »dass sich die Feuerwehr gut hier entwickelt hat: Mit sehr positiven Akzenten, einem beispielhaften Verhalten, das über die Verbandsgemeinde hinausgestrahlt hat.« Er überreichte den Ehefrauen Karin Bender, Annette Halft und Claudia Lanfer Blumen für ihren »vorgängigen und zukünftigen Dienst« und nahm, gemeinsam mit Kreisfeuerwehrinspekteur Eckhard Müller, die Ehrung vor. Nach silbernem und goldenem Ehrenabzeichen für 25- und 35-jähriges Dienstjubiläum darf der scheidende Wehrführer sich nun auch über das silberne Feuerwehrehrenabzeichen am Bande – für besondere Verdienste – freuen.

Müller bekundete, dass nie etwas Negatives nach Altenkirchen gedrungen sei, lobte besonders den Hausbau und Benders Rücktrittsentscheidung – fünf Jahre vor dem gesetzlichen Höchstalter – als »zukunftsweisend«. Es sei sinnvoller, früher aufzuhören, in der Hoffnung, einen geeigneten Nachfolger zu finden.

Paul Schwan erinnerte an den Hausbau. Im Vorfeld hätte er sich im Ortsgemeinderat mit Widerstand befassen und durchsetzen müssen. Aber: »Ich konnte auf die Feuerwehrkameraden bauen.« Er gratulierte zur geleisteten Arbeit und überreichte Bender einen Präsentkorb.

Wehrleiter Jürgen Nocker sprach für die anwesenden Wehrführer und Jugendfeuerwehrwarte der Verbandsgemeinde, wies dem Geehrten Einsatzbereitschaft, Fachkenntnis und gute Zusammenarbeit aus. Sein Präsent: Ein Zuschuss für eine Säge – jetzt, da der gelernte Elektromeister wieder mehr Zeit für das Zuhause hat.

Auch der Leiter des Ordnungsamtes, Konrad Klein, der ehemalige Wehrführer Herbert Dingeldein sowie der Löschzug Alsdorf mit seinem Altersverein nahmen unter den rund 40 Gästen an der Feierstunde teil.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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